40 Jahre Alter Schlachthof in Stade: Alle sind willkommen

In einem der Band-Proberäume: Stadtjugendpfleger Marc Olszewski
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Kult-Band "Fehlfarben" spielte beim "Jubiläum" / Marc Olszewski: "Proberäume frei" 

tp. Stade. "Hier war ich früher selbst Gast und habe Theater gespielt", sagt Stadtjugendpfleger Marc Olszewski (46) und blickt stolz auf die lange Tradition der Jugendfreizeitstätte Alter Schlachthof in Stade zurück. Das "Jubiläum" wurde am vergangenen Wochenende mit Konzerten und einem Tag der offenen Tür gefeiert. Im Alten Schlachthof gönnt man sich keine Pause und denkt schon an das kommende Jahrzehnt.
"Wir haben uns viel vorgenommen", sagt Marc Olszewski, Leiter der Stadtjugendpflege. "Unser nächstes Ziel ist es, die Kulturarbeit mit weiteren Angeboten auszuweiten und die Kinder und Jugendlichen bei der Programmgestaltung stärker einzubinden."

Während am Samstagabend beim "80er-Jahre-Rock-Special" die überregional bekannte Band "Fehlfarben" dem Publikum einheizte, appelliert Olszewski nun an die junge lokale Musikszene, die Übungsmöglichkeiten im Schlachthof zu nutzen. Es gibt mehrere Proberäume, die von Gruppen genutzt werden können, die später selbstverständlich auch die große hauseigene Bühne für Konzerte nutzen können. Olszewski denkt noch gerne an seine eigene Jugend in den 1980er Jahren zurück, als wilde Punk-Konzerte der Stader Lokalmatadore P.O.A.D. beim Publikum hoch im Kurs standen.

Olszewski selbst spielte in der Schultheatergruppe des Vincent-Lübeck-Gymnasiums mit, die im Schlachthof probte. Nach wie vor sind Kinder- und Jugend-Schauspieltruppen in der Einrichtung willkommen - gerne auch neu gegründete Ensembles, wie Olszewski betont.
Am Tag der offenen Tür am Sonntag kamen Kinder und Eltern, um gemeinsam Plätzchen zu backen oder an der Schlachthof-Rallye teilzunehmen. Und sie sahen sich mit Interesse die Fotogalerie im Foyer an. Die Ausstellung illustrierte die bewegte Geschichte der Jugendfreizeitstätte, die in den 1970er Jahren mit der Auseinandersetzung über den richtigen Standort begann.

Gegner kritisieren die Einrichtung einer öffentlichen Anlaufstelle sowie die damit verbundenen Kosten. Verschiedene Standorte, wie die Chemiefabrik, wurden diskutiert.
Starke Kämpfer für den Schlachthof waren schließlich die Jugendlichen selbst, die sich politisch einbrachten und großes Engagement für das kultige Backsteingebäude an der Freiburger Straße zeigten. 1976 schließlich fiel die Entscheidung für den Standort, Konzepte für die offene Kinder- und Jugendarbeit wurden erstellt.

Trotz Protesten von Anwohnern und einer Bürgerinitiative begannen die Umbauarbeiten. Am 2. Oktober 1978 wurde die Freizeitstätte feierlich eröffnet und an die Stadtjugendpflege übergeben. Die 1980er Jahre waren geprägt von großer Personalfluktuation. Erst Ende des Jahrzehntes konnte sich der Alte Schlachthof etablieren: Der Hit war die Aktion Ferienspaß, die es bis heute gibt.

Anfang des neuen Jahrtausends wurde die offene Kinder- und Jugendarbeit stadtweit ausgeweitet. 2013 begann der Umbau zu einem modernen Jugend- und Kulturzentrum. Seit 2016 hat der Schlachthof auch verstärkt Kulturangebote mit überregionaler Ausrichtung im Programm.

Bürgermeisterin Silvia Nieber lobt die Arbeit des Schlachthof-Teams: "Die Stadtjugendpflege mit dem Alten Schlachthof hat sich als feste Institution etabliert. Die Jugendarbeit mit ihren Angeboten an den verschiedenen Standorten im Stadtgebiet ist sehr erfolgreich."

Es gibt weiter viel zu tun: Dringend benötigt der Schlachthof eine eigene Homepage.
Kürzlich wurde mit Helena Meier eine zusätzliche Sozialpädagogin eingestellt, die das Tanz- und Theaterangebot ausweiten möchte. Mehr zu Helena Meier lesen Sie in einer der kommenden WOCHENBLATT-Ausgaben.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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