"Eine Alibi-Veranstaltung" - Grüne nehmen nicht an der Aktion "Stadtradeln" teil

Findet deutliche Worte: Eike-Christian Harden
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  • Foto: archiv Lars Wirnhier
  • hochgeladen von Thomas Lipinski

thl. Winsen. Die Winsener Grünen nehmen 2017 - anders als in den vergangenen Jahren - nicht an der Aktion "Stadtradeln" teil. "Das Stadtradeln ist eine reine Alibiveranstaltung der Stadt", sagt Eike-Christian Harden, Sprecher des Ortsverbands. "Das Ziel der Aktion soll sein, Autofahrer davon zu überzeugen, aufs Fahrrad umzusteigen. Als politische Partei kümmern wir uns lieber darum, die Rahmenbedingungen fürs Radfahren zu verbessern. Wenn das nur im Schneckentempo vorankommt oder ganz ausgebremst wird, läuft diese Aktion einfach ins Leere."
Als ein Ärgernis nennen die Grünen das weitgehend leer stehende Fahrradparkhaus am Bahnhof. Zur Zeit sei der Nutzerkreis auf HVV-Dauerkarteninhaber beschränkt, andere Radler könnten es nicht nutzen.
"Es fehlen aber nicht nur sichere Abstellgelegenheiten, sondern die gesamte Infrastruktur ist mangelhaft", so Harden weiter. "Wer schon einmal am Abend vor einem Müllabholtermin versucht hat, auf einem Radweg zu fahren, kennt das: Der Weg ist zugestellt, auf den Fußweg darf und möchte man nicht ausweichen und auf die Straße traut man sich nicht, weil Autos drängeln oder gefährlich überholen." Wichtig wäre, bei der Verkehrsplanung alle Gruppen einzubeziehen, statt Radfahrer und Fugänger auszusperren.

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