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"Wir kämpfen weiter"
Schölischer Straße in Stade

Otto-Ludwig Langbehn ist 96 Jahre alt und soll mehr als 100.000 Euro Ausbau-Beiträge zahlen | Foto: bc
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Weitere Artikel zu Kai Seefried

Politik

Landrat lädt zur "Zukunftswerkstatt" ein
Wie soll sich der Landkreis Stade entwickeln? Bürgerdialog zum künftigen Raumordnungsprogramm

Aktuelle Themen diskutieren und die Entwicklung der Region aktiv mitgestalten: Das ist das Ziel der Veranstaltungsreihe „Zukunftswerkstatt Landkreis Stade“. In der nächsten Ausgabe des Formats geht es um das Thema Raumordnung. Anlass ist die derzeit laufende Überarbeitung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP). Los geht es am Montag, 18. Mai, um 17 Uhr im großen Sitzungssaal des Kreishauses. Grundlage für Pläne der Kommunen Das RROP legt die Grundlagen für die Entwicklung der Städte und...

Wirtschaft

Modellprojekt soll fortgesetzt werden
Ein "Engel" für Stade: Ehemaliger Dow-Manager engagiert sich für den Chemie- und Industriestandort

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Politik
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Landkreis Stade setzt auf Bürgerdialog
Zukunftswerkstatt im Stader Kreishaus: Diskussion um Windkraft und Naturschutz

Wo sollen künftig neue Wohngebiete entstehen? Auf welchen Flächen ist die Natur besonders schützenswert? Und wo ist Platz für weitere Windparks? Antworten auf solche Fragen gibt das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP). In diesem Programm legen die Landkreise fest, wie mit der knappen Ressource Boden umzugehen ist. Im Landkreis Stade arbeitet die Verwaltung derzeit an einer Neuauflage des RROP. Etwa alle zehn Jahre muss diese planerische Grundlage für die Flächennutzungspläne  und...

Politik
Kurze Verschnaufpause auf dem Elbdeich: Stades Landrat Kai Seefried und Frau Julia genießen die morgendliche Joggingrunde | Foto: jd
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Beim Laufen hat er die besten Ideen
Stader Landrat mit Weitblick: So startet Kai Seefried in seinen Arbeitstag

Sechs Uhr morgens auf dem Deich bei Assel. Eine frische Brise weht von der Elbe herüber, die Luft ist klar und Stille liegt über der weiten Landschaft Kehdingens. Einen Moment später tauchen Landrat Kai Seefried und seine Frau Julia am Deichfuß auf – beide in flotter Laufmontur. Sie nähern sich mit federnden Schritten der Deichkrone. Fünf Kilometer beträgt ihr Rundkurs, der sie von der Haustür in Richtung Deich und wieder zurück führt. Für den Landrat ist diese halbe Stunde am Morgen mehr als...

Panorama
Übergabe der Nutria-Fallen an die Jäger | Foto: Daniel Beneke/LK Stade
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Deich-Buddler gefährden den Küstenschutz
200 neue Fallen: Landkreis Stade rüstet Jägerschaft im Kampf gegen Nutrias aus

Nutrias sehen ein wenig aus wie zu groß geratene Meerschweinchen, sind hervorragende Schwimmer und können mit ihren orangefarbenen Schneidezähnen durchaus putzig wirken. Doch bei Deichverbänden, Landwirten und Jägern schrillen die Alarmglocken, wenn der Name Nutria fällt. Denn die Nager haben eine unangenehme Angewohnheit: Sie buddeln. Und zwar ausgerechnet dort, wo besser niemand buddeln sollte – an Deichen und Uferböschungen. Damit die ungebetenen Tiefbauarbeiter künftig häufiger aus dem...

