Präventionsprojekt gegen häusliche Gewalt
Landkreise Stade und Rotenburg planen Täterberatungsstelle

Prävention gegen häusliche Gewalt: Die Landkreise Stade und Rotenburg wollen zwei Täterberatungsstellen einrichten | Foto: Adobe Stock/Prostock-studio
  • Prävention gegen häusliche Gewalt: Die Landkreise Stade und Rotenburg wollen zwei Täterberatungsstellen einrichten
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Die Landkreise Stade und Rotenburg planen, gemeinsam gegen häusliche Gewalt vorzugehen. Dabei soll bei den meist männlichen Tätern angesetzt werden - mit der Schaffung einer Täterberatungsstelle. Ziel ist es, Partnerschaftsgewalt langfristig zu verhindern, Täter in die Verantwortung zu nehmen und gleichzeitig den Opferschutz zu stärken. Die Stelle soll mit drei (Teilzeit-)Kräften besetzt werden. Die jährlichen Kosten werden sich voraussichtlich auf 60.000 Euro pro Landkreis belaufen.

Beratungsstellen in Stade und Zeven
Das bereits mit dem Nachbarkreis Rotenburg abgestimmte Konzept sieht zwei Standorte für die Beratungsstellen mit Schwerpunkt Partnerschaftsgewalt vor – einen in Stade, den anderen in Zeven. Die Beratung erfolgt durch einen externen Träger. Die Ausschreibung dafür erfolgt durch den Landkreis Rotenburg. Die Beratung umfasst sowohl Einzelgespräche als auch soziale Trainingskurse, an deren Kosten sich die Teilnehmer - je nach Einkommen - beteiligen.

Durch die Kooperation sollen Synergien genutzt werden, ohne dabei die regionale Nähe zur Zielgruppe zu verlieren. Täter sollen die Möglichkeit haben, an einem neutralen Ort abseits des eigenen Wohnumfeldes Beratungsangebote in Anspruch nehmen zu können. Dies soll etwaige Hemmschwellen abbauen.

Gegen häusliche Gewalt: Stader Netzwerk verstärkt Hilfsangebote

Es sind jährliche Berichte vorgesehen
Es ist vorgesehen, dass der fachliche Austausch mit dem Träger durch die Leitungen der Frauenhäuser in den beiden Landkreisen erfolgt. Es sollen jährliche Berichte über die Arbeit der Beratungsstellen vorgelegt werden. Zusätzlich wird als eine Art Kontrollinstanz eine Lenkungs- und Steuerungsgruppe installiert - bestehend aus den zuständigen Dezernats- und Amtsleitung der Kreishäuser, gemeinsam mit den Frauenhausleiterinnen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Aspekten Wirksamkeit, Qualität und Wirtschaftlichkeit. Nach zwei Jahren ist eine Evaluation des Angebotes vorgesehen, um gegebenenfalls nachzusteuern.

Über das Thema berät der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Sport auf seiner Sitzung am Dienstag, 27. Mai, um 15 Uhr im großen Sitzungssaal des Stader Kreishauses.

Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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