Rollender Riesen-Tank für Waldbrand-Notfälle im Landkreis Stade

Verbinden den rollenden Riesen-Tank (li.) mit der Pumpe des Löschfahrzeuges: die Feuerwehrmänner Stefan Tietje und André Holst (re.) aus Stade
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Feuergefahr wegen Trockenheit: Retter rüsten mit Spezialfahrzeug auf / 12.000 Liter Wasser an Bord

tp. Stade. Not macht erfinderisch. Angesichts der durch Hitze und anhaltende Trockenheit herrschenden akuten Wald- und Flächenbrandgefahr hatte André Holst (29) von der Feuerwehr Stade die passende zündende Idee: einen rollenden Löschwassertank im XXL-Format.

Am Mittwochnachmittag vergangener Woche brachte Holst, pragmatisch veranlagter Gruppenführer der Zuges II der Stader Feuerwehr, den Vorschhlag bei seinen Vorgesetzten auf den Tisch. Bereits am Abend war der quaderförmige Stahltank mit Wasser aus einem Teich befüllt. Der Lastwagen samt Container mit insgesamt 12.000 Litern Löschwasser für den Einsatz an abgelegenen Einsatzorten ohne künstliche Zapfstellen wie Hydranten wurde von der Kreisfeuerwehr Stade zur Verfügung gestellt. Der für diesen Zweck gründlich gereinigte Tank dient sonst als Ölabscheider bei Gewässer-Verunreinigungen.

Das mobile Wasserreservoir mit dem Fassungsvermögen eines größeren Swimming-Pools ist in dem neuen Feuerwehrhaus im Stader Stadtteil Riensförde stationiert. Laut dem stellvertretenden Gruppenführer Stefan Tietje (39) ist der Anti-Waldbrand-Laster innerhalb von fünf Minuten nach der Alarmierung mit zwei bis drei Mann besetzt. Insgesamt 25 Feuerwehrleute stehen als eingewiesene Fahrer für den Einsatz im gesamten Kreisgebiet zwischen Balje und Buxtehude zur Verfügung.

Der Jumbo-Tank verfügt über verschiedene Wasserabgänge und kann problemlos mit einer Tragkraftspritze bzw. der Pumpe eines Löschfahrzeuges betrieben werden. Dieses System habe sich schon bei verschiedenen Waldbrandübungen, u.a. im Rüstjer Forst, bewährt, so Stefan Tietje.

Der Clou: Dank des extragroßen Volumens, das bei gut dem Vierfachen eines normalen Tanklöschfahrzeuges liegt, sparen die Retter kostbare Zeit und Arbeitskraft. Bei Wald- und Flächenbränden müssen die Tanks der Feuerwehrautos, wenn das mitgeführte Löschwasser zu Neige geht, bei der nächsten Wasserquelle neu befüllt werden. Alterativ müssen teils kilometerlange Schlauchleitungen zum Einsatzort gelegt werden.

André Holst und Stefan Tietje rechen damit, dass das fahrbare Löschwasser-Bassin bereits in Kürze zum Einsatz kommt. Denn Brände wegen Trockenheit häufen sich: Am Rand der Barger Heide in Stade brannte am Mittwochabend vergangener Woche ein Stoppelfeld. Bereits am Montag zuvor stand ein Mähdrescher auf einem trockenen Kornfeld in Kranenburg in Flammen.

In der vergangenen Woche gab es im Landkreis Stade trockenheitsbedingt insgesamt 22 Brandeinsätze, davon zwölf Flächenbrände. Fünf Mal brannten landwirtschaftliche Geräte, drei Mal hatten Zelte Feuer gefangen, jeweils einmal brannte Unrat in einem Wald bzw. Stoh in Ballen.

Auch die Feuerwehr Buxtehude hat mit einer Sonderlösung für die anhaltende Trockenperiode vorgesorgt: Für Flächen- und Waldbrände an abgeschiedenen Orten steht ein älteres Löschfahrzeug mit einem 9.000 Liter Wasser fassenden Tank bereit.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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