Mentoring-Programm
Mehr Frauen in die Parlamente

Das Programm „Frau.Macht.Demokratie“ wird unterstützt von den Gleichstellungsbeauftragten (v. li.): Andrea Schrag (Landkreis Harburg), Astrid Warburg-Manthey (Salzhausen), Ulrike Glüer (Neu Wulmstorf), Nikola Laudien (Stelle) und Gerlinde Jörg (Jesteburg)
  • Das Programm „Frau.Macht.Demokratie“ wird unterstützt von den Gleichstellungsbeauftragten (v. li.): Andrea Schrag (Landkreis Harburg), Astrid Warburg-Manthey (Salzhausen), Ulrike Glüer (Neu Wulmstorf), Nikola Laudien (Stelle) und Gerlinde Jörg (Jesteburg)
  • Foto: Landkreis Harburg
  • hochgeladen von Bianca Marquardt

(bim/nw). Frauen haben in der Politik nach wie vor eher Seltenheitswert: Nur knapp 31 Prozent beträgt der Frauenanteil im Bundestag, in kommunalen Parlamenten liegt er noch deutlich darunter. Nur etwa ein Viertel aller Abgeordneten in den niedersächsischen Rathäusern ist weiblich, im Kreistag des Landkreises Harburg liegt der Anteil bei fast 30 Prozent. Das soll sich zur Kommunalwahl 2021 ändern, findet Andrea Schrag, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Harburg. Zusammen mit ihren Kolleginnen in den Kommunen beteiligt sie sich am Mentoring-Programm unter dem Titel „Frau.Macht.Demokratie“, das das niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung startet, um mehr Frauen für politische Ämter zu gewinnen.
Unterstützt wird das Programm von Landrat Rainer Rempe. „Ich wünsche mir, dass sich mehr Frauen in der Politik engagieren und damit der Frauenanteil erheblich erhöht wird“, sagt er.
Seit 100 Jahren dürfen Frauen wählen und vor allem auch gewählt werden. Doch nur wenige machen davon Gebrauch. „Frauen engagieren sich vielfältig, aber in der Politik haben wir großen Nachholbedarf“, bedauert Andrea Schrag.
Das Mentoring-Programm soll Frauen in ganz Niedersachsen die Gelegenheit geben, Kommunalpolitik kennenzulernen. Dafür können sich Frauen bewerben, gleichzeitig sind erfahrene Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker aufgerufen, als Mentoren aktiv zu sein, ihre Erfahrungen weiterzugeben und die Neueinsteigerinnen auf dem Weg zur Kandidatur zu unterstützen. Die Neueinsteigerinnen lernen so den Alltag in den Parlamenten und die Gremienarbeit kennen und bekommen Zugang zu wichtigen Netzwerken. Auch kann eine Kandidatur der interessierten Frauen geplant werden.
„Mehr Frauen in den Parteien und den Parlamenten können die Debatten- und Entscheidungskultur positiv voranbringen“, betont Ulrike Glüer, Gleichstellungsbeauftragte aus Neu Wulmstorf. „Wir müssen Frauen deshalb darin bestärken, Präsenz zu zeigen und deutlich zu machen, dass Politik keine Männersache ist“, so Birthe Gutjahr, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Winsen. „Weiteres Ziel des Mentoring-Programms ist es, dass auch die Politik ihre Strukturen überdenkt und sich fragt, was geändert werden muss, damit sich Frauen engagieren“, sagt Nikola Laudien, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Stelle.
Das Mentoring-Programm läuft über ein Jahr, beginnend mit einer Auftaktveranstaltung in Hannover am 30. August. • Informationen, auch zum Bewerbungsverfahren, gibt es unter www.landkreis-harburg.de/frau-macht-demokratie und bei Andrea Schrag, E-Mail a.schrag@lkharburg.de. Eine Informationsveranstaltung findet am Dienstag, 11. Juni, um 15 Uhr im Winsener Kreishaus, Schlossplatz 6, statt.

Weiblicher Anteil in Kommunen

Der Anteil der weiblichen Abgeordneten im Landkreis Harburg beträgt im:
Kreistag: 29 Prozent,
in den Kommunen insgesamt: 23,4 Prozent sowie in der
Stadt Buchholz: 23,7 Prozent,
Stadt Winsen: 18,4 Prozent,
Gemeinde Seevetal: 25 Prozent,
Gemeinde Neu Wulmstorf: 30,3 Prozent,
Samtgemeinde Tostedt: 25,7 Prozent,
Samtgemeinde Elbmarsch: 12,9 Prozent,
Samtgemeinde Salzhausen: 19,4 Prozent,
Samtgemeinde Rosengarten: 20 Prozent,
Samtgemeinde Stelle: 30,8 Prozent,
Samtgemeinde Hanstedt: 26,7 Prozent,
Samtgemeinde Hollenstedt: 14,3 Prozent,
Samtgemeinde Jesteburg: 34,5 Prozent.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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