Erste Autos wurden bereits abgeschleppt
Platz Am Sande in Stade: Wer dort parkt, riskiert den Abschleppwagen
- Zwei Abschlepper in Aktion. Parken ist rund um den Platz Am Sande in Stade derzeit verboten
- Foto: mn
- hochgeladen von Jörg Dammann
Wer an diesem Wochenende und in den folgenden Tagen mit dem Auto in die Stader Innenstadt fährt, sollte rund um den Platz Am Sande ganz genau auf die Schilder schauen. Denn dort gilt derzeit ein absolutes Halteverbot – und die Stadt macht ernst. Am heutigen Freitag wurden bereits drei Fahrzeuge abgeschleppt. Wer angesichts der weiterhin wegen Sanierungsarbeiten geschlossenen Tiefgarage auf die Idee kommt, auf einen der Parkplätze Am Sande auszuweichen und die Halteverbotsschilder zu ignorieren, könnte also eine ziemlich teure und ärgerliche Überraschung erleben.
Grund für das Parkverbot ist laut dem städtischen Pressesprecher Stephan Voigt der bevorstehende Herbstmarkt. Der beginne zwar erst am kommenden Donnerstag, 24. September, doch der erste Schausteller habe sein Kommen bereits für diesen Freitag angekündigt. Deshalb sei es erforderlich, die Parkplatzflächen freizuhalten.
Und es bleibt dann nicht bei einem Zettel hinter dem Scheibenwischer. „Befinden sich Fahrzeuge im Halteverbot, versuchen die Verkehrsüberwacher, mit den Halterinnen oder Haltern Kontakt aufzunehmen, damit diese die Möglichkeit haben, die Fahrzeuge selbst wegzufahren“, erklärt Voigt. In drei Fällen sei das am Freitag nicht gelungen. Die Folge: Zwei Abschleppwagen rückten an. Per Kran wurden die betreffenden "Falschparker" aus dem Halteverbot gehievt und auf die Abschlepper geladen.
Seit Donnerstag gültig – oder doch erst Freitag sichtbar?
Für Diskussionen sorgt allerdings eine Frage: Seit wann war das Halteverbot für die Autofahrer tatsächlich deutlich erkennbar? Die offizielle Darstellung der Stadt ist eindeutig: Laut Voigt wurden die absoluten Halteverbote bereits am Montag ausgeschildert. Sie seien "damit seit Donnerstag rechtskräftig, sodass wir am heutigen Freitag Verwarngelder aussprechen können", so der Pressesprecher.
Dem WOCHENBLATT sind allerdings etwas andere Informationen zugetragen worden. Autofahrer berichten, dass Halteverbotsschilder erst am Freitagmorgen umgedreht und damit für alle Verkehrsteilnehmer sichtbar gemacht worden seien – offenbar teilweise erst kurz vor 8 Uhr. Laut der Schilderung einer Autofahrerin, die ihr Auto am Freitagmorgen gegen 7 Uhr Am Sande geparkt hatte, soll zu diesem Zeitpunkt das betreffende Halteverbotsschild noch umgedreht gewesen sein.
Für alle, die in den kommenden Tagen mit dem Auto in die Altstadt wollen, heißt das vor allem: lieber einmal mehr aufs Schild schauen und gegebenenfalls ein paar Meter Fußweg einplanen. Denn Am Sande auf gut Glück stehen zu bleiben, ist derzeit keine gute Idee. Die ersten drei abgeschleppten Fahrzeuge zeigen: Das Parkverbot wird kontrolliert und durchgesetzt – zumindest von Montag bis Freitag.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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