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1. Hanstedter Energietag
Ein Marktplatz voller Energie

Die Veranstalterinnen Miriam Potyka, Klimaschutzbeauftragte der Samtgemeinde Hanstedt (li.) und Prof. Dr. Heinke Schlünzen, Klimawandel-Hanstedt-aktiv | Foto: Samtgemeinde Hanstedt
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  • Die Veranstalterinnen Miriam Potyka, Klimaschutzbeauftragte der Samtgemeinde Hanstedt (li.) und Prof. Dr. Heinke Schlünzen, Klimawandel-Hanstedt-aktiv
  • Foto: Samtgemeinde Hanstedt
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Der erste Hanstedter Energietag bringt regionale Unternehmen, Energieexperten und Bürger zusammen. Auf dem Marktplatz und im Alten Geidenhof in Hanstedt dreht sich am Samstag, 9. Mai, 11 bis 16 Uhr, alles um nachhaltige Energielösungen, moderne Heiztechnik, Strom vom eigenen Dach und Fördermöglichkeiten.

Viele Fragen stehen im Raum, und sie wirken längst nicht mehr theoretisch. Wer heute durch ein Wohngebiet geht, sieht viele Häuser, die schon einige Jahrzehnte alt sind. Genau in diesen Gebäuden stellt sich jetzt die Frage nach neuer Heiztechnik und moderner Energieversorgung. Genau dort beginnt die Diskussion. Wie bleibt Wärme bezahlbar, wenn Energiepreise schwanken? Welche Technik passt zu bestehenden Gebäuden? Und wie lässt sich die eigene Versorgung so aufstellen, dass sie langfristig verlässlich bleibt?

Die Samtgemeinde Hanstedt greift diese Unsicherheiten auf und bringt sie auf den Marktplatz. Statt abstrakter Debatten gibt es Gespräche auf Augenhöhe. Besucher können direkt nachfragen, vergleichen und sich ein eigenes Bild machen. Kleinere Veranstaltungsformate hatten in den vergangenen Jahren bereits gezeigt, dass der Bedarf groß ist. Gerade weil sie nicht in der Stadt stattfanden, sondern vor Ort, nah am Alltag der Menschen.

Rund 20 Unternehmen aus der Region nutzen den Energietag, um ihre Lösungen vorzustellen. Betriebe aus der Samtgemeinde Hanstedt, Buchholz, Winsen, Lüneburg, Schneverdingen und Rotenburg sind vertreten. Die Bandbreite reicht vom Dachdeckermeister über den Heizungsbauer bis zum Spezialisten für Energiesysteme. Ergänzt wird das Angebot durch die Fördermittelberatung der Verbraucherzentrale Niedersachsen, die Orientierung im Förderdschungel bietet.

Zwischen den Ständen entstehen Gespräche, die oft konkreter sind als jede Broschüre. Dabei zeigt sich schnell, dass es keine Lösung von der Stange gibt. Ob sich eine Photovoltaikanlage lohnt oder welche Heizung passt, hängt immer vom Gebäude, vom Verbrauch und von den persönlichen Plänen ab. Ein kurzer Austausch kann klären, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und welche Optionen sinnvoll sind. Genau diese direkte Verbindung zwischen Fachleuten und Bürgern ist der Kern der Veranstaltung.

Eröffnet wird der Energietag um 11 Uhr von Samtgemeindebürgermeister Olaf Muus. „Wir sind stolz auf die Anzahl und Vielfalt der Unternehmen, die sich hier präsentieren wollen. Viele Menschen stehen vor wichtigen Entscheidungen zur Sanierung ihrer Objekte sodass es von solchen Veranstaltungen nicht genug geben kann“, sagt Muus.

Im Alten Geidenhof läuft parallel ein Vortragsprogramm, das die Themen vertieft. Eine Professorin für Meteorologie ordnet klimatische Entwicklungen ein, ein Energieberater der Verbraucherzentrale erklärt praktische Schritte für Hausbesitzer, und ein Experte des EnergieBauZentrums Hamburg gibt Einblicke in technische Lösungen. Wer sich einen Überblick verschaffen will, findet hier gebündeltes Wissen an einem Ort.

Ein weiterer Programmpunkt richtet sich an alle, die sich stärker einbringen möchten. Um 14.30 Uhr startet die erste Sitzung des Energieforums der Samtgemeinde Hanstedt. Das Forum ist aus dem Wunsch entstanden, die kommunale Wärmeplanung transparenter zu machen und gemeinsam zu gestalten. Unternehmer, Experten und interessierte Bürger sind eingeladen, ihre Perspektiven einzubringen.

„Wir wollen besprechen, was ein solches Forum den Beteiligten bieten muss und wie es bestmöglich zur Weiterentwicklung unserer Wärmeversorgung beitragen kann“, sagt Miriam Potyka, Klimaschutzbeauftragte der Samtgemeinde Hanstedt.

