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"Vorbildliche Integration in Dorfgemeinschaft": Wohnheim Wennerstorf feierte zehnjähriges Jubiläum

Jubilare und Gratulanten (v. li.): Klaus-Wilfried Kienert, Andreas Sommer, Anette Randt, Mechthild Ross-Luttmann, Stefan Zimmermann, Finn Schultner, Svenja Quitschau, Heiner Schönecke, Giesela und Prof. Dr. Rolf Wiese sowie Carina Meyer
ce. Wennerstorf. "Ich freue mich riesig, dass ich wieder hier sein darf. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Einweihung, und seitdem ist hier etwas Großartiges geschaffen worden." Das betonte Mechthild Ross-Luttmann, ehemalige niedersächsische Sozialministerin, am Sonntag bei der Feier zum zehnjährigen Jubiläum des Wohnheims Wennerstorf. Ross-Luttmann hatte die Einrichtung während ihrer Amtszeit 2008 mit aus der Taufe gehoben.
Im Wohnheim leben 13 Menschen mit Behinderungen unter familienähnlichen Bedingungen direkt im Dorf. Für die Männer und Frauen wurde eine harmonische Gemeinschaft geschaffen, in der jeder Bewohner seine Fähigkeiten weiter entwickeln kann. Je nach ihren persönlichen Möglichkeiten arbeiten die Männer und Frauen auf dem nahegelegenen Museumsbauernhof Wennerstorf, im Freilichtmuseum am Ehestorfer Kiekeberg oder in Werkstätten der Lebenshilfe Harburg-Lüneburg. Außerdem gibt es für sie ein vielfältiges Freizeitangebot. Betreut werden die Behinderten von speziell ausgebildeten Mitarbeitern. Svenja Quitschau und Finn Schultner wohnen als Heimeltern direkt im Haus. Träger des Wohnheimes ist die Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg.
"Es ist schon etwas Besonderes, dass eine Museums-Stiftung solch ein Haus errichtet", richtete Mechthild Ross-Luttmann ihre Anerkennung und ihren Dank an den Stiftungsratsvorsitzenden Klaus-Wilfried Kienert. Ein großes Dankeschön richtete Ross-Luttmann auch an die übrigen anwesenden Betreiber und Förderer des Wohnheims: Heiner Schönecke, Vorstandsvorsitzende des Kiekeberg-Fördervereins, Kiekeberg-Museumsdirektor Stefan Zimmermann und die kaufmännische Geschäftsführerin Carina Meyer, Giesela und Prof. Dr. Rolf Wiese von der GiRoWi-Stiftung, Andreas Sommer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Harburg-Buxtehude, und Vize-Landrätin Anette Randt. "Hier gelingt die Integration von Menschen mit Behinderungen in die Dorfgemeinschaft in vorbildlicher Weise", waren sich alle Beteiligten einig.
Heiner Schönecke erinnerte daran, dass man den Start des Wohnheims vor zehn Jahren auch dem Engagement der damaligen Bundessozialministerin Ursula von der Leyen zu verdanken gehabt habe, die "Feuer und Flamme für das Projekt" gewesen sei. Gleiches habe für WOCHENBLATT-Verleger Martin Schrader und die Sparkasse Harburg-Buxtehude gegolten, die dem Vorhaben "äußerst großzügige Starthilfe" gegeben hätten. "Es wäre wünschenswert, dass diese hervorragende Einrichtung bundesweit Nachahmer findet", verlieh schließlich Klaus-Wilfried Kienert seiner Hoffnung Ausdruck.
Den musikalischen Rahmen des Jubiläumsfestes gestaltete mit flotten Pop-Rhythmen die Bockum-Band des SOS-Hofes in Rehlingen (Landkreis Lüneburg).