Serie der Elbe Kliniken
Fachwissen für die Medizin
- Ute Zielinski (hinten) unterstützt die angehenden Pflegefachkräfte Jana Beier und Morten Vogt in der Schulbibliothek mit Literatur zur Examensvorbereitung
- Foto: Elbe Kliniken / Kati Meyer-Thiedig
- hochgeladen von Stephanie Bargmann
Jedes Jahr versorgen die Elbe Kliniken etwa 45.000 stationäre und 85.000 ambulante Patientinnen und Patienten in Stade und Buxtehude. Rund 3.000 Mitarbeitende kümmern sich alleine im Landkreis Stade um die Gesundheitsversorgung in den beiden Krankenhäusern. Und das nicht nur in medizinischen Bereichen. Neben Ärzten und Pflegekräften beschäftigen die Kliniken zahlreiche IT-Fachkräfte, Techniker, Köche, Verwaltungskräfte, Lehrer, Gärtner, Bauplaner und vieles mehr. Grund genug, um hinter die Kulissen des größten Arbeitgebers in der Region zu blicken. Heute mit Teil 28 der Serie, der Zentral- und Schulbibliothek.
Sie tragen dazu bei, dass Ärztinnen, Ärzte und Pflegefachkräfte der Elbe Kliniken Stade-Buxtehude sowie der OsteMed Klinik in Bremervörde stets auf dem aktuellen Stand der Forschung sind, unterstützen bei der Aus- und Weiterbildung und haben den Überblick im Dschungel der (Online-)Fachpublikationen: Das Team der Krankenhausbibliothek besteht aus den beiden Diplombibliothekarinnen Ute Zielinski und Silvia Faber. „Wir betreiben hier eine wissenschaftliche Spezialbibliothek zur Unterstützung des Personals durch Informationsversorgung und Literaturrecherche für Aus- und Weiterbildung“, bringt es Ute Zielinski auf den Punkt.
Die medizinische Fachbibliothek – ihr Arbeitsplatz – befindet sich am Elbe Klinikum Buxtehude und beherbergt insgesamt 6.620 Bücher, CDs, Lernkarten, Filme und Fachzeitschriften aus unterschiedlichen medizinischen Fachbereichen von Dermatologie bis Urologie, von Anästhesie bis Orthopädie. Doch etwa ein Sechstel der Medien, um deren Beschaffung, Verwaltung und Katalogisierung sich die beiden kümmern, stehen nicht in den Regalen der kleinen wissenschaftlichen Bibliothek. Denn einige Fachzeitschriften erscheinen ausschließlich digital. „Wir verwalten die Login-Daten, verhandeln die Lizenzen für die Abonnements und medizinischen Datenbanken und haben im Blick, welche Medien regelmäßig genutzt werden und welche eher weniger. Benötigt ein Arzt einen wissenschaftlichen Artikel aus einem Fachmagazin, suchen wir diesen passgenau heraus“, erklärt Silvia Faber. Ausleihanfragen für Bücher oder Zeitschriften erhalten sie meistens per E-Mail oder telefonisch. Die Bücher werden dann in der Regel über das Hauspostsystem an die Nutzer versendet. Doch nach wie vor werden sie auch vor Ort ausgeliehen und gelesen. Dafür steht ein voll ausgestattetet dritter Arbeitsplatz im Bibliotheksbüro zur Verfügung. Neben der Zentralbibliothek bestehen an den Elbe Kliniken dezentrale Abteilungsbibliotheken, vor allem in den Arztzimmern. Auch über diese Bestände sind die beiden Bibliothekarinnen informiert und vermitteln Interessenten bei Bedarf die benötigten Bücher. Ist ein Buch nicht in der Klinikbibliothek vorhanden, kann eine Fernleihe über den Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV) erfolgen.
Im Krankenhausbetrieb werden neben medizinischer Fachliteratur spezifische Informationen benötigt, beispielsweise Normen für die Technikabteilung, Arbeitsgesetze im Personalwesen oder ICD-Codes für die Abrechnung von Leistungen. All diese Informationen hält die Bibliothek in der jeweils aktuellen Version bereit und stellt sie den Anwendern zur Verfügung.
Neben der Zentralbibliothek in Buxtehude betreuen Ute Zielinski und Silvia Faber auch die Schulbibliothek an den Medizinischen Berufsfachschulen in Stade. Zweimal pro Woche sind sie vor Ort und schließen die Türen auf, damit sich Schülerinnen und Schüler auf Referate, Prüfungen und Abschlussarbeiten vorbereiten können. Eine Ausleihe ist selbstverständlich auch möglich. Es besteht eine enge Vernetzung mit der Hochschule21 in Buxtehude, an der die angehenden Physiotherapeuten ihr duales Studium absolvieren.
„Das Schönste an unserer Arbeit ist, dass wir Kolleginnen und Kollegen unterstützen und helfen können“, sind sich Ute Zielinski und Silvia Faber einig. „Ein Student bedankte sich einmal für die Unterstützung bei der Literaturrecherche mit den Worten „Liebes Bib-Team, WIR haben eine 1,0 geschafft!“.
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.