Trunkenheitsfahrer machen sich strafbar
Polizei zieht im Landkreis Stade vier betrunkene Autofahrer aus dem Verkehr
- Ein Betrunkener muss den Polizisten am Lüheanleger die Autoschlüssel aushändigen (Symbolbild)
- Foto: KI-generiert
- hochgeladen von Jörg Dammann
Gleich mehrfach musste die Polizei am Wochenende im Landkreis Stade gegen alkoholisierte Autofahrer einschreiten. Vier Männer gerieten ins Visier der Beamten. Drei von ihnen standen mit mindestens 1,1 Promille am Steuer – und erfüllten damit bereits den Straftatbestand der Trunkenheit im Straßenverkehr. Ein weiterer Mann brachte es sogar auf drei Promille. Dass er nicht ebenfalls als Trunkenheitsfahrer angezeigt wurde, lag allein daran, dass ihn niemand beim Fahren beobachtet hatte.
Bereits ab 1,1 Promille gilt ein Autofahrer in Deutschland als absolut fahruntüchtig. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Betroffene noch meint, sicher fahren zu können oder äußerlich kaum Ausfallerscheinungen zeigt. Maßgeblich ist allein die festgestellte Blutalkoholkonzentration. Wer mit mindestens 1,1 Promille ein Kraftfahrzeug führt, begeht eine Straftat. Die Folgen sind erheblich: Neben einer Geldstrafe – sie beträgt in der Regel mindestens das Anderthalbfache eines monatlichen Nettoeinkommens – drohen drei Punkte in Flensburg sowie der Entzug der Fahrerlaubnis für mindestens neun Monate.
1,1 Promille: Kontrolle in Stade
In der Nacht zum Sonntag um 1.50 Uhr kontrollierten Beamte in der Stader Teichstraße einen 35-jährigen Autofahrer aus Burweg, der mit einem Ford Focus unterwegs war. Der Atemalkoholtest ergab 1,1 Promille – genau die Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit. Der Mann musste sich im Elbe Klinikum Stade eine Blutprobe entnehmen lassen. Außerdem stellten die Polizisten fest, dass sein Fahrzeug ohne den vorgeschriebenen Versicherungsschutz unterwegs war.
Mehr als 1,3 Promille in Drochtersen
Nur rund anderthalb Stunden später kontrollierten Polizeibeamte um 3.30 Uhr in der Barnkruger Straße in Drochtersen einen Toyota. Am Steuer saß ein 35-jähriger Mann aus Stade. Der Atemalkoholtest ergab mehr als 1,3 Promille. Auch ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Die Beamten stellten Führerschein und Fahrzeugschlüssel sicher.
Mehr als 1,8 Promille bei Düdenbüttel
Bereits in der Nacht zu Samstag war der Polizei ein weißer Kastenwagen mit portugiesischem Kennzeichen gemeldet worden. Zeugen hatten beobachtet, dass der Fahrer offenbar stark alkoholisiert unterwegs war.
Eine Streifenwagenbesatzung entdeckte das Fahrzeug auf der Kreisstraße 57 kurz vor Düdenbüttel. Nach Angaben der Polizei fuhr der Renault mit überhöhter Geschwindigkeit, der Fahrer hatte Schwierigkeiten, die Spur zu halten, und kam an der Einmündung zur Bundesstraße 73 erst verspätet zum Stehen. Der 52-jährige Fahrer aus Drochtersen pustete mehr als 1,8 Promille. Auch ihm wurde im Elbe Klinikum Stade eine Blutprobe entnommen. Die Beamten stellten seinen Führerschein sicher.
Mehr als drei Promille – Polizei verhindert mögliche Trunkenheitsfahrt
Den mit Abstand höchsten Alkoholwert des Wochenendes registrierten Polizeibeamte am Samstagabend am Lüheanleger. Dort war ein 57-jähriger Mann aus Jork in einem VW Polo angetroffen worden. Der Atemalkoholtest ergab mehr als drei Promille.
Da allerdings niemand beobachtet hatte, dass der Mann tatsächlich gefahren war, ließ sich der Verdacht einer Trunkenheitsfahrt nicht beweisen. Um dennoch eine mögliche Fahrt zu verhindern, stellten die Beamten vorsorglich die Fahrzeugschlüssel sicher und untersagten dem Mann ausdrücklich, mit irgendeinem Fahrzeug am Straßenverkehr teilzunehmen. Nach Angaben der Polizei erklärte der 57-Jährige, in seinem Auto ausschlafen zu wollen.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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