Roter Teppich für "Helden der Arbeit"

Auf dem roten Teppich am Fischmarkt: Silvia Steffens, engagierte Leiterin des Frauenhauses in Stade
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Rund 600 Teilnehmer aus sozialen Berufen fordern Gehaltserhöhung auf Groß-Demo in Stade

tp. Stade. "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Kohle klaut!" Protestrufe wie diese skandierten am Mittwoch in Stade rund 600 Teilnehmer einer großangelegten Demonstration der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, dazu schrillten die Trillerpfeifen und im lauen Frühlingswind flatterten den Protestbanner.
Die Beschäftigten erwarten nach jahrzehntelangem Stillstand eine bessere Anerkennung ihrer Berufe. Dabei wird eine höhere Eingruppierung im Tarifvertrag öffentlicher Dienst gefordert. In der ersten Verhandlungsrunde haben die kommunalen Arbeitgeber dies abgelehnt.

Am Montag, 23. März, geht Verdi in Münster mit den Arbeitgebern in die zweite Verhandlungsrunde, in der angesichts gestiegener Anforderungen und anspruchsvoller Ausbildungen eine Aufwertung der Berufe erwartet wird. Mit Protestmärschen wie dem in Stade verliehen die Beschäftigten ihren Forderungen Nachdruck. An der von Streiks in kommunalen Kindergärten und anderen sozialen Einrichtungen begleiteten Aktion in Stade nahmen Erzieherinnen, Sozialarbeiter und Co. aus den Landkreisen Stade, Rotenburg und Osterholz teil. Auch Privatleute mischten sich unter die Demonstranten, unter ihnen die Informatikerin Jana Mehl (28) aus Stade mit ihrem Sohn Arian (2): "Ich erkläre mich mit den Streikenden solidarisch und bestehe auf ausreichend gut ausgebildetes Fachpersonal in öffentlichen sozialen Einrichtungen. Diese Menschen sollen für ihre Arbeit auch gut bezahlt werden."

Auch Claudia Pernak (53), Jugendpflegerin der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten, ging auf die Straße: "Ich bin persönlich zufrieden mit meiner Teilzeitstelle, aber pädagogische Einrichtungen leiden zunehmend an Personalmangel." Pernak führt dies unter anderem auf schlechte Gehälter zurück und nennt als Beispiel die vierjährige Erzieher-Ausbildung ohne Bezahlung. "Hier muss sich was ändern."

Bei einer zentralen Kundgebung auf dem Fischmarkt rollten die Beschäftigten einen roten Teppich als Symbol für ihre gute Arbeit aus und riefen einzelne Vertreter sozialer Berufe namentlich auf, darunter die Stader Frauenhaus-Chefin Silvia Steffens, die, trotz Teilzeitbeschäftigung, gerade einen 24-Stunden-Dienst hinter sich hatte. Berufskollegen und Passenten zollten ihren und weiteren "Helden des Alltags" gekürten Vertretern sozialer Berufe lautstarken Beifall.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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