Panorama
Vorstellung der Plapperkisten in der Bücherei Elbmarsch mit Angelika Brauns (Leiterin der Büchereizentrale), Kai Seefried (Vorsitzender der Büchereizentrale), Kathrin Wagner-Bockey (Bürgermeisterin der Samtgemeinde Elbmarsch), Claudia Taghipourian Farzinloo (Leiterin der Bücherei Elbmarsch) und Dr. Frank Corleis (Leiter des SCHUBZ-Umweltbildungszentrums) | Foto: Büchereizentrale
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Neues Büchereiangebot in der Elbmarsch
Stader Landrat kam in ehrenamtlicher Funktion in den Landkreis Harburg

Kürzlich war Stades Landrat Kai Seefried zu Besuch im Landkreis Harburg. Es handelte sich allerdings nicht um einen klassischen dienstlichen Termin, die ein Hauptverwaltungsbeamter täglich hat. Seefried kam in Ausübung eines seiner zahlreichen Ehrenämter, die er mit dem Landratsposten quasi mit übernommen hat, in den Nachbarkreis. Seefried ist Vorsitzender des Büchereiverbandes Lüneburg-Stade. In dieser Eigenschaft stellte er jetzt in der Bücherei der Samtgemeinde Elbmarsch ein neues Angebot...

Politik
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) befasste sich bei seinem Besuch in Stade vor allem mit dem Thema Sicherheit | Foto: Daniel Beneke
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Weitere Themen waren Migration und Extremismus
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt in Stade: Sicherheit als zentrale politische Aufgabe

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) war am gestrigen Samstag, 22. August, zu Besuch in Stade. In der  komplett gefüllten Seminarturnhalle sprach er über Migration, Extremismus und Bevölkerungsschutz. Bei der anschließenden Talkrunde mit Landrat Kai Seefried und CDU-Bürgermeisterkandidat Arne Kramer ging es vor allem um die Sicherheitslage in Stade. Denn in der Hansestadt wird seit Langem intensiv darüber diskutiert, wie sicher der öffentliche Raum ist. Wiederholte Attacken auf...

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Straßen, Bahn und andere Infrastruktur
Das große WOCHENBLATT-Sommerinterview mit dem Stader Landrat Kai Seefried

Die Energiewende, wichtige Verkehrsprojekte und die Zukunft der Infrastruktur: An großen Themen mangelt es auch im Landkreis Stade nicht. WOCHENBLATT-Redaktionsleiter Jörg Dammann traf den Stader Landrat Kai Seefried am Rande der Veranstaltung zum Tunneldurchstich der ElbX-Querung für die SuedLink-Leitung in Wischhafen. Im Interview spricht Seefried über Fortschritte bei zentralen Projekten, aber auch über Baustellen, bei denen es aus seiner Sicht schneller vorangehen muss. Und zum Schluss geht...

