Blühende Völkerverstädigung in Stade

Kreis-Landfrau Dörthe Neumann (vorne v. re.) und Iyamide Mahdi vom Verein ZinKKo mit Gästen beim Fest im internationalen Garten
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Vorzeige-Projekt "internationaler Garten eingeweiht / Erste Nachahmer schicken Komitees

tp. Stade. Noch im Frühjahr 2014 war das Gelände hinter den Berufsbildenden Schulen III (BBS III, ehemalige Landfrauenschule) an der Wiesenstraße 16 in Stade eine sandig-braune Brache. Jetzt blühen und wachsen dort bunt und üppig Blumen und Gemüsesorten aus vielen Ländern. Das Vorzeige-Projekt der Kreis-Landfrauen Stade gedeiht buchstäblich prächtig. Davon überzeugten sich am Mittwoch Gäste und Sponsoren bei der offiziellen Einweihungsfeier des internationalen Gartens, auf den inzwischen Interessierte aus dem ganzen Land Niedersachsen schauen. Angesichts der Zuwanderungswelle aus den Krisengebieten der Welt ist das Projekt aktueller denn je: Denn beim Hacken, Säen und Jäten steht die Völkerverständigung im Mittelpunkt.

Seit vergangenem Jahr beackern knapp drei Dutzend Frauen verschiedener Nationalitäten auf dem „Multi-Kulti-Beet“ insgesamt 21 Parzellen à neun Quadratmeter Fläche. Die Teilnehmerinnen bauen an, was ihnen gefällt - von Grünkohl bis Mohn ist alles erlaubt - und nehmen Blumen und Salat mit nach Hause.

„Ganz nebenbei“ kommen laut Kreis-Landfrauen-Chefin Dörthe Neumann (50) aus Fredenbeck die Hobbygärtnerinnen ins Gespräch, pflegen zwanglos die deutsche Sprache: „Zur Gruppe gehören Frauen aus Albanien, Kroatien, der Türkei, Afrika, England und anderen Ländern.“

Die Aktivitäten enden nicht an der Gartenpforte: Jeden Mittwoch um 16 Uhr ist Kaffee- und Teestunde, bei schlechtem Wetter in einem vom Landvolk, der Kreissparkasse Stade und der Kreis-Frauenbeauftragten finanzierten Gartenhäuschen. In Kürze legen die Organisatorinnen neue Termine für Koch- und Backtreffen fest. Beim gemeinsamen Verzehr der Speisen blicken die Teilnehmerinnen nicht nur kulinarisch über den Tellerrand.

Immer häufiger erkundigen sich bei der Stader Landfrauen-Chefin Dörthe Neumann Kolleginnen aus dem gesamten Landesverband nach dem Projekt. Es gibt erste Nachahmer: Ein Komitee einer Berufsschule in Soltau besuchte jüngst das blühende Kleinod in Stade. Die Schule plant einen internationalen Garten für Flüchtlinge nach dem Stader Vorbild.

• Infos erteilt die Kreis-Landfrauen-Chefin Dörthe Neumann unter Tel. 04149-7233 .

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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