Bützfleth
Feuerwehr probte Busunfall bei AOS
- Foto: Erwin Bube / Feuerwehr Bützfleth
- hochgeladen von Nicola Dultz
Großübung in Bützfleth: Feuerwehr, Werkfeuerwehr AOS und DRK trainieren gemeinsam einen Busunfall mit mehreren Verletzten.
Realitätsnahe Einsatzübung auf AOS-Gelände
Am Samstagnachmittag wurde es auf dem Betriebsgelände der AOS in Bützfleth ernst – zumindest im Rahmen einer groß angelegten Übung. Angenommen wurde ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem Linienbus und einem Pkw. Ziel war es, die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Werkfeuerwehr und Rettungsdienst unter realistischen Bedingungen zu trainieren.
Das Szenario: Der Fahrer eines Pkw hatte das Ausscheren eines Linienbusses übersehen. In Höhe der hinteren Bustür kam es zur heftigen Kollision. Der Pkw-Fahrer wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und verletzt.
Komplexe Lage mit mehreren Verletzten
Durch den Aufprall entstand zusätzlich ein technischer Defekt am Bus. Die Türen ließen sich nicht mehr öffnen, während Rauch aus der Lüftung austrat und sich im Innenraum verteilte. Insgesamt befanden sich sieben Fahrgäste, der Busfahrer sowie ein Praktikant im Fahrzeug – alle mit unterschiedlichen Verletzungen.
Für besondere Authentizität sorgten Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die die Rolle der Fahrgäste übernahmen.
Schnelle Alarmierung und koordinierter Einsatz
Um 16.22 Uhr wurde das Personal der AOS-Wache über den Unfall informiert. Ein Mitarbeiter verschaffte sich umgehend einen Überblick vor Ort, leitete erste Maßnahmen ein und alarmierte weitere Kräfte.
Daraufhin wurden die Werkfeuerwehr AOS, die Ortsfeuerwehr Bützfleth inklusive der Löschgruppe Bützflethermoor sowie der DRK-Bereitschaftszug des Landkreises Stade mit mehreren Rettungswagen hinzugezogen.
Rettung unter Atemschutz und technische Hilfeleistung
Die Einsatzkräfte der Werkfeuerwehr öffneten zunächst die Bustüren über eine Notentriegelung. Anschließend begannen Atemschutztrupps gemeinsam mit den Kräften aus Bützfleth mit der Rettung der eingeschlossenen Personen.
Parallel dazu wurde der Brandschutz sichergestellt und der eingeklemmte Pkw-Fahrer mit technischem Gerät befreit. Die Rettungskräfte des DRK übernahmen die medizinische Erstversorgung der Verletzten.
Aufgrund der Vielzahl an Betroffenen wurde zudem eine Verletztensammelstelle auf einem nahegelegenen Parkplatz eingerichtet.
Erfolgreiche Übung mit wichtigen Erkenntnissen
Nach rund zwei Stunden war die Übung erfolgreich abgeschlossen. Ortsbrandmeister Sebastian Junge zeigte sich zufrieden und dankte den rund 40 beteiligten Einsatzkräften für ihr Engagement.
In der anschließenden Nachbesprechung wurden mögliche Optimierungspotenziale identifiziert, um für den Ernstfall noch besser gerüstet zu sein.
Dank an Unterstützer und positive Bilanz
Ein besonderer Dank galt der KVG, die für die Übung einen Linienbus zur Verfügung stellte. Auch der stellvertretende Stadtbrandmeister Wilfried Spreckels sowie der designierte Ortsbrandmeister Andreas Dankert lobten den Ablauf der Übung.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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