360 Pfähle in Gräpel gerammt

Arbeit mit schweren Maschinen an der Oste
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Neue Holz-Spundwand an der Oste: 300.000 Euro teure Baumaßnahme fast abgeschlossen

tp. Gräpel. Lange wurde beraten und geplant - nun steht die Erneuerung der Uferbefestigung im Oste-Dörfchen Gräpel kurz vor dem Abschluss. Die stabile Spundwand wird voraussichtlich Anfang April fertig. Damit ist der Grundstein für die touristische Aufwertung des martimen Kleinods in direkter Nachbarschaft der Gaststätte Plate's Osteblick mit Fähranlager gelegt.

Der zuständige Deichverband Kehdingen-Oste und die Anrainer-Gemeinde Estorf beteiligen sich mit 250.000 Euro bzw. 50.00 Euro an der Gesamtinvestition von 300.000 Euro. Damit sinken die Kosten des Bauvorhabens deutlich gegenüber den ursprünglich veranschlagten 350.000 Euro (das WOCHENBLATT berichtete).

Die Arbeiten unter der Regie des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Stade haben mit leichter Verzögerung im vergangenen November begonnen. Laut einem NLWKN-Ingenieur wurden einen Meter vor die alte, morsche Spundwand rund 360 Holzpfähle à acht bzw. zehn Meter Länge in den Flussboden gerammt. Der Zwischenraum wurde mit 400 Tonnen Granitstein gefüllt. Die neue Spundwand besteht aus einer hölzernen Wasserbau-Flechtmatte und Vlies.

Mit dem Bau der neuen, rund 120 Meter langen Spundwand durch die Firma J.D. Hahn wurden die technischen Voraussetzungen für die touristische Entwicklung des Gräpeler Fähr-Ufers geschaffen, das nicht nur an Vatertag ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Radfahrer ist.

Die nun folgende Gestaltung des Fährplatzes liegt in den Händen der Gemeinde Estorf. Am vergangenen Dienstag lud Bürgermeister Hans-Werner Hinck Bürger zu einer Info-Veranstaltung mit Ideensammlung ein. Die Vorschläge reichen einer öffentlichen Seeterrasse mit Oste-Blick über einen Sportboot-Steg bis zur Servicestation mit Sanitäranlagen für Wohnmobilisten und Bootstouristen. Weiter gehören befestigte Wege, die Beleuchtung des Geländes und eine historische Schiffer-Ausstellung zum Konzept. Ideen nimmt die Verwaltung unter Tel. 04140 - 323 (Gemeindebüro Estorf) entgegen.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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