Ärztin drohte mit dem Tod des Sohnes
Seniorin lässt Betrügerin mit neuer Enkeltrick-Variante abblitzen

"Mit mir nicht!" Ursula S. lässt sich nicht auf ominöse Anrufer ein | Foto: jab
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Starker Gasaustritt in Horneburg
Gasleitung bei Bauarbeiten beschädigt

Bei Bauarbeiten vor einem Mehrfamilienhaus in Horneburg wurde am heutigen Montagmittag eine Gasleitung beschädigt. Gegen 13 Uhr wurden die Feuerwehren der Samtgemeinde Horneburg sowie der Führungsdienst Umwelt der Kreisfeuerwehr alarmiert. Die Einsatzkräfte richteten rund um die betroffene Stelle einen Sicherheitsbereich ein und bereiteten vorsorglich den Brandschutz vor. Wegen des starken Gasaustritts wurde zusätzlich die Kreisfeuerwehreinheit „Messen und Spüren“ angefordert. Sie kontrollierte...

Blaulicht

Jesteburg
Bekiffter Fahrer ohne Führerschein kracht frontal mit anderem Pkw zusammen

Zu einem Frontalzusammenstoß zwischen zwei Autos im Bereich der Straße Allerbeeksring in Jesteburg kam es am Dienstag gegen 15.50 Uhr . Dabei wurde eine Person leicht verletzt, beide Autos waren nicht mehr fahrbereit. Den Schaden schätzt die Polizei auf etwa 28.000 Euro. Der 45-jährige Fahrer eines Citroen fuhr im Allerbeeksring auf der linken Fahrspur, um an den dort parkenden Fahrzeugen vorbeifahren zu können. Dabei übersah er jedoch ein entgegenkommendes Auto, und es kam zu dem...

Blaulicht
 Beide Züge der Stader Feuerwehr waren im Einsatz | Foto: Stefan Braun / FFW Stade
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15-Tonner droht in Stade umzukippen
Feuerwehr räumt Spielplatz

Weil ein 15-Tonner am heutigen Montagvormittag in Stade umzukippen drohte, räumte die Feuerwehr vorsorglich einen nahe gelegenen Spielplatz. Der mit Reifen beladene war in der Altländerstraße vom befestigten Weg abgekommen und in Schräglage geraten.  Der Fahrer hatte mit dem Lastwagen eine Halle der Firma May & Olde umfahren wollen. Dabei rutschten die Räder auf der Fahrerseite vom gepflasterten Weg ab und sanken in den weichen Untergrund ein. Das Fahrzeug blieb anschließend in deutlicher...

Blaulicht

Buchholz
Polizei kann Altmetalldiebe stellen

Der Polizei ist es gelungen, zwei Altmetalldiebe zu stellen. Über den Geschäftsführer einer Firma in der Ritscherstraße in Buchholz wurde am Sonntag, 2. August 2026, gegen 6 Uhr mitgeteilt, dass er über eine Videoüberwachungsanlage derzeit zwei Personen erkennen würde, die sich unberechtigt auf dem Firmengelände aufhalten würden. Die sofort entsendeten Polizeibeamten konnten kurz darauf einen verdächtigen weißen Transporter auf der B75 feststellen und kontrollieren. Bei der anschließenden...

Blaulicht
Die Unfallstelle | Foto: Freiwillige Feuerwehr Hansestadt Buxtehude
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Unfall im Ellerbruchtunnel in Buxtehude
Zwei Personen leicht verletzt

Bei einem Verkehrsunfall im Ellerbruchtunnel in Buxtehude wurden am heutigen Montag zwei Menschen leicht verletzt. Zwei Autos kollidierten, der Sachschaden wird auf rund 55.000 Euro geschätzt. Der Tunnel war in Fahrtrichtung Süden etwa 45 Minuten voll gesperrt. Die Freiwillige Feuerwehr Buxtehude wurde um 13.58 Uhr zu dem Unfall alarmiert. Im Ellerbruchtunnel waren zwei Personenkraftwagen zusammengestoßen. Zwei Autos erheblich beschädigt Bei der Kollision erlitten zwei Personen leichte...

Blaulicht

Zeugensuch in Tostedt
Mann belästigt junge Frauen am Jugendzentrum

Mehrere junge Frauen, die auf einer Sitzbank vor dem Tostedter Jugendzentrum in der Dieckhofstraße saßen, wurden am Sonntag, 2. August 2026, gegen 20 Uhr von einem Mann sexuell belästigt. Der etwa 45- bis 50- jährige Mann soll die Jugendlichen angesprochen und zu sexuellen Handlungen aufgefordert haben. Nachdem diese das verneinten und drohten, die Polizei zu alarmieren, ging der Mann zunächst weiter in Richtung Himmelsweg. Dort entblößte der Mann dann sein Gesäß und sein Geschlechtsteil....

