Abriss und Neubau in Hammah

Sanierungsstau: das "Landhaus Hammah"
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Ratsmehrheit  stimmt für Dorfgemeinschaftshaus "An der Lohe" / Landhaus soll weichen

tp. Hammah. Die Beratungen zogen sich über Jahre hin und gingen in viele Richtungen - jetzt stellte der Rat der Gemeinde Hammah die Weichen für die Entwicklung des Ortszentrums. Auf der jüngsten Sitzung beschloss die Politik mit großer Mehrheit - zwölf Ja-Stimmen zu zwei Nein-Stimmen - den Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses in der Ortsmitte. Die Gaststätte "Landhaus Hammah", die sich im Gemeindebesitz befindet und bislang die Funktion eines Gemeinschaftszentrums mit Schießsportanlage und Kegelbahn hat, muss zumindest in weiten Teilen Neubauten weichen.

Das neue Dorfgemeinschaftszentrum, das hinter dem Rathaus errichtet werden soll, wird nach den Plänen der Verwaltung durch den Verkaufserlös des ca. einen Hektar großen Landhaus-Grundstücks finanziert. Zur weiteren Entscheidung stehen nun die Projekte von zwei Investoren, die auf dem Gelände einen zeitgemäßen Edeka-Markt mit rund 1.200 Quadratmetern Verkaufsfläche und Kundenparkplatz bauen wollen. In den kommenden acht Wochen soll einer der Interessenten den Zuschlag bekommen.

Ein Privat-Investor aus der Region, der von der Gemeinde nicht öffentlich genannt wird, plant in jedem Fall einen großen Edeka-Lebensmittelmarkt mit der Option, das Hauptgebäude (Rumpf) des Landhauses für Gemeindezwecke zu erhalten. Der weitere Interessent, Hermann Bischoff, möchte auf dem Areal einen Edeka-Markt und zusätzlich ein dreigeschossiges Pflegeheim mit 70 Plätzen und 15 Einheiten für betreutes Wohnen realisieren und dazu den gesamten alten Gebäudekomplex abreißen.

Bürgermeister Stefan Holst (Offene Liste) sagt gegenüber dem WOCHENBLATT: "Ich befürworte persönlich Seniorenwohnungen im Zentrum." Außer dem Landhaus-Grundstück gebe es dafür im Ort durchaus weitere geeignete Flächen.

Unterdessen hat der einzige Dorf-Kaufmann, Hermann Hintelmann, seine Bereitschaft erklärt, seinen "Nah und Frisch"-Markt weiterzuführen, bis der Edeka-Markt fertig ist, maximal aber für drei Jahre. Ein entsprechender Vertrag mit der Gemeinde ist in Arbeit.

Im Landhaus herrscht langjähriger Sanierungsstau, sodass weitere Investitionen unrentabel erscheinen: Mit der Erneuerung der Gaststätte, die auf 1 bis 1,5 Millionen Euro (ohne Inventar) geschätzt wird, allein wäre es nicht getan. Die Gemeinde müsste neue Pächter finden. Der Vertrag der Gastwirts-Eheleute Heike und Günter Reck, die sich aus Alters- und Gesundheitsgründen aus dem Geschäft zurückziehen wollen, endet im Februar 2020.

Für das künftige Dorfgemeinschaftszentrum mit Festsaal für 150 Gäste, Theaterbühne, Küche und Schießsportanlage präsentierte die von der Kommune beauftragte Architektin Stephanie Frirdich aus Hammah unterschiedliche Vor-Entwürfe. Gebaut werden soll hinter dem Rathaus "An der Lohe". Es gibt Vorschläge, bei denen das Rathaus, ein schmuckes Niedersachsenhaus, als Verwaltungsgebäude erhalten bleibt. Eine weitere Möglichkeit ist der Umzug der Verwaltung in das benachbarte Ex-Sparkassengebäude. Das Rathaus würde dann als Bildungs- und Bürgerhaus mit in die Gemeinschaftsanlage einbezogen werden.

Die Kosten betragen jeweils etwa 2,5 bis 3,5 Millionen Euro inklusive Schießsportanlage, über deren Ausgestaltung mit den Schützen erst noch Abstimmungsgespräche geführt werden müssen.

Der Rat beschloss, für das Gemeinschaftszentrum eine Finanzspritze in Höhe von 500.000 Euro aus dem Fördertopf „Regionale Daseinsvorsorge“ zu beantragen.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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