Wichtige Beschlüsse für die Wirtschaft
Kreistag stärkt Chemiestandort Stade und unterstützt Neubau des Industriegleises
- Das Stader Industriegleis führt derzeit noch mitten durch die Hansestadt. Die Gleistrasse soll künftig parallel zum neuen Autobahnabschnitt der A26 von Stade nach Kehdingen verlegt werden
- Foto: jd
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Der Stader Kreistag hat ein deutliches Signal für die Zukunft des Chemie- und Industriestandorts Stade gesetzt. Er beschloss, das Standortentwicklungsprojekt fortzuführen und stellte zugleich eine Beteiligung von bis zu 7,5 Millionen Euro für den geplanten Neubau des Stader Industriegleises in Aussicht.
Standortentwicklungsprojekt wird fortgesetzt
Das Projekt „Zukunftsperspektive und Standortentwicklung Chemie- und Industriestandort Stade“ läuft Ende 2026 aus und soll nun für mindestens zwei weitere Jahre fortgeführt werden. Ziel ist es, die Vermarktung des Standorts, die Einwerbung von Fördermitteln und das gemeinsame Standortmarketing weiter auszubauen (das WOCHENBLATT berichtete). Das in Niedersachsen einzigartige Standortentwicklungsprojekt für den Chemie- und Industriestandort Stade hat die Durchschlagskraft der Region bei Land und Bund erhöht - etwa bei der Unterstützung bei der potentiellen Vermarktung von Flächen, bei der Akquise von Förderungen und bei gemeinsamen Werbeaktivitäten im Bereich Energie (zusammen mit dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium) in Hannover und Berlin. Immerhin hängen nach Angaben des Landkreises rund 10.000 Arbeitsplätze am Chemie- und Industriestandort.
Entstanden ist ein sehr aktives Netzwerk in der Region, aus dem fortlaufend Kooperationen und neue Partnerschaften erwachsen. Die Betriebe schätzen die direkten Kontakte ins Wirtschaftsministerium und in die Staatskanzlei. Deshalb wird das Projekt für mindestens zwei Jahre fortsetzt, das Standortmarketing soll dabei intensiv ausgebaut werden. Um die Schlagkraft noch weiter zu erhöhen, wird eine Gesamtfinanzierung für das Projekt in Höhe von 250.000 Euro pro Jahr angestrebt.
Der größte Teil soll von den am Standort aktiven und ansiedlungswilligen Unternehmen aufgebracht werden. Geplant ist, dass sich Landkreis Stade und Hansestadt Stade in den Jahren 2027 und 2028 mit jeweils 25.000 Euro an diesem für die Region wichtigen Projekt beteiligen, um damit auch monetär ihr anhaltendes Engagement zu signalisieren. Der Kreistag ist am Montag einem entsprechenden Vorschlag von Landrat Kai Seefried gefolgt.
Bis zu 7,5 Millionen Euro für neues Industriegleis
Darüber hinaus sprach sich der Kreistag dafür aus, bis zu 7,5 Millionen Euro als Co-Finanzierung für den Neubau des Industriegleises zwischen dem Stader Bahnhof und dem Industriegebiet Bützflethersand bereitzustellen. Voraussetzung ist, dass sich auch die Hansestadt Stade mindestens in gleicher Höhe beteiligt. Gleich mehrere Fraktionen hatten beantragt, die Summe als Co-Finanzierung für den Neubau des Industriegleises, das parallel zur Autobahn 26 verlaufen soll, bereitzustellen.
Mit dem neuen Gleis soll die Verkehrsanbindung des Industriegebiets und des Seehafens verbessert werden. Nach Auffassung des Kreistages profitieren davon Unternehmen, Beschäftigte und Kommunen gleichermaßen. Das Industriegebiet und der Seehafen hätten eine überregionale Bedeutung und seien wichtige Faktoren für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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