Von Kinderrettung bis Küchenbrand
Gleich fünf Einsätze: Ausnahme-Tag für die Stader Feuerwehr
- Brände in Senioren- und Pflegeeinrichtungen sind eine große Herausforderung für Personal, Feuerwehr und Rettungsdienste
- Foto: Feuerwehr Stade
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Einen Tag wie aus dem Feuerwehr-Lehrbuch – oder besser: wie aus einer Blaulicht-Scripted-Reality-Serie – erlebte die Ortsfeuerwehr Stade am Mittwoch (14. Mai). Fünf Einsätze innerhalb weniger Stunden forderten die Ehrenamtlichen bis in den Abend hinein. Menschenrettung, Bootsunfall, Brand und sogar eine Überraschungsübung – für Langeweile blieb da keine Zeit.
Rettung vom Baum
Los ging’s am Vormittag mit einem kleinen Abenteurer: Ein 11-jähriger Junge hatte sich in einem unwegsamen Grüngelände auf einen Baum gewagt und klemmte sich dabei unglücklich das Bein in einer Astgabel ein. Die Feuerwehr schlug sich zu dem Jungen durch, beruhigte den kleinen Klettermaxe, befreite ihn vorsichtig – und übergab ihn zur Untersuchung an den Rettungsdienst. Ein echter Balanceakt auf engem Astwerk.
- Nach der erfolgreichen Übung: Die Feuerwehrleute und Beschäftigte der Senioreneinrichtung posieren für ein Gruppenbild
- Foto: Feuerwehr Stade
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Eingeklemmt im Segelboot
Mittags gab es den nächsten Alarm: Im Abbenflether Hafen wurde ein Mann unter einer verrutschten Bodenplatte auf einem Segelboot eingeklemmt. Dank der Ortsfeuerwehr Bützfleth und der Unterstützung des Zuges I aus Stade konnte er schnell befreit und versorgt werden.
Angebranntes Essen auf dem Herd
Am Abend sollten die beiden Züge der Stader Ortsfeuerwehr zu einer unangekündigten Alarmübung im Seniorenheim Katharinenhof starten. Die Nebelmaschine war bereit, der Finger schon fast am Alarmknopf – da kam ein echter Einsatz dazwischen: Küchenbrand in einer Asylunterkunft in Ottenbeck. Die Feuerwehr rückte sofort aus, der Brand – angebranntes Essen – war schnell gelöscht.
- Besondere Matratzen ermöglichen eine schnelle Rettung von bettlägerigen oder verletzten Personen, auch über Treppen
- Foto: Feuerwehr Stade
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Realistisches Szenario
Zurück im Katharinenhof wartete doch noch die geplante Übung – aber keiner der Feuerwehrleute wusste, dass es sich um keinen echten Einsatz handelte. Perfekte Bedingungen also für ein realistisches Szenario. "Verletzte" mussten gerettet werden, im Zimmer eines Bewohners wurde eine Brandbekämpfung unter Atemschutz simuliert und auch die Beschäftigten der Pflegeeinrichtung wurden in die Abläufe eingebunden. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Einsatzmöglichkeiten der beiden Drehleitern gelegt. Trotz Bäumen vor dem Gebäude konnten Personen vom Dach gerettet werden.
Zum Schluss noch eine Ölspur
Als wäre das nicht genug, erreichte die Feuerwehr noch ein fünfter Alarm: Eine große Ölspur auf der B73 musste beseitigt werden. Sofort verließen einige Fahrzeuge die Übungsstelle und machten sich auf den Weg – gemeinsam mit Kräften aus Wiepenkathen und der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten. Auch wenn die Ortsfeuerwehr Stade mit rund 500 Einsätzen im Jahr ganz gut gefordert ist, so sind fünf Einsätze an einem Tag auch für diese Einsatzkräfte, die wie alle anderen in den Feuerwehren des Landkreises ehrenamtlich tätig sind, nicht alltäglich.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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