Elbe-Kliniken-Serie im WOCHENBLATT
Infektionsschutz mit System

Keime und Bakterien mit Farbe sichtbar machen: Hygienefachkraft Maike Kierstein (li.) unterweist Studierende der RSU am Elbe Klinikum Stade im richtigen Umgang mit Kleidung zum Infektionsschutz | Foto: Elbe Kliniken / Kati Meyer-Thiedig
2Bilder
  • Keime und Bakterien mit Farbe sichtbar machen: Hygienefachkraft Maike Kierstein (li.) unterweist Studierende der RSU am Elbe Klinikum Stade im richtigen Umgang mit Kleidung zum Infektionsschutz
  • Foto: Elbe Kliniken / Kati Meyer-Thiedig
  • hochgeladen von Stephanie Bargmann

Jedes Jahr versorgen die Elbe Kliniken etwa 45.000 stationäre und 85.000 ambulante Patientinnen und Patienten in Stade und Buxtehude. Rund 3.000 Mitarbeitende kümmern sich alleine im Landkreis Stade um die Gesundheitsversorgung in den beiden Krankenhäusern. Und das nicht nur in medizinischen Bereichen. Neben Ärzten und Pflegekräften beschäftigen die Kliniken zahlreiche IT-Fachkräfte, Techniker, Köche, Verwaltungskräfte, Lehrer, Gärtner, Bauplaner und vieles mehr. Grund genug, um hinter die Kulissen des größten Arbeitgebers in der Region zu blicken. Heute mit Teil 11 der Serie, der Krankenhaushygiene.

Pro Jahr kommt es bundesweit zu 400.000 bis 600.000 Krankenhausinfektionen - sogenannten nosokomialen Infektionen. Diesen Infektionen vorzubeugen und die Übertragung der Erreger einzugrenzen, ist das wichtigste Ziel der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Abteilung Krankenhaushygiene der Elbe Kliniken Stade-Buxtehude.

Das sechsköpfige Team, das standortübergreifend tätig ist, setzt sich aus drei Hygienefachkräften, zwei Mitarbeiterinnen in Weiterbildung zur Hygienefachkraft sowie einer Administrationskraft zusammen. „Wir leisten im Rahmen der Prävention einen Beitrag zur Gesunderhaltung und Gesundheitsförderung“, so Hygienefachkraft Maike Kierstein, die den Bereich am Elbe Klinikum Stade verantwortet. Das Team steht sowohl Patienten und Patientinnen, Angehörigen als auch Mitarbeitenden in allen Bereichen der Elbe Kliniken als Ansprechpartner zur Verfügung. So wird allen Mitarbeitenden – egal aus welchem Bereich – im Rahmen eines Willkommens-Tages erläutert, wie die Abteilung Krankenhaushygiene zu erreichen ist und wo Hygienevorschriften und -informationen jederzeit einsehbar sind.

Patienten und Patientinnen, bei denen bestimmte Operationen geplant sind, werden vorab auf multiresistente Keime getestet, damit gegebenenfalls vor dem Eingriff keimlastsenkende Maßnahmen ergriffen werden können. Denn eine Infektion der Wunde kurz nach der OP könnte lebensbedrohliche Folgen haben. „Diese Maßnahme schützt in erster Linie die Patienten selbst, aber selbstverständlich auch alle anderen Patienten und unsere Mitarbeiter“, erklärt Kierstein. „Wir stehen in diesem Zusammenhang stets als Ansprechpartner für alle Beteiligten, auch für Patienten und Angehörige, zur Verfügung.“

Die Krankenhaushygiene ist in alle Bereiche der Kliniken eingebunden: Das Team begleitet die Bauplanung, koordiniert und führt regelmäßig Umgebungsuntersuchungen und Wasserproben durch und erfasst, meldet und bewertet Infektionszahlen. „Einmal pro Woche begleiten wir mit einem interdisziplinären Team aus Apotheke, Mikrobiologie und Ärzteschaft die Visiten auf unseren Intensivstationen“, so Kierstein. „Unsere jüngsten Patienten auf der Kinderintensivstation mit Neonatologie sind besonders durch Erreger gefährdet. Deshalb gilt diese Station als sogenannter hygienerelevanter Risikobereich. Das bedeutet, dass hier die hygienischen Anforderungen und Maßnahmen sehr hoch sind“, ergänzt sie.

Sowohl im Alltag als auch in Krisensituationen steht das Team mit Gesprächen, Beratungen, Schulungen und Begehungen zur Verfügung. Regelmäßig schulen die Hygienefachkräfte die Mitarbeitenden in den unterschiedlichen Bereichen rund um die Themen Desinfektion, Schutzausrüstung, Übertragungswege, Sterilisation und Mikrobiologie. Unterstützt wird das Team der Krankenhaushygiene von hygienebeauftragten Ärzten und Pflegekräften sowie dem Leiter der Krankenhaushygiene und einer externen Fachärztin für Hygiene und Umweltmedizin.

Keime und Bakterien mit Farbe sichtbar machen: Hygienefachkraft Maike Kierstein (li.) unterweist Studierende der RSU am Elbe Klinikum Stade im richtigen Umgang mit Kleidung zum Infektionsschutz | Foto: Elbe Kliniken / Kati Meyer-Thiedig
Zum Infektionsschutz ist die richtige Händedesinfektion im Krankenhaus besonders wichtig | Foto: Elbe Kliniken / Kati Meyer-Thiedig
Redakteur:

Stephanie Bargmann aus Stade

Webseite von Stephanie Bargmann
Stephanie Bargmann auf Facebook
Stephanie Bargmann auf Instagram
Stephanie Bargmann auf YouTube

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

4 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