bc. Stade. Die Botschaft, die die Interessengemeinschaft (IG) Schölischer Straße am vergangenen Freitag sendete, war eindeutig. „Wir kämpfen weiter für die Abschaffung der Straßenausbau-Beitragssatzung. Die Satzung ist krank und macht krank“, sagte Lutz Feldtmann in seinem Hotel „Vier Linden“ vor rund 70 IG-Mitgliedern und interessierten Gästen, die zu einem Treffen mit den CDU-Politikern Kai Seefried und Dirk Toepffer, Vize-Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag, gekommen waren.
Auch wenn die Veranstaltung mitten im Wahlkampf stattfand, ein klassischer PR-Termin für den Kandidaten Seefried war das nicht. Auf die CDU - auch auf SPD und Grüne - sind in Schölisch nicht gerade viele Bürger gut zu sprechen. Hubert Hansel, einer der Vorkämpfer der IG, sprach sogar davon, dass die CDU für Anwohner an der Schölischer Straße unwählbar sei, solange sie sich nicht eindeutig in Sachen Satzung positioniere.
Wie berichtet, segnete jüngst der Stader Stadtrat das Fortbestehen der Satzung mehrheitlich ab - mit den Stimmen der Christdemokraten sowie von SPD und Grünen. Für die Schölischer bedeutet das trotz nun geringerer Beiträge: Sie müssen für ihre ausgebaute Straße weiter tief in die Tasche greifen - die meisten zahlen zwischen 5.000 und 9.000 Euro (ca. 75 Prozent), ungefähr 20 Prozent löhnen mehr als 10.000 Euro und einige wenige sogar über 100.000 Euro (siehe Info-Kasten). Hansel: Die Satzung sei faktisch eine Enteignung.
Was am Freitag deutlich wurde: Viele Bürger sind maßlos enttäuscht von ihren politischen Vertretern im Rat. Sven Feldtmann, einer der Sprecher der IG, sagte: „Unser Glaube an die Politik ist im Keller.“ Bürgermeisterin Silvia Nieber (SPD) spreche der IG sogar das Verständnis für Demokratie ab, so Feldtmann: „Deswegen hört unser Kampf nicht auf.“
Immer wieder fällt das Stichwort Ungerechtigkeit. Die Anwohner empfinden es als besonders unfair, dass die Stadt vor mehr als 35 Jahren freiwillig die Baulast für die Straße vom Landkreis übernommen habe, es dann aber versäumt habe, diese einzutragen.
Für Dirk Toepffer war der Termin am Freitag ein gefühltes Heimspiel. Er outete sich als Satzungsrebell: „Alle Modelle einer Beitragssatzung sind ungerecht.“ Also auch die jüngst beschlossenen wiederkehrenden Ausbaubeiträge. Toepffer stellte klar: „Wer die Baulast trägt, muss für den Ausbau zahlen. Das ist Gesetz.“
Dass in Stade die Beiträge von der Politik nun auf das „gesetzliche Mindestmaß“ von 20 Prozent gesenkt wurden, versteht Toepffer überhaupt nicht: „Es existiert kein gesetzliches Mindestmaß.“ Hintergrund: Die 20 Prozent ergeben sich aus der Rechtsprechung, also aus der Anwendung des gesetzten Rechts.
Kai Seefried ist ebenfalls ein Gegner der Satzung. Er verweist allerdings auf die Gegenfinanzierung. Sofern die Satzung aus dem Kommunalabgabengesetz entfernt werde, müssten alternative Finanzierungsmodelle geschaffen werden. Beispiel: Grundsteuer-Hebesätze. „Andernfalls bekommen wir in Hannover keine Mehrheit.“ Das Problem ist nämlich, dass nicht alle in der CDU-Fraktion so ticken wie Toepffer und Seefried.
Toepffer in Richtung der Anwohner: „Kämpfen Sie weiter. Wir tun es auch, um unsere Fraktionskollegen zu überzeugen. Ihnen kann man demokratisches Verständnis nicht absprechen. Sie sollten gegen die Beitragserhebung klagen.“
• Unterdessen geben die IG-Mitglieder medial ordentlich Gas. Nachdem ihr Protest schon auf NDR, SAT1, RTL, Kabel1 und VOX lief, widmet Komiker Mario Barth am Mittwoch, 11. Oktober, den Schölischern in seiner RTL-Sendung „Mario Barth deckt auf“ einen Beitrag (20.15 Uhr). In den nächsten Tagen kommt dann ein Team der ZDF-Sendung „Terra Xpress“.

96-Jähriger soll 100.000 Euro zahlen: „Daran gehe ich kaputt“

Dieses Schicksal eines Anwohners an der Schölischer Straße zeigt die ganze Härte der Satzung. Otto-Ludwig Langbehn ist Landwirt und 96 Jahre alt. Weil er viel Land besitzt, sind seine Beiträge exorbitant hoch. Er soll mehr als 100.000 Euro zahlen. „Daran gehe ich kaputt“, sagte er bei dem Treffen der Interessengemeinschaft am vergangenen Freitag. Er habe schon viel Geld in eine Drainage gesteckt, von der ebenfalls die Öffentlichkeit profitiere. Langbehn: „Wir Schölischer haben die Straße nicht kaputt gefahren. Die Satzung muss weg.“

Redakteur:

Björn Carstens aus Buxtehude

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