Kreiswehrersatzamt wurde aufgelöst

Blumen zum Abschied: Gerald Koch und Johanna Jirka

Stade. In Stade ist vergangenen Freitag eine Ära zu Ende gegangen: Das Kreiswehrersatzamt hat nach 56 Jahren in der Schwingestadt mit einer kleinen Feierstunde seine Türen geschlossen.
Im Rahmen einer bundesweiten Reform wurden zum 30. November alle 52 deutschen Kreiswehrersatzämter aufgelöst. Neue Anlaufstellen für Soldaten sind ab sofort so genannte "Karrierecenter", von denen sich das nächste in Hannover befindet. Die ehemalige kommissarische Leiterin der Stader Einrichtung, Johanna Jirka, hat bereits im Juli einen neuen Posten in Schwerin bezogen.
"Bei dieser schwerwiegenden Reform bleibt kein Stein auf dem anderen", sagte Gerald Koch, Vizepräsident der Wehrbereichsverwaltung Nord. "Das bedeutet für die Mitarbeiter sowohl eine berufliche als auch eine private Zäsur." Noch werden in dem Gebäude in der Albert-Schweitzer-Straße in Stade die letzten Restarbeiten erledigt. Was dann mit der Immobilie geschehen soll, steht noch nicht fest.
"Für Stade ist heute kein guter Tag", sagte Klaus Quiatkowsky, Stades stellvertretender Bürgermeister, in seiner Ansprache. Die Stadt habe in jüngster Vergangenheit mehrere wichtige Behörden verloren, darunter den Bundeswehrstandort und die Bezirksregierung.

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