Veranstaltung am Volkstrauertag
Stader Goldap-Museum: Vortrag über berührende Frauen-Schicksale
- Die Museumsleiter Annelies und Gerhard Trucewitz im Goldap-Museum, das sie ehrenamtlich betreuen
- Foto: Landkreis Stade / Daniel Beneke
- hochgeladen von Jörg Dammann
Anlässlich des Volkstrauertages lädt das Patenschaftsmuseum Goldap in Ostpreußen zu einem Sonntagstreff ein. Die Veranstaltung mit dem Titel „Flucht – Vertreibung – Frauenschicksale“ findet am Sonntag, 16. November, um 15 Uhr im Museum an der Harsefelder Straße in Stade statt.
80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs widmet sich Referentin Vera Thiel dem Thema Flucht und Vertreibung. Dabei richtet sie ein besonderes Augenmerk auf die Schicksale von Frauen. Im Fokus stehen die Lebensgeschichten von drei Frauen mit ganz unterschiedlichen Biografien.
Anhand von Fluchtberichten, Zeitzeugeninterviews und historischen Dokumenten zeichnet Vera Thiel ein eindringliches Bild dieser bewegenden Frauenschicksale. Die pensionierte Lehrerin aus Stade, selbst Kind von Ostpreußen-Flüchtlingen, bringt viel Wissen und Einfühlungsvermögen mit. Dies vermittelt sie den Besucherinnen und Besuchern in ihren Vorträgen auf ihre ganz eigene, lockere Weise.
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldungen wird gebeten bei den Museumsleitern Annelies und Gerhard Trucewitz (Telefon 04142 - 3552, E-Mail: museum@goldap.de).
Über das Museum
Das Patenschaftsmuseum „Goldap in Ostpreußen“ zeigt eine umfangreiche Sammlung zur 400-jährigen Geschichte, sowie zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben im Kreis Goldap bis 1945. Die erweiterte Ausstellung „Goldap und Stade nach 1945“ dokumentiert die Beziehungen zwischen Polen und Deutschland in der Nachkriegszeit bis zum Beitritt Polens zur EU am Beispiel von Goldap und Stade. Die Bibliothek mit Schwerpunkt Ostpreußen und deutsche Geschichte ist eine Freihandbibliothek. Familienforscher finden umfangreiche Fachliteratur. Zeitzeugenberichte sind auf Video zu sehen. Träger des Museums an der Harsefelder Straße in Stade sind der Landkreis Stade und die Kreisgemeinschaft Goldap.
Über die Patenschaft
Der Landkreis Stade hat 1952 die Patenschaft für den ostpreußischen Landkreis Goldap übernommen. Dieser bestand von 1818 bis 1945. Viele Menschen aus dem Kreis Goldap hatten nach schrecklichen Kriegsjahren im Landkreis Stade eine neue Heimat gefunden. Mitten in der Stader Innenstadt standen einst Baracken, in denen die Vertriebenen aus Goldap aufgenommen wurden.
Weitere Informationen gibt es im Internet: www.goldap.de.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
|
| Webseite von Jörg Dammann | |
| Jörg Dammann auf Facebook | |
| Jörg Dammann auf Instagram | |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.