Einsätze in der Silvesternacht
Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften hatten im Landkreis Stade an Silvester viel zu tun
- Feuer am Ziegelkamp in Stade
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An Silvester hielten zahlreiche Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften im Landkreis Stade die Einsatzkräfte in Atem. Böller, Explosionen und Feuer führten zu Störungen, schweren Bränden und Verletzten – von in Wohnung aufgefundenen Feuerwerkskörpern bis zu Großbränden mit hohem Sachschaden.
Die Silvesternacht zum Jahreswechsel 2025/2026 hat Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst im Landkreis Stade vor eine arbeitsreiche Nacht gestellt. In rund 50 polizeilich registrierten Fällen sowie zahlreichen Brandeinsätzen waren die Einsatzkräfte gefordert. Schwerpunkt waren Störungen durch Böller, Explosionen, Brände und Regelverstöße bei der Nutzung von Feuerwerkskörpern.
Polizei im Einsatz: Verstöße, Explosionen und Gefahren durch Böller
Die Polizei im Landkreis Stade musste in der Silvesternacht rund 50 Einsätze abarbeiten, die unmittelbar mit dem Jahreswechsel in Verbindung standen. Dazu zählten Sachbeschädigungen durch Böller, Körperverletzungen und mutmaßliche Brandstiftungen an Mülleimern. Insgesamt wurden in vier Fällen Strafanzeigen erstattet, unter anderem wegen Verstößen gegen das Sprengstoff- und Waffengesetz.
In Buxtehude stellten Einsatzkräfte Feuerwerkskörper sicher, die illegal in Bremen erworben und an einen 12-Jährigen übergeben worden waren. In Stade nahm eine Streifenwagenbesatzung auf einem Parkplatz laute Explosionen wahr und stellte bei der anschließenden Kontrolle 16 nicht zugelassene Feuerwerkskörper sicher. Auch in Himmelpforten und Assel wurden Personen kontrolliert, die pyrotechnische Gegenstände unsachgemäß nutzten oder die Mindestabstände beim Abbrennen von Feuerwerk zu Reetdachhäusern missachteten.
Ein weiterer Vorfall in Wiepenkathen betraf einen noch unbekannten Täter, der mit einer Schreckschusspistole in die Luft schoss und anschließend flüchtete – ein möglicher Verstoß gegen das Waffengesetz.
Zahlreiche Brände durch Feuerwerksreste und Böller im Landkreis
Im Verlauf der Silvesternacht kam es zu insgesamt 26 Feuern im Zuständigkeitsbereich der Polizei in Stade – davon elf Kleinbrände wie brennende Mülltonnen und acht Brände in Gebäudenähe.
- Feuer Horneburg
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Horneburg: Jugendliche warfen Böller in einen ungenutzten Schuppen, wodurch Bretter in Brand gerieten. Dank des schnellen Einsatzes von rund 40 Feuerwehrleuten konnte eine Ausbreitung auf das Gebäude verhindert werden.
- Feuer am Ziegelkamp in Stade
- Foto: Polizei
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Stade – Ziegelkamp: In einem größeren Einsatz brannte ein Carport aus bislang ungeklärter Ursache, das Feuer griff auf das angrenzende Wohnhaus über. Ca. 150 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz, der Sachschaden wird auf rund 200.000 Euro geschätzt.
Dankersstraße, Stade: Ein Tiefgaragenbrand beschädigte Fahrzeuge und führte zur vorsorglichen Evakuierung von 39 Personen. Nach den Löscharbeiten konnten alle Betroffenen zurück in ihre Wohnungen.
- Feuer in Garage in Wiepenkathen
- Foto: FF Wiepenkathen
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Lindenstraße, Wiepenkathen: Hier geriet eine Garage in einer Stellplatzanlage in Brand. Die Feuerwehr musste das Objekt freiräumen, um an die Glutnester zu gelangen. Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden, bis das Feuer gelöscht war. Die Polizei nahm Ermittlungen zur Ursache auf.
- Feuer am Ellerbruch in Buxtehude
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Buxtehude – Ellerbruch: Ein abgefeuertes Seenotsignal landete auf einem Dach mit Photovoltaikanlage und entzündete diese. Der Brand breitete sich auf den Dachstuhl eines Einfamilienhauses aus, das vorerst unbewohnbar ist. Etwa 150 Feuerwehrleute aus Buxtehude waren im Einsatz, die Schadenshöhe wird auf etwa 250.000 Euro geschätzt.
Feuerwehr im Dauereinsatz: Löscharbeiten und Helfer vor Ort
Die Ortsfeuerwehren im Landkreis Stade vermeldeten eine der arbeitsreichsten Silvesternächte der vergangenen Jahre. Insgesamt mussten etwa 100 Feuerwehrleute zeitgleich an verschiedenen Stellen im Einsatz sein.
Bei den Löscharbeiten verletzte sich ein Feuerwehrmitglied leicht am Arm. Die Polizei ermittelt auch hier zu den Brandursachen.
Rettungsdienst: Viele Einsätze, zwei Schwerverletzte durch Böller
Parallel zu den Feuerwehreinsätzen war der Rettungsdienst mit Notärzten und Rettungskräften im Landkreis mehrfach gefordert. Insgesamt rückten Rettungsdienst und Notärzte 54-mal aus. In zwei Fällen wurden Personen durch Böller so schwer verletzt, dass sie in ein Universitätskrankenhaus nach Hamburg transportiert werden mussten.
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