Erfolgreiche Tagung am Kiekeberg
Spannende Lernorte in Museen
- Das Freilichtmuseum am Kiekeberg eröffnete die Tagung „Mittwochs ist Museumstag“ 10. und 11.3.2025, v. l. Jan Bauer (Erster Vorsitzender des Fördervereins des Freilichtmuseums am Kiekeberg), Myriel Wiese (Organisatorin in der Abteilung Bildung und Vermittlung im Freilichtmuseum am Kiekeberg,) Stefan Zimmermann (Direktor des Freilichtmuseums am Kiekeberg)
- Foto: FLMK
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Museen sind mehr als Ausstellungsorte – sie können Klassenzimmer, Lernwerkstätten und Begegnungsräume sein. Aber wie arbeiten Museen und Schulen langfristig erfolgreich zusammen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Tagung „Mittwoch ist Museumstag – Langzeitkooperationen im Museum“, die am Montag, dem 10., und Dienstag, dem 11. März 2025, im Freilichtmuseum am Kiekeberg und online stattfand. Rund 50 Fachleute aus Deutschland, Österreich, Großbritannien und Irland tauschten sich über bewährte Bildungsprojekte aus.
Museen als Partner für Schulen und Kitas
„Museen sind Orte des Lernens – sie bieten Zugang zu Kultur, Wissenschaft und Geschichte und sind ideale Partner für Bildungsinstitutionen“, betonte Gastgeber Stefan Zimmermann, Direktor des Freilichtmuseums am Kiekeberg. „Museen bieten Raum für den Austausch über gesellschaftliche Werte, für Begegnungen und Teilhabe. Gerade langfristige Kooperationen ermöglichen es, Wissen nachhaltig zu vermitteln.“ Das Freilichtmuseum am Kiekeberg engagiert sich als anerkannter Partner in der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).
Praxisbeispiele aus verschiedenen Ländern
Die Tagung zeigte verschiedene erfolgreiche Projekte:
• „My Primary School is at the Museum“: Vorreiterin Wendy James, Architektin bei G&J Architects aus Großbritannien, stellte ihr Modell vor, bei dem Kinder direkt im Museum unterrichtet werden.
• „Museumsklasse“ am Kiekeberg: Ute Döpke, pädagogische Leiterin im Verein „Gangway“, berichtete von dem Schulprojekt, das Kindern fehlende soziale Sicherheit und Struktur bietet.
• Berufsvorbereitung am Kiekeberg: Regina Uhl, Leiterin der Wolfgang-Borchert-Schule, erklärte, wie Jugendliche mit Förderbedarf im Freilichtmuseum praktische Erfahrungen zur Berufsorientierung sammeln.
• Kooperation mit Naturkindergarten: Andrea Breul, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Hohenloher Freilandmuseum, schilderte die Zusammenarbeit mit einer Kita.
• Museen und Wikipedia: Wikipedia-Kulturbotschafter Daniel Mietchen zeigte, wie Museen Inhalte für die Online-Enzyklopädie bereitstellen.
• Inklusive Angebote: Fabian Lenczewski, Leiter Bildung und Vermittlung im Ostpreußischen Landesmuseum, und Petra Schatz, Mitarbeiterin der Alzheimer Gesellschaft Lüneburg, stellten ihre Konzepte für Museumsbesuche mit Demenzkranken vor.
Zukunftsperspektiven
Wie lassen sich solche Projekte finanzieren? Welche digitalen Werkzeuge helfen? Diese Fragen wurden in Diskussionsrunden vertieft. „Die Tagung hat gezeigt, wie wertvoll solche Kooperationen sind“, fasste Stefan Zimmermann zusammen. „Jetzt geht es darum, diese Ideen weiterzuentwickeln, in unsere Partnerschaften einfließen zu lassen und weitere sinnvolle Bildungskooperationen anzugehen.“
Unterstützung durch den Förderverein
Die Tagung wurde vom Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg unterstützt. Dessen Vorsitzender Jan Bauer zeigte sich beeindruckt von der Zusammenarbeit mit Kitas in Freilichtmuseen. Dies sei für ihn eine vielversprechende Überlegung für die Zukunft. Er betonte: „Museen müssen sich immer wieder neu erfinden. Sie bieten vielfältige Möglichkeiten, Wissen erlebbar zu machen. Bildung ist dabei ein Schlüsselthema.“
Leserreporter:Freilichtmuseum am Kiekeberg aus Rosengarten |
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