Investition in die maritime Infrastruktur
Ponton Stadersand: Neubau soll marodes ‚Tor zur Elbe‘ ersetzen
- Der Anleger Stadersand soll 2026 in neuem Glanz erstrahlen - frisch saniert und mit einem neuen Ponton
- Foto: jab
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Der marode Ponton am Anleger Stadersand hat endgültig ausgedient. Ein von der Hansestadt Stade in Auftrag gegebenes Gutachten und die Prüfung durch eine Schiffswerft bestätigten: Eine Sanierung des alten Schwimmpontons ist nicht mehr wirtschaftlich möglich. Stattdessen soll ein Neubau angeschafft werden.
Anleger musste gesperrt werden
Der unweit der Schwingemündung direkt an der Elbe gelegene Ponton war in den vergangenen Jahren mehrfach notdürftig instandgesetzt worden. Doch die Schäden häuften sich: Undichtigkeiten, korrodierte Außenhaut, verbogene Spanten. Anfang 2025 verweigerte ein Sachverständiger den Schwimmfähigkeitsnachweis – der Anleger wurde daraufhin gesperrt. Seither dürfen Schiffe dort nicht mehr festmachen. Eine frühere Machbarkeitsstudie hatte drei Optionen geprüft: Sanierung, Gebrauchtkauf oder Neubau. Mit Blick auf Kosten, Lebensdauer und Aufwand erwies sich Neubau in Stahlbeton am sinnvollsten – langlebig und wartungsarm. In dem Gutachten wurden Anschaffungskosten in Höhe von 860.000 Euro genannt. Die Stadt will bei der Metropolregion Hamburg einen Förderantrag stellen. Gefördert werden bis zu 50 Prozent der Kosten.
Zeitplan für den Ponton
Damit der alte Ponton überhaupt in eine Werft überführt werden kann, werden zunächst sicherheitsrelevante Arbeiten vorgenommen. Dazu gehören das Abdichten von Lecks und die Stabilisierung beschädigter Stellen. Im Anschluss will die Stadt im Oktober einen Fördermittelantrag stellen, bevor im November die Ausschreibung für den Neubau startet. Der neue Ponton soll bis Ende 2026 fertiggestellt und einsatzbereit sein. Parallel dazu wird die alte Brücke, die den Zugang zum Anleger ermöglicht, überholt – mit Entrostung, neuem Farbanstrich und einem neuen Bodenbelag, sodass sie spätestens 2026 in neuem Glanz erstrahlt.
Bedeutung für den Tourismus
Die Bedeutung des Anlegers in Stadersand für den Tourismus in der Hansestadt Stade ist nicht zu unterschätzen. Der Ponton gilt als „maritimes Tor zur Elbe“. Ohne ihn würden Ausflugs- und Eventschiffe Stade nicht mehr ansteuern, auch Flusskreuzfahrten könnten die Hansestadt nicht als Zwischenstopp einplanen. Verwaltung und Politik sehen den Neubau deshalb nicht nur als technische Notwendigkeit, sondern als entscheidende Investition in den Tourismus und die Gastronomie der Region.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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