Blaulicht

Raser riskiert Menschenleben
Das ist Wahnsinn: Mit Tempo 113 statt 50 durch Brest gerast

Mehr als doppelt so schnell wie erlaubt: Ein Autofahrer ist am Montagabend mit 113 Stundenkilometern durch das Dörfchen Brest (Samtgemeinde Harsefeld) gerast. Erlaubt waren 50 km/h. Wer derart aufs Gaspedal tritt, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern nimmt schwerste Unfälle mit Verletzten oder Toten in Kauf. Andere europäische Länder reagieren auf solche Exzesse erheblich härter als Deutschland. Spitzenreiter bei der Geschwindigkeitskontrolle Drei Stunden lang kontrollierte der Landkreis...

Blaulicht
Die Ballenpresse ist komplett ausgebrannt | Foto: Rolf Hillyer-Funke/Feuerwehren SG Oldendorf-Himmelpforten
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Landwirte helfen der Feuerwehr
Getreidefeld bei Oldendorf steht in Flammen

Eine brennende Rundballenpresse hat am späten Montagnachmittag, 3. August, einen Flächenbrand bei Oldendorf ausgelöst. Feuerwehrkräfte und Landwirte verhinderten gemeinsam, dass die Flammen auf weitere Felder und Wiesen übergriffen. Feuer breitet sich auf Feld aus Bei Arbeiten auf einem Getreidefeld im Bereich Oldendorf-Siedlung geriet die landwirtschaftliche Maschine in Brand. Die Flammen griffen anschließend auf das umliegende Feld über. Um 17.17 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Oldendorf,...

Blaulicht
Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Mägdrescher bereits in Flammen | Foto: T. Esch / Feuerwehr Buxtehude
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Mähdrescher brennt lichterloh
Feuer auf einem Stoppelfeld bei Buxtehude

Schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Stunden hat im Landkreis Stade ein landwirtschaftliches Gerät auf einem Stoppelfeld gebrannt: Am Montagabend stand ein Mähdrescher an der K 73 bei Buxtehude-Immenbeck in Flammen. Die Feuerwehr verhinderte, dass sich das Feuer auf das Feld ausbreitete. Um 20.53 Uhr wurden der 1. Zug der Feuerwehr Buxtehude sowie die Ortsfeuerwehren Immenbeck und Ovelgönne/Ketzendorf alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte auf dem Feld zwischen Immenbeck und...

Blaulicht

Polizei sucht Zeugen
29-Jähriger bei Messerangriff in Stade schwer verletzt

Im Bürgerpark am Stader Bahnhof ist ein 29 Jahre alter Mann bei einer Auseinandersetzung schwer verletzt worden. Der mutmaßliche Täter flüchtete. Die Polizei Stade bittet Zeugen um Hinweise. Streit im Bürgerpark eskaliert Eine gewalttätige Auseinandersetzung am Samstagmorgen gegen 11.40 Uhr zwischen zwei jungen Männern in Stade im Bürgerpark am Bahnhof: Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei waren die beiden Männer aus Stade miteinander in Streit geraten. Im Verlauf der Auseinandersetzung...

jab. Samtgemeinde Harsefeld. Ursula S.* ist 88 Jahre alt, aber im Kopf noch topfit. Ein Glück für die Seniorin aus der Samtgemeinde Harsefeld. Denn vergangene Woche erhielt sie einen dramatischen Anruf, den sie dank ihres klaren Verstandes schnell als Betrug entlarvte. Sie sollte Opfer einer neuen Enkeltrick-Variante werden, vor der derzeit auch die Polizei Stade dringend warnt.

Es ist 10.30 Uhr am Freitag, als das Telefon von Ursula S.* (88) aus der Samtgemeinde Harsefeld klingelt. Es meldet sich eine Frau Dr. Stern aus dem Elbe Klinikum Stade - mit einer schrecklichen Nachricht. Ihr Sohn sei schwer an Corona erkrankt und liege im Sterben. Nur sie könne ihm jetzt noch helfen. Bei S. klingeln die Alarmglocken. Aber nicht, weil sie in Panik gerät, sondern weil sie spürt, dass an der Geschichte etwas faul ist.

