Extreme "Baum-Chirurgie"

Kastanie am Zeughaus nach dem Radikal-Rückschnitt
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Radikaler Kronen-Rückschnitt rettet morsche Knick-Kastanien

tp. Stade. Fällen oder pflegen? Das Leben der beiden rund 130 Jahre alten, morschen Kastanien am Pferdemarkt in Stade stand auf Messers Schneide, nachdem vor rund zwei Wochen ein schwerer Ast unvermittelt auf den belebten Platz in der Altstadt gestürzt war (das WOCHENBLATT berichtete). Jetzt entschloss sich die Stadtverwaltung, die grünen Riesen zu erhalten. Dazu war ein extremer Rückschnitt der Baumkronen nötig.
Zu der aufwändigen Pflegemaßnahme entschloss sich die Stadtverwaltung auf Empfehlung des Diplom-Ingenieurs Eckhard Zemke (48) aus Hamburg. Um das nach dem Astbruch lädierte Baumpaar zu untersuchen, stieg der "Baumdoktor" in die Kronen der stattlichen Bäume und klopfte mit einem Hammer die Äste ab. Dabei fand er zahlreiche Hohlräume: "Teilweise klang das Holz wie Bongo-Trommeln", sagt Zemke. Nach seiner Feststellung waren an den Kastanien in den vergangenen Jahrzehnten schon mehrfach "Baum-Chirurgen" am Werk und führten zahlreiche Rückschnitte durch. Die grünen Riesen sind daher stark vernarbt.
Außerdem diagnostizierte der Baumsachverständige Zemke mehrere Fäulnis-Schäden. Darunter leidet die Stabilität des Astwerkes. Trotz des lädierten Zustands entschied die Stadt Stade, die ortsbildprägenden Kastanien-Zwillinge zu retten. Um die Sicherheit der Passanten am Platz vor dem Zeughaus zu gewähren, mussten die Baumkronen radikal gestutzt werden. Das erledigten in der vergangenen Woche Profis einer Spezialfirma.
Spätestens in sechs Jahren sind laut Eckhard Zemke nachwachsende Äste so schwer, dass ein erneuter Rückschnitt nötig ist. Möglich ist auch eine Fällung. Denn laut dem erfahrenen "Baumdoktor" haben die betagten Kastanien ihren Lebensabend längst erreicht.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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