Zwei Virusvarianten breiten sich aus
Veterinäramt warnt vor Blauzungenkrankheit
- Wichtig ist, dass die Tiere rechtzeitig geschützt sind
- Foto: Landkreis Stade/ Daniel Beneke
- hochgeladen von Stefanie Schimanski
Mit steigenden Temperaturen rückt auch eine unscheinbare, aber gefährliche Bedrohung für Nutztiere wieder näher: die Blauzungenkrankheit. Der Landkreis Stade warnt vor den Folgen und rät Tierhaltern jetzt zum Handeln.
Die virusbedingte Tierseuche betrifft Haus- und Wildwiederkäuer und wird durch winzige Stechmücken, sogenannte Gnitzen, übertragen. Besonders Rinder und Schafe können schwer erkranken, in manchen Fällen verläuft die Infektion sogar tödlich. Für den Menschen besteht hingegen keine Gefahr.
Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Stade empfiehlt Halterinnen und Haltern von Rindern, Schafen und Ziegen daher dringend, ihre Tiere impfen zu lassen. Hintergrund ist das Auftreten verschiedener Virusvarianten: Neben dem bereits seit 2023 in Deutschland verbreiteten Serotyp 3 (BTV-3) wurde im Oktober letzten Jahres zusätzlich der Serotyp 8 (BTV-8) nachgewiesen.
Wichtig sei, so die Behörde, dass die Tiere rechtzeitig geschützt sind. Der vollständige Impfschutz sollte vor Beginn der Gnitzen-Saison aufgebaut sein – idealerweise bis Anfang Mai. Dabei ist zu beachten, dass für jeden Serotyp ein eigener Impfstoff notwendig ist: Eine Impfung gegen BTV-3 bietet keinen Schutz vor BTV-8.
Das Veterinäramt appelliert daher an Tierhalter, frühzeitig mit Tierärztinnen und Tierärzten Kontakt aufzunehmen, um einen wirksamen Schutz für ihre Bestände sicherzustellen.
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Redakteur:Stefanie Schimanski aus Buxtehude |
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