Feuer in Ahrenswohlde: Schweinestall brannte lichterloh / Borstenviecher haben "Schwein gehabt"

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jd. Ahrenswohlde. Rund 200 Schweine haben buchstäblich "Schwein gehabt": Den Borstenviechern brannte am Dienstagabend bei einem Großfeuer auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Ahrenswohlde das Dach über dem Kopf ab. Glücklicherweise verhinderte eine dicke Betondecke, dass sich die Flammen nach unten durchfraßen. Die Tiere wurden unversehrt geborgen. Auch Menschen kamen nicht zu Schaden.
Sieben Ortswehren waren am Dienstag kurz vor 20 Uhr alarmiert worden. Als die Retter eintrafen, stand das Dachgebälk des Schweinestalls bereits lichterloh in Flammen. Durch die Hitze zerbarsten die Eternitplatten auf dem Dach. Es knallte unaufhörlich. Die Bruchstücke flogen den Feuerwehrleuten regelrecht um die Ohren.
Bei Ausbruch des Brandes hielt sich die 16-jährige Tochter der Hofeigentümer im Wohnhaus auf. Der 47-jährige Landwirt selbst befand sich zu diesem Zeitpunkt noch auf dem Feld, auch seine Frau war nicht zu Hause. Nachbarn wurden durch die lauten Knallgeräusche sowie die Rauchschwaden auf das Feuer aufmerksam und riefen die Feuerwehr. Einige Anwohner versuchten sofort, die Schweine aus dem Stall zu scheuchen. "Ich bekam aber nur ein paar Schweine heraus", berichtete einer der Männer: "Die meisten Tiere liefen immer wieder zurück in den Stall." Mehrere Borstenviecher trieb die Neugier nach draußen: Sie wuselten neugierig grunzend zwischen den Schläuchen herum.

Feuerwehr verhinderte Übergreifen der Flammen auf Wohnhaus

Vor Ort waren rund 150 Feuerwehrleute. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass das Feuer nicht auf das wenige Meter entfernte Wohnhaus oder die benachbarte Kartoffelscheune übergriff. Sie versprühten unaufhörlich Wasser auf die angrenzenden Gebäude, um Mauerwerk und Dächer feucht zu halten. Sicherheitshalber wurde die Drehleiter aus Buxtehude angefordert.
Erst als die Flammen weitgehend erstickt waren, begaben sich mit schweren Atemschutz ausgerüstete Trupps in den verqualmten Stall. Zur Überraschung der Feuerwehrmänner waren die dort verbliebenen Schweine wohlauf. Sie wurden in einen benachbarten Schuppen getrieben. Den Umzug nahmen die Borstenviecher erstaunlich gelassen und neugierig grunzend hin. Später nahm sie ein Tierarzt in Augenschein.
Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen der Polizei auf rund 500.000 Euro. Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Vermutlich ist von einem technischen Defekt auszugehen. Im oberen Stockwerk des Stalls war die gesamte Hof- und Futtertechnik installiert. Daher die hohe Schadenssumme.

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