Landkreis Stade
SHK-Innung erhebt ihren talentierten Nachwuchs in den Gesellenstand
- In kleinen Gruppen wurden die jungen Anlagenmechaniker freigesprochen Fotos: kkk/Die Medienfrau
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wd/kkk. 30 neue Gesellen und Gesellinnen als Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik: Mit großer Freude und Stolz auf den Nachwuchs hat Obermeister Jens Schröter die jungen Handwerker kürzlich im Technologiezentrum des Handwerks (TZH) Stade freigesprochen. In kleinen Runden bekamen die Prüflinge ihren Gesellenbrief, ihr Abschlusszeugnis und Glückwünsche überreicht. „Corona-bedingt ist es erneut eine andere Freisprechung, als wir sie von früher kennen, dennoch schmälert das nicht euren Erfolg“, so Jens Schröter, der glücklich darüber ist, dass nahezu alle Prüflinge bestanden haben. Nur ein Prüfling habe wegen einer Corona-Infektion abbrechen müssen und werde einen neuen Anlauf starten.
Anlagenmechaniker seien Fachkräfte par excellence, so der Obermeister. Gleichwohl sei die Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik die wohl am meisten unterschätzte im Handwerk. "Viele Azubis, die die Komplexität und das breite Spektrum des Berufsbildes in der 3,5-jährigen Ausbildung kennen lernen, kommen an ihre Grenzen“, weiß auch Lehrlingswart Frank Beinl. Dieser Beruf stehe ganz besonders im Zeichen des Wandels und Flexibilität. Wissen müsse ständig erneuert und ausgeweitet werden. Das wird von Prüfling Annika Matthiessen (23) aus Hollern-Twielenfleth bestätigt. Sie sei nach dem Abitur auf der Suche nach einer leichten Ausbildung gewesen und habe nun eine besonders anspruchsvolle Lehre absolviert, die sie im schulischen Bereich mit der Note 1,4 abgeschlossen hat. "Heute weiß ich aber, dass ich die Ausbildung deutlich unterschätzt habe", gibt sie zu. "Die Inhalte sind sehr komplex und vielseitig“. Die junge Handwerkerin, die im Innungsfachbetrieb Heinz Hermann Müller Haustechnik GmbH in Oldendorf gelernt hat, schätzt auch die Teamarbeit im Handwerk. "Mit den Kollegen einen Kundenauftrag zu meistern, ist ein sehr gutes Gefühl. Man hat etwas Sinnvolles gemacht, sieht den Fortschritt.“
Innungsbester ist Jan-Luca Oehlers (19) aus Drochtersen, der im Innungsfachbetrieb Jan Baumgartner in Drochtersen gelernt hat. Er plant, den Meister machen und eventuell auch ein Ingenieursstudium zu absolvieren. Von seiner Ausbildung sei ihm eine Großanlage besonders im Gedächtnis geblieben, die er gemeinsam mit seinen Kollegen installiert habe: „Die Komplexität und die Dimension – das war schon beeindruckend und toll kennenzulernen“, sagt er. Infos zur Innung: www.shk-innung-stade.de
Energiewende: Nicht ohne uns!
(wd/kkk).Ohne die Kompetenz der Anlagenmechaniker seien viele Innovationen und auch die Energiewende kaum möglich. Darauf weist der Prüfungsvorsitzende und Altgeselle Lars Decker im Rahmen der Freisprechung hin. Ohne Handschlag, aber mit viel Stolz hob er die die jungen Handwerker in ihren Gesellenstand: „Ohne uns läuft nichts und ohne uns wird auch in Zukunft nichts laufen“, so Decker.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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