Der Energietag versteht sich damit nicht nur als Messe, sondern auch als Treffpunkt. Zwischen Vorträgen, Ausstellungsständen und Gesprächen bleibt Raum für eine Pause mit Kaffee oder einem Imbiss. Der Marktplatz selbst wird zum Ort, an dem Energiefragen ganz nebenbei diskutiert werden.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und ohne Anmeldung zugänglich. Die Samtgemeinde Hanstedt setzt darauf, dass viele Bürger die Gelegenheit nutzen, sich zu informieren und ins Gespräch zu kommen.

Heizen ohne Gas und Öl

Viele Hausbesitzer stehen aktuell vor der Frage, wie sie ihre Heizung zukunftssicher aufstellen können. Beim Hanstedter Energietag zeigt das Unternehmen heimWatt, welche Möglichkeiten es für bestehende Gebäude gibt und warum die Wärmepumpe dabei eine zentrale Rolle spielt.
Am Samstag, 9. Mai, ist heimWatt auf dem Marktplatz in Hanstedt vertreten und berät Besucher zwischen 11 und 16 Uhr zu individuellen Lösungen rund ums Heizen, Strom und Energiemanagement. Im Mittelpunkt steht dabei ein Thema, das viele Eigentümer beschäftigt. Funktioniert eine Wärmepumpe auch im älteren Haus?
Die Antwort aus der Praxis fällt deutlich aus. In den meisten Fällen ist der Einsatz möglich. Mehr als 90 Prozent der Kunden von heimWatt leben in Bestandsgebäuden und nutzen bereits eine Wärmepumpe. Vom klassischen Einfamilienhaus bis zum modernisierten Altbau reicht die Bandbreite der Projekte.
Der Blick auf die Energiepreise verstärkt das Interesse zusätzlich. Wer mit Gas oder Öl heizt, ist von Entwicklungen abhängig, die sich kaum beeinflussen lassen. Politische Entscheidungen, internationale Krisen und schwankende Märkte wirken sich direkt auf die Kosten aus. Genau hier setzt die Wärmepumpe an. Sie nutzt Strom und macht damit unabhängiger von fossilen Brennstoffen.
Ein entscheidender Punkt ist die Planung. Jedes Gebäude bringt eigene Voraussetzungen mit. Dämmung, Heizkörper, Verbrauch und Nutzung spielen eine Rolle. Deshalb setzt heimWatt auf eine individuelle Analyse statt auf pauschale Lösungen. Von der Berechnung des Wärmebedarfs über die technische Planung bis zur Abstimmung mit dem Netzbetreiber begleitet das Unternehmen den gesamten Prozess.
Auch die finanziellen Rahmenbedingungen haben sich verändert. Für den Austausch alter Heizungen stehen derzeit umfangreiche Fördermittel zur Verfügung. Ein großer Teil der Investitionskosten kann abgedeckt werden, was den Umstieg deutlich attraktiver macht. Gleichzeitig sorgt die Kombination mit Photovoltaik für zusätzliche Einsparpotenziale.
Wird die Wärmepumpe mit einer Solaranlage und einem intelligenten Energiemanagement verbunden, lässt sich ein Teil des benötigten Stroms direkt auf dem eigenen Dach erzeugen. In Verbindung mit dynamischen Stromtarifen können so deutlich niedrigere Energiekosten erreicht werden.
Vor Ort stehen die heimWatt-Experten Frank Kohlrenken und Olaf Grothe für Gespräche bereit. Sie beantworten Fragen, geben Einschätzungen zu konkreten Gebäuden und zeigen, welche Schritte für eine Umstellung notwendig sind.
„Wer heute auf eine Wärmepumpe umsteigt, macht sich unabhängiger von politischen Entwicklungen und schwankenden Energiepreisen“, sagt Frank Kohlrenken. „Gerade im Bestandsgebäude ist eine saubere Planung entscheidend.“
Der Hanstedter Energietag bietet damit die Gelegenheit, sich nicht nur allgemein zu informieren, sondern konkrete Lösungen für das eigene Zuhause zu prüfen.

Die Veranstalterinnen Miriam Potyka, Klimaschutzbeauftragte der Samtgemeinde Hanstedt (li.) und Prof. Dr. Heinke Schlünzen, Klimawandel-Hanstedt-aktiv | Foto: Samtgemeinde Hanstedt
Für Flachdächer wie hier auf der Garage gibt es ebenfalls Lösungen, Photovoltaik-Elemente zu bauen | Foto: aw
Dieses Dach wurde komplett genutzt, um das Haus möglichst autark mit Sonnenenergie zu versorgen | Foto: aw
Redakteur:

Anika Werner aus Winsen

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