Diese Studiengänge gibt es in Buxtehude und Stade
Bildungsbericht zum Thema Hochschulen: Mehr als 1.000 junge Menschen studieren im Landkreis Stade
- An den beiden Fachhochschulen im Landkreis Stade sind etwas mehr als 1.000 Studierende eingeschrieben
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Der Landkreis Stade ist kein klassischer Hochschulstandort – das ist bekannt. Während niedersächsische Städte wie Göttingen, Hannover oder Braunschweig seit Langem akademische Traditionen pflegen und in ihren Mauern Universitäten beherbergen, war der Landkreis früher ein weißer Fleck auf der Hochschulkarte des Landes. Doch das hat sich längst geändert. Zwei private Einrichtungen haben sich etabliert: die Hochschule 21 in Buxtehude und der Hansecampus der PFH Göttingen in Stade. Und beide zeigen, dass es auch abseits der großen Uni-Städte attraktive Studienangebote gibt. Der aktuelle Bildungsbericht des Landkreises Stade widmet beiden Hochschulen ein eigenes Kapitel. Darin finden sich Daten, Zahlen und Fakten.
Hochschule 21: Dual studieren mit Praxisbezug
So hat die Hochschule 21 (hs21) einen klaren Schwerpunkt: duale Studiengänge mit enger Verzahnung von Theorie und Praxis. Die Theorie wird an der Hochschule gelehrt, die praktische Ausbildung erhalten die Studierenden in den Betrieben. Laut Bildungsbericht kommen viele Studierende dem Umland - beispielsweise aus Hamburg, da ihre dort angesiedelten Ausbildungsbetriebe im Rahmen des dualen Studienangebotes Kooperationsvereinbarungen mit der hs21 haben. Angeboten werden sieben Bachelorstudiengänge, darunter Bauingenieurwesen, Architektur, Mechatronik sowie Physiotherapie und Pflege.
Hansecampus Stade: Technik mit Zukunftsthemen
Der Hansecampus der PFH Göttingen in Stade ist auf Ingenieur- und Wirtschaftsstudiengänge spezialisiert. Neben klassischen Angeboten setzt die PFH auf Zukunftsthemen: „Digitalization and Automation“ oder „New Mobility“ sind Beispiele für neue Masterprogramme, die gezielt auf den Strukturwandel in der Industrie ausgerichtet sind. Derzeit können bietet der Hansecampus einen Bachelor- und vier Masterstudiengänge an.
Etwas mehr als 1.000 Studierende
Insgesamt bewegt sich die Zahl der Studierenden im Landkreis Stade auf einem geringen, aber konstanten Niveau mit leicht steigender Tendenz (Anstieg von 943 Studierenden im Semester 2015/16 auf 1.030 im Semester 2023/24). Das ist über einen Zeitraum von acht Jahren ein Plus von lediglich neun Prozent. Dabei stellen die ingenieurwissenschaftlichen Fächer inzwischen fast drei Viertel aller Studierenden im Landkreis Stade, wobei der Anteil der männlichen Studenten hier 73 Prozent beträgt. Genauso hoch - also ebenfalls 73 Prozent - ist wiederum der Frauenanteil bei den beiden gesundheitswissenschaftlichen Fächern (Physiotherapie und Pflege).
Die meisten kommen von außerhalb
Aus dem Bildungsbericht geht auch hervor, dass nur wenige Studierende (16 Prozent) an den beiden Hochschulen in Stade und Buxtehude ihr (Fach-)Abi im Landkreis Stade gemacht haben. Weitere 30 Prozent kommen aus anderen Regionen Niedersachsen, mehr als die Hälfte stammt aus anderen Bundesländern - der größte Teil davon aus Hamburg und Schleswig-Holstein. "Nur ein äußerst geringer Teil an (Fach- ) Hochschulzugangsberechtigten aus dem Landkreis Stade verbleiben zum Studium in ihrer Heimatregion (drei Prozent), was vermutlich mit dem eingeschränkten Studiengangsangebot zusammenhängen könnte", so das Fazit des Berichts. Umgekehrt wird aber auch darauf verwiesen, dass es gleichzeitig es viele externe Studierende in den Landkreis Stade ziehe. Die Studiengänge an der hs21 und an der PFH scheinen daher "durchaus attraktiv für Studienberechtigte aus angrenzenden Regionen" zu sein.
Kooperation mit Uni Riga
Mit der vor einem Jahr geschlossenen Kooperation zwischen dem Elbe Klinikum Stade und der Universität Riga gibt es inzwischen ein weiteres akademisches Angebot, das sich allerdings nur auf Medizinstudenten am Ende ihrer Ausbildung beschränkt. Geplant ist der Bau eines medizinischen Campus auf dem Stader Klinikgelände, der die Uni-Außenstelle und die medizinischen Berufsfachschulen vereinen soll.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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