Igel und Maulwurf melden
Bundesweite Mitmachaktion startet im September
- NABU Elbe-Weser sucht Beobachtungen von Igeln und Maulwürfen
- Foto: Christine Kuchem
- hochgeladen von Stefanie Schimanski
Viele Menschen kennen Igel und Maulwurf vor allem aus Kinderbüchern. Dabei leben beide Arten oft ganz in unserer Nähe. Während Igel vor allem in der Dämmerung und nachts unterwegs sind, verbringt der Maulwurf den größten Teil seines Lebens unter der Erde. Wer eines der Tiere im Garten entdeckt, bekommt deshalb nur selten einen Blick auf die heimlichen Nachbarn.
Vom 18. bis 28. September findet bereits zum siebten Mal die bundesweite Mitmachaktion "Deutschland sucht Igel und Maulwurf" statt. Die NABU-Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser ruft Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ihre Beobachtungen zu melden.
"Igel und Maulwurf gehören zu den faszinierenden, aber oft übersehenen Bewohnern unserer Gärten. Jede gemeldete Beobachtung hilft dabei, mehr über ihre Verbreitung und ihre Bestandsentwicklung zu erfahren", sagt Jana Jensen von der NABU-Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser.
Sichtungen können mit Datum und Fundort auf der Webseite eingetragen werden. Besonders hilfreich sind Fotos und zusätzliche Angaben zum Fundort. Auch Totfunde, etwa von Tieren, die im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind, sollen gemeldet werden.
Die gesammelten Daten fließen in eine wissenschaftliche Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung ein. Ziel ist es, mehr über die Bestände von Igel und Maulwurf in Deutschland zu erfahren und langfristige Entwicklungen besser erkennen zu können.
Auch im eigenen Garten lässt sich mit einfachen Mitteln etwas für die Tiere tun: "Ein naturnaher Garten mit wilden Ecken, heimischen Gehölzen und liegen gelassenem Herbstlaub bietet Igeln wertvolle Rückzugs- und Überwinterungsmöglichkeiten", erklärt Jana Jensen. "Zudem finden sich im Laub zahlreiche Insekten und andere Kleintiere, die für Igel und Maulwurf wichtige Nahrungsquellen darstellen."
"Deutschland sucht Igel und Maulwurf" ist ein gemeinsames Projekt der Deutschen Wildtier Stiftung, NABU|naturgucker, des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung, der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822, des NABU und des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV).
Die Mitmachaktion soll dazu beitragen, die Datengrundlage für den Schutz beider Arten zu verbessern. Während der Igel auf der Roten Liste der Säugetiere Deutschlands bereits auf der Vorwarnliste steht, gilt der Maulwurf derzeit noch als ungefährdet.
Mehr Informationen und die Möglichkeit, Beobachtungen zu melden, gibt es unter www.igelsuche.de.
Redakteur:Stefanie Schimanski aus Buxtehude |
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