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WOCHENBLATT-Leserreporter werden:

Pläne liegen zur Einsicht aus
Bebauungsplan "Klecken, Hainbuch Ost" bringt Anwohner auf die Barrikaden

Dieses Stück Land zwischen Klecken und Neu-Eckel soll bebaut werden und entwickelt sich zum 
Zankapfel in der Gemeinde Rosengarten
  • Dieses Stück Land zwischen Klecken und Neu-Eckel soll bebaut werden und entwickelt sich zum
    Zankapfel in der Gemeinde Rosengarten
  • Foto: lm
  • hochgeladen von Lennart Möller

lm. Nenndorf. Es ist ein heiß diskutiertes Thema in der Gemeinde Rosengarten: der Bebauungsplan "Klecken, Hainbuch-Ost". Ab Freitag, 1. Oktober, liegt der Plan im Nenndorfer Rathaus zur Einsicht aus. Bis einschließlich 1. November können von der Öffentlichkeit Anregungen und Bedenken schriftlich vorgebracht werden. Entweder an die Bauabteilung der Gemeinde im Rathaus Nenndorf (Bremer Straße 42) oder per E-Mail an rathaus@gemeinde-rosengarten.de. Die Unterlagen können Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr, Donnerstag von 14 bis 18.15 Uhr und nach Vereinbarung eingesehen werden.

Zur Erinnerung: Der Bebauungsplan "Klecken, Hainbuch-Ost" hatte in der Vergangenheit für ordentlich Zündstoff gesorgt. Auf der Weidefläche am Hainbuchenweg zwischen dem Wald und der bestehenden Bebauung ist der Bau von acht bis neun Einfamilienhäusern geplant. Dagegen engagierte sich die "Bürgerinitiative für den Erhalt des Orts- und Landschaftsbildes von Neu-Eckel" (BI) und übergab Bürgermeister Dirk Seidler bei einer Sitzung des Bau- und Planungsausschusses im Dezember des vergangenen Jahres eine Petition mit 439 Unterschriften (das WOCHENBLATT berichtete)

Und auch jetzt, nach Bekanntgabe der Auslegung des Bebauungsplans, möchte die Bürgerinitiative noch einmal laut werden. "Es gibt so viel, was gegen eine Bebauung dieser Fläche spricht, wir verstehen das einfach nicht", erklärt Anwohner Mirko Kahlert. Zum einen wäre da laut der BI das regionale Raumordnungsprogramm des Landkreises Harburg. Darin ist unter dem Punkt "Wald und Forstwirtschaft" geregelt, wie nah der Abstand zum Waldrand bei der Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes sein darf. Dieser beträgt 35 Meter. Bei dem etwa 60 Meter schmalen Streifen könnte das dann ganz schön eng werden. "Das ist viel zu eng, das kann gar nicht funktionieren", ist sich Kahlert sicher.

Generell stellt sich für die Mitglieder der BI die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Vorhabens. "Was schaffen wir denn hier? Wir zerstören ein Biotop und erhalten dafür ein paar Wohneinheiten", erklärt Kahlert.
Sein Nachbar Guido Boyke hat ähnliche Ansichten: "Wenn wir diese Fläche hier schon bebauen, dann doch wenigstens mit etwas, das es noch nicht gibt", fordert er. Die Bebauung mit Einfamilienhäusern sehe er kritisch. Wohnungen für Senioren, die ihrem Heimatort verbunden bleiben wollen, wären für ihn eine sinnvolle Nutzung der Fläche.

Gemeindebürgermeister Dirk Seidler ruft zur Geduld auf. "Wir müssen jetzt erstmal die Auslegung des Bebauungsplanes und die kommenden Anmerkungen abwarten. Wenn dann rechtliche Hindernisse auftreten, dann wird der Plan auch nicht zu realisieren sein."

Auf der nächsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am kommenden Donnerstag, 30. September, steht der B-Plan zwar nicht auf der Tagesordnung, trotzdem möchte die BI auf der Sitzung Präsenz zeigen, kündigte Mirko Kahlert an.

Alle Texte zum Thema "Politik Rosengarten"
Autor:

Lennart Möller aus Rosengarten

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