Antrag an Stader Kreistag
Linke fordern: Jobcenter-Außenstelle in Drochtersen muss bleiben

Das Jobcenter ist u.a. für das Bürgergeld zuständig. Nun soll die Außenstelle Drochtersen des Stader Jobcenters geschlossen werden | Foto: Adobe Stock/K.-U. Häßler
  • Das Jobcenter ist u.a. für das Bürgergeld zuständig. Nun soll die Außenstelle Drochtersen des Stader Jobcenters geschlossen werden
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Die Linken-Fraktion im Stader Kreistag will die geplante Schließung der Jobcenter-Außenstelle in Drochtersen verhindern. Einen entsprechenden Antrag hat der Fraktionsvorsitzende Benjamin Koch-Böhnke gestellt. Er betont die Bedeutung des Standortes für sozial schwächere Bürgerinnen und Bürger und fordert die Kreispolitik auf, sich aktiv gegen das Vorhaben zu stellen.

Hintergrund der Schließung ist ein bundesweites Sparprogramm, das nach Ansicht der Linken die soziale Infrastruktur in Kommunen weiter aushöhlt. Die Schließung der Außenstelle in Drochtersen hätte insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen weitreichende Folgen, da persönliche Beratungsgespräche erschwert würden. Zwar gibt es ein Angebot der Gemeinden Drochtersen und Nordkehdingen, dem Jobcenter temporär Räumlichkeiten bereitzustellen, damit Jobcenter-Mitarbeiter überhaupt noch persönliche Gespräche mit den Betroffenen vor Ort führen können. Doch die Linken sehen in dem gut gemeinten Angebot nur eine Notlösung, die den Service stark einschränken würde.

Im Landkreis Stade wird eine Jugendberufsagentur gegründet

Koch-Böhnke verweist darauf, dass sich das Jobcenter zu 50 Prozent in der Trägerschaft des Landkreises befindet. Der Landkreis habe daher eine besondere Verantwortung gegenüber den Menschen, die auf das Jobcenter angewiesen sind. Nach dem Willen der Linken soll der Kreistag einen offiziellen Aufruf zum Stopp der geplanten Schließung direkt an die verantwortlichen Stellen adressieren - angefangen mit der Chefin der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles. 

„Die geplante Schließung trifft wieder einmal die Schwächsten in unserer Gesellschaft“, heißt es in der Begründung des Antrages. Man lehne "derart asoziale Sparprogramme auf dem Rücken der Schwächsten in unserer Gesellschaft ab".

Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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