Ein Toter und sieben Schwerverletzte bei Verkehrsunfall in Buxtehude

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jd/bc. Buxtehude-Neuland.

+++ UPDATE: Polizei konnte Identität des getöteten Unfallfahrers ermitteln: Es handelt sich um einen 26-jährigen Erntehelfer aus Polen +++

In der Nacht zum Sonntag kam es in Buxtehude-Neuland auf der K 39 zu einem schweren Unfall, bei dem ein zunächst noch unbekannter Alfa Romeo-Fahrer einen Frontalcrash mit einem entgegenkommenden Golf verursacht hatte.

Dabei war der Unfallfahrer tödlich, sein Beifahrer lebensgefährlich und ein weiterer Mitfahrer schwer verletzt worden. Im Golf wurden alle fünf Insassen schwer verletzt. Inzwischen ist es der Polizei nach intensiven Recherchen gelungen, die zunächst noch unbekannte Identität des Toten und des Beifahrers zu ermitteln.

Bei dem Fahrer handelt es sich um einen 26-jährigen und bei seinem Beifahrer um einen 24-jährigen Polen, die beide zusammen mit dem schwerverletzten Mitfahrer derzeit in Estebrügge wohnen und als Erntehelfer im Alten Land tätig sind. Bei dem Beifahrer, der sich in einer Hamburger Klinik befindet, besteht weiterhin akute Lebensgefahr.

Der Alfa Romeo mit polnischem Kennzeichen war laut Zeugenaussagen in Richtung Estebrügge unterwegs, als er vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn geriet.

Der 79-jährige Golffahrer, in dessen Auto vier junge Menschen zwischen 16 und 19 Jahren saßen, hatte keine Chance, dem Alfa auszuweichen. Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Autos herumgeschleudert und völlig zerstört.

Die drei Insassen des Alfa Romeo wurden in dem Autowrack eingeklemmt und mussten durch die Feuerwehr mit schwerem Rettungsgerät geborgen werden. Der Fahrer verstarb noch am Unfallort. Auch der Golffahrer war zunächst eingeklemmt. Um ihn zu befreien, mussten die Retter das Autodach abtrennen.

Unfallopfer stammen aus Jork

Die vier Beifahrer des 79-Jährigen wurden schwer verletzt und mit den Rettungswagen in die umliegenden Kliniken gebracht. Sie stammen wie der Golffahrer alle aus Jork. Es handelt sich um drei junge Frauen im Alter von 16, 17 und 19 Jahren sowie um einen 19-Jährigen.

Nach Mitteilung der Polizei leisteten Anwohner Erste Hilfe und kümmerten sich "vorbildlich" um die Verunglückten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. Anlieger stellten ihr Wohnhaus zur Verfügung, damit dort die Erstversorgung der Schwerverletzten vorgenommen werden konnte.

Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz: Zur Unfallstelle waren neun Rettungswagen geeilt - sieben aus dem Landkreis Stade und zwei von der Berufsfeuerwehr Hamburg. Drei Notärzte sorgten dafür, dass die Unfallopfer transportfähig für die Fahrt in die Kliniken waren. Um die Verunglückten zu bergen und die Unfallstelle abzusichern, war der 1. Zug der Buxtehuder Feuerwehr mit rund 30 Feuerwehrleuten ausgerückt.

Zwei Notfallseelsorger betreuten vor Ort Ersthelfer und Einsatzkräfte. Ein Gutachter der DEKRA unterstütze die Polizeibeamten bei der Ermittlung des Unfallherganges. Dem tödlich verunglückten Unfallverursacher wurde eine Blutprobe entnommen. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 15.000 Euro.

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