Kohlekraft-Pläne in Stade: Gericht entscheidet

Das Dow-Werk Stade soll um ein Kohlekraftwerk ergänzt werden. Umweltverbände klagen
  • Das Dow-Werk Stade soll um ein Kohlekraftwerk ergänzt werden. Umweltverbände klagen
  • Foto: Christian Hager/Hagerpress
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Neues Kraftwerk bei Dow Chemical: Angst vor Gesundheitsschäden


tp. Stade. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg verhandelt am Dienstag, 26. September, über den Bebauungsplan der Stadt Stade, der der Firma Dow Chemical die Errichtung eines neuen Kohlekraftwerks in Stade ermöglichen soll. "Zum Schutz von Klima, Umwelt und Gesundheit gilt es, dies zu verhindern", heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Umweltverbänden und Bürgerinitiativen mit dem BUND Niedersachsen als Klageführer. Die Institutionen hatten deshalb im Oktober 2015 gemeinsam Klage gegen den Bebauungsplan eingereicht (das WOCHENBLATT berichtete).

Bei einer Laufzeit von mehr als 40 Jahren würde das Kohlekraftwerk noch über Jahrzehnte Kohlendioxid ausstoßen. „Das ist ein völlig falscher Weg“, sagt BUND-Vorsitzender Heiner Baumgarten. „Unsere Aufgabe ist nicht mehr, möglichst günstig und ohne Rücksicht auf die Umwelt Energie zu produzieren. Der Energiemix der Zukunft besteht aus erneuerbaren und schadstoffarmen Energieträgern."

Udo Paschedag von der Arbeitsgemeinschaft Umweltplanung Niederelbe ergänzt: „Der Rat der Stadt Stade hat der Dow hingegen den roten Teppich ausgerollt und seinen planungsrechtlichen Gestaltungsspielraum nicht im Interesse der Menschen und unserer Umwelt ausgeschöpft."

Große Sorgen bereitet Kritikern das geplante Kohlekraftwerk aufgrund seiner Nähe zu Wohnsiedlungen und Freizeiteinrichtungen. Sie befürchten, die hohen Feinstaubemissionen könnten zu schweren Gesundheitsschäden führen.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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