Dramatische Schilderung soll Druck aufbauen

Frau Dr. Stern berichtete, dass ihr Sohn eingeflogen worden sei, dass er hohes Fieber habe, das nicht gesenkt werden könne, und dass er künstlich beatmet werden müsse. "Instinktiv wusste ich, dass hier etwas nicht stimmt. Also blieb ich cool", sagt die Senioren. Zur Erklärung: Schon seit Jahren hat S. keinen Kontakt mehr zu ihrem Sohn, der in Bayern lebt und verheiratet ist. Da sie nicht reagierte, wie die Anruferin es sich wohl wünschte, wurden die Schilderungen immer dramatischer. Irgendwann behauptete die Betrügerin, dass ihr Sohn nur noch kurze Zeit zu leben habe. Es gebe ein lebensrettendes Medikament, das in Deutschland erst Mitte des Monats zugelassen werden soll, aber dann sei es für ihn zu spät. Man könne das Medikament aber aus der Schweiz besorgen. Kosten: 6.000 Euro.

Seniorin lässt Anruferin abblitzen

Bei der Geldforderung sei ihr alles klar geworden, so S. Sie habe der Anruferin gesagt, dass ihr Sohn selbst in der Lage sei, das zu bezahlen. Außerdem sei er verheiratet, zur Not müsse seine Frau das übernehmen. Diesen Hinweis nahm die falsche Ärztin auf: Die Frau sei auch eingeflogen worden, werde psychologisch betreut und sei nicht ansprechbar. Da wurde es S. zu viel. Sie sei Rentnerin und habe kein Geld, sagte sie. Doch die Anruferin ließ nicht locker: "Wollen Sie ihren Sohn sterben lassen?", soll sie gefragt haben. Der Professor werde sich noch melden und ihr klar machen, welche Verantwortung sie jetzt habe. "Allerdings hat die Frau wohl gemerkt, dass hier nichts zu holen ist", sagt S. Denn sie habe prompt aufgelegt.

Sofort rief die Seniorin im Elbe Klinikum an und erkundigte sich nach Dr. Stern. Da es die aber dort nicht gab, erläuterte S. ihren Anruf. An der Information leitete man sie direkt zur Polizei weiter, wo die Beamten ihr mitteilten, dass es mehrere Anrufe in letzter Zeit gegeben habe und sie alles richtig gemacht habe.

Keine Chance für miese Betrüger: Ursula S. lässt sich nicht so einfach reinlegen | Foto: jab
  • Keine Chance für miese Betrüger: Ursula S. lässt sich nicht so einfach reinlegen
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"Im Nachhinein bin ich schockiert", sagt die Seniorin. Schon vor Monaten hatte eine Anruferin den Enkeltrick bei ihr versucht. Auch sie war kläglich gescheitert. "Das hier ist aber noch mal etwas ganz anderes." Was sie sehr verunsichert: Die Anrufer wussten, dass ihr Sohn nicht in der Nähe wohnt, sondern eingeflogen werden müsste. "Wie kann jemand mich so gut kennen, dass er das für ein Betrugsmanöver nutzen kann?", fragt sie sich immer wieder. Daher hat sie auch Kontakt zu ihrem Sohn aufgenommen, um ihn zu informieren - der im Übrigen putzmunter ist.

Immer die Polizei informieren

Mindestens zehn Senioren im Landkreis Stade riefen die Betrüger an und versuchten an das Ersparte der älteren Personen zu kommen. Statt als Enkel gaben sich die Anrufer als Ärzte der Elbe Kliniken Stade und Buxtehude aus. Angehörige seien schwer an Corona erkrankt. Um deren Leben zu retten, müsse der Angerufene Geld überweisen, damit das Medikament eingeflogen werden könne. Das solle zwischen 20.000 und 30.000 Euro kosten. Das Perfide: Die Betrüger nannten oft richtige Daten der Verwandten und machten ihre Behauptungen damit glaubwürdig. Polizeisprecher Rainer Bohmbach rät: "Gehen sie auf keinen Fall auf derartige Anrufe ein, sondern beenden sie die Gespräche und informieren sie die Polizei."

* Name der Redaktion bekannt

Betrug und Abzocke: Warum die dümmste Masche zieht
"Mit mir nicht!" Ursula S. lässt sich nicht auf ominöse Anrufer ein | Foto: jab
Keine Chance für miese Betrüger: Ursula S. lässt sich nicht so einfach reinlegen | Foto: jab
Redakteur:

Jaana Bollmann aus Stade

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