Stades vergessene Schätze

Montage des Stader Segelflugzeuges Rhönlerche in der Ausstellungshalle in Hannover
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Kurze Glanzphase in Hannover: Technik-Museums-Exponate eingelagert / Erlebnis-Mobilitätswelt liegt auf Eis

tp. Stade. tp. Stade. Der Abschied fiel schwer: Unter Tränen und massivem Widerstand trennten sich die Ehrenamtlichen des Technik- und Verkehrsmuseums Stade vor Jahren von ihrem Domizil, der inzwischen an einen Investor verkauften städtischen Halle am Kreisel Freiburger Straße in Stade. 2013 dann das Aufatmen: Für die Exponate, die den Museumsmachern ans Herz gewachsen waren, fand sich ein Abnehmer: der Förderverein der „Eilers Werke - Mobile Welten“ in Hannover. Das WOCHENBLATT fragt nach: Was wurde aus Stades (fast) vergessenen Schätzen?

Nach Schilderungen der Pressesprecherin der „Eilers Werke - Mobile Welten“, Nicole Zielcke-Lagershausen, erlebten die Stader Ausstellungsstücke nur eine kurze Glanzphase, die im vergangenen Sommer aber wegen bautechnischer und finanzieller Hürden endete. Für den nötigen teuren Umbau eines Teils der u.a. für Veranstaltungen genutzten Eilers-Halle, die einer Besitzgesellschaft gehört, konnte der Verein keine Geldquelle erschließen.

Das Vorhaben scheiterte letztendlich an den hohen Brandschutzanforderungen. Die 15.000 Quadratmeter große historische Halle von 1901 hätte mit hohem Aufwand in Brandabschnitte aufgeteilt werden müssen. Die Wege des Vereins um den Vorsitzenden und Europa-Abgeordneten Bernd Lange und der Eilers-Werke trennten sich schließlich. Der Förderverein sucht nun nach einer erschwinglicheren Unterkunft für die schönen, alten Fahrzeuge „aus Opas Zeiten“.
Die Museumsstücke aus Stade sind bis auf Weiteres in einem Gebäude auf dem 68.000 Quadratmeter-Areal eingelagert.

Das große Ziel, die „Erlebnis-Mobilitätswelten“, in denen die Stader Exponate im Rahmen einer Konzept-Ausstellung präsentiert werden sollten, liegt auf Eis. Nicole Zielcke-Lagershausen bedauert das. Schließlich hätten die historischen Fahrzeuge drei Jahre lang internationales Publikum begeistert. Insbesondere die große Sammlung an motorisierten Zweirädern, die zur Darstellung der Mobilitätsentwicklung zu einem historischen Rundgang aufgebaut wurden. Unter der Decke der Eilers-Halle hängt noch immer das Stader Segelflugzeug vom Typ „Rhönlerche“.

Technik-Fans konnten zudem die laufende Restaurierung der Fahrzeuge durch Ehrenamtliche beobachten. Es gebe nach wie vor viel zu tun: Beispielsweise sei die hölzerne Begräbnis-Kutsche wurmstichig. Zu den „Perlen“ der früheren Stader Sammlung zählt weiter ein betagtes Feuerwehrauto (Baujahr 1966) des Herstellers Hanomag aus Hannover und eine fahrbare, fünf Tonnen schwere Dampfmaschine (Baujahr 1922).

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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