400 Termine vergeben
Stader Impfzentrum hat offiziell den Betrieb aufgenommen

Von außen weist das Plakat den Weg, in der Halle der ehemaligen Textilfabrik im Sophie-Scholl-Weg wartet alles darauf, dass mit dem Impfen endlich begonnen wird
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Bisher waren im Landkreis Stade nur die mobilen Impfteams unterwegs. Sie versorgten vor allem die Alten- und Pflegeheime mit dem Vakzin. Seit Donnerstag haben nun in allen der 28 Heime die Bewohner und Mitarbeiter die erste Impfung erhalten. Das Letzte war aufgrund des Corona-Ausbruchs das Johannisheim in Stade.

Allerdings seien nicht alle Senioren und Mitarbeiter der Heime geimpft worden, erklärt Kreis-Dezernentin und Impfzentrumsleiterin Nicole Streitz. Die Gründe reichen dabei von einer Ablehnung der Impfung über die Abwesenheit der Bewohner z.B. wegen eines Krankenhausbesuchs bis zu einer Infektion mit dem Virus. Denn, so lautet die Empfehlung der Impfkommission, wer infiziert war, sollte eine Impfung erst ein halbes Jahr später erhalten. Dennoch hat die Kreis-Dezernentin das Gefühl, dass im Bereich der Pflege die Impfbereitschaft sehr hoch sei. Und: "Rund zwei Drittel haben bisher die nötige Zweitimpfung erhalten", sagt Streitz. Nun sollen die Pflege-Wohngemeinschaften folgen. Den Verantwortlichen sei es wichtig, dass zuvor alle Alten- und Pflegewohnheime einmal angefahren wurden, sagt Streitz.

Wann die Personen der zweiten Prioritätsstufe geimpft werden, hänge vom Land ab, sagt die Zentrumsleiterin. Sie hofft aber, dass bis Ostern die Menschen der ersten Stufe wenigstens ein Mal und bis Ende April das zweite Mal geimpft wurden. Insgesamt erhielten im Landkreis seit Impfbeginn 4.986 Personen ihre Erstimpfung, rund 80 Prozent davon sind Bewohnerinnen und Bewohner in Alten- und Pflegeheimen sowie in der Pflege tätige Personen. 3.290 Personen wurden bereits ein zweites Mal geimpft.

Nach mehrmaligem Umbau stehen im Zentrum nun acht Impfstrecken mit insgesamt 32 Impfplätzen zur Verfügung. Zunächst werden aber nur drei Impfstrecken genutzt. Hier müssen sich die Teams dann auch erst einmal an die Arbeit gewöhnen. "Wir müssen ein Gefühl dafür bekommen, wie viel Zeit die Abläufe wirklich in Anspruch nehmen, und Erfahrungen sammeln", sagt Streitz. Denn sie rechnet nicht damit, dass die vom Bund vorgegebenen drei Minuten für das Arztgespräch ausreichen. "Das mag bei gesunden Menschen ohne Nachfragen vielleicht hinkommen, aber bei Personen mit Vorerkrankungen und vielen Fragen zur Impfung dauert es einfach länger", sagt die ärztliche Leiterin Dr. Karen Sancken. Die Verantwortlichen rechnen mit ungefähr einer Stunde, bis alle Stationen durchlaufen wurden.

Im Impfzentrum könnten, wenn ausreichend Impfstoff geliefert wird, bis zu 1.000 Impfungen am Tag durchgeführt werden. Wie viel Impfstoff welches Impfzentrum bekommt, entscheidet das Gesundheitsministerium in Hannover. Der Landkreis rechnet derzeit aber mit Lieferungen von mindestens 1.000 Impfdosen pro Woche. Sollte sich die Zahl erhöhen, vor allem in Hinblick auf die anstehenden Zweitimpfungen in der ersten Märzwoche, müsste auch das Personal aufgestockt werden, sagt Streitz. Im Moment arbeiten 60 Voll- und Teilzeitkräfte im Impfzentrum.

Streitz weist noch einmal darauf hin, dass nur mit einem gültigen Ausweisdokument sowie nach Vorlage des Einladungsschreiben zur Impfung diese durchgeführt wird. Darauf befindet sich der QR-Code. Dieser ist zwingend notwendig und wird an verschiedenen Stationen im Zentrum benötigt. Wer während seines Termins etwas Zeit sparen möchte, kann bereits zu Hause die Anmeldeformulare ausfüllen und ausgedruckt mitbringen. Sie können unter www.landkreis-stade.de/impfzentrum heruntergeladen werden. Dort gibt es auch weitere Informationen zum Ablauf eines Impftermins.

Endlich: Alle Seniorenheime im Landkreis Stade sind durchgeimpft
Von außen weist das Plakat den Weg, in der Halle der ehemaligen Textilfabrik im Sophie-Scholl-Weg wartet alles darauf, dass mit dem Impfen endlich begonnen wird
Am Tor prangt das große Banner des Impfzentrums
Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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