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Grünes Licht für Mega-Baugebiet in Winsen

Auf dem Areal haben bereits einige Vorarbeiten begonnen   Foto: thl
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"Am Luhe Deich" darf von 3,2 auf 5,5 Hektar wachsen / Bürger äußerten ihre Bedenken

thl. Winsen. Grünes Licht für das Mega-Baugebiet "Am Luhe Deich". Der Verwaltungsausschuss ist einer einstimmigen Empfehlung des Planungsausschusses gefolgt und hat die Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen. Demgemäß sind jetzt die Plangrenzen im Laufe der Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplanes und zur Änderung des Flächennutzungsplanes angepasst worden. Somit kann das Baugebiet auf dem ehemaligen Bruno-Franz-Areal jetzt rund 5,5 Hektar statt wie bisher etwa 3,2 Hektar groß werden.
Im Planungsausschuss hatten Anwohner des Areals zuvor noch ihrem Unmut über die Planung Luft gemacht. Sie bemängelten eine fehlende Bürgerbeteiligung, die Größe des Baugebietes allgemein, den zunehmenden Verkehr auf der Hoopter Straße und den reduzierten Schutzabstand zum Deich. Ihr Argument: Als sie ihre Häuser im benachbarten Brackweg bauten, mussten sie auch einen Mindestabstand von 50 Metern zum Deich einhalten. Im neuen Baugebiet soll dieser Abstand auf 25 Meter reduziert werden (das WOCHENBLATT berichtete). Ihr Vorwurf: "Offenbar scheint die Stadt kein Interesse an den Ideen und Besorgnissen der Bürger zu haben."
Dem widersprach Stadtplaner Harald Horster energisch: "Wir haben viele Anregungen der Bürger mit aufgenommen und in die Planung einfließen lassen." Zudem sei der Deichabstand von 25 Metern keine Besonderheit, weil es diesen an mehreren Stellen am Stöckter Deich gebe. "Es gibt entlang des Deiches verschiedene Bebauungspläne, die aber alle mit dem Landkreis Harburg als Deichbehörde abgestimmt sind", so Horster. Auch der befürchteten Zunahme des Autoverkehrs auf der Hoopter Straße erteilte er eine Absage: "Gutachten gehen davon aus, dass aus dem Baugebiet rund 700 Kfz-Bewegungen am Tag entstehen. Das ist für die Hoopter Straße unerheblich."
Dr. Erhard Schäfer (Gruppe Grüne/Linke) wies darauf hin, dass man sich derzeit nur mit dem Flächennutzungsplan beschäftige. "Der eigentliche Bebauungsplan kommt später. Und da wird es noch viel zu diskutieren geben. Da sind wir noch lange nicht am Ende", wandte er sich an die Bürger und machte deutlich, dass er ihre Argumente nachvollziehen kann. Auch CDU-Ratsherr Philipp Meyn war "dankbar, dass die Bürger jetzt schon Anregungen vortragen". Und Nino Ruschmeyer (Gruppe FDP) bemängelte, dass der Flächennutzungsplan nicht komplett überarbeitet wird. "Die letzte Gesamtansicht gab es 2002. Seitdem wurde der Plan immer nur für einzelne Baugebiete geändert", so der Liberale. Seine Gruppe werde für 2021 eine Gesamtbearbeitung beantragen, da ansonsten die "Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung verschwimmen".

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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