Winterquartier Naturgarten
Tiere und Biodiversität fördern im eigenen Garten
- Der eigene Garten kann einen wichtiger Beitrag zur Biodiversität leisten
- Foto: AdobeStock/Moorland Roamer
- hochgeladen von Pauline Bellmann
Wenn sich der erste nächtliche Frost über den Boden legt, wird es im Garten ruhiger. Viele Tiere sind nun auf der Suche nach einem geeigneten Winterquartier – oder haben es bereits bezogen. Wie Hobbygärtner sie in der kalten Jahreszeit unterstützen und gleichzeitig die Artenvielfalt fördern können, erklärt Dr. Lutz Popp, Gartenbauexperte des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege e. V. (BLGL).
Strukturvielfalt hilft der Natur
Nicht nur Bienen, sondern auch zahlreiche andere Insekten tragen dazu bei, dass Pflanzen wachsen. Umso wichtiger ist es, ihnen gerade im Winter gute Bedingungen zu bieten. Ein naturnaher Garten mit vielen verschiedenen Strukturen schafft Lebensräume für zahlreiche Arten. Je vielfältiger der Garten aufgebaut ist, desto höher ist die Biodiversität.
Ein Naturgarten wird im Einklang mit den Jahreszeiten gepflegt. „Weniger ist mehr“, lautet dabei Dr. Popps Devise für die Gartenpflege im Winter. Er empfiehlt, vorhandene Strukturen zu belassen und abgestorbene Pflanzen nicht zurückzuschneiden.
Wertvolle Rückzugsorte im Garten
Besonders geeignet als Winterquartier für Tiere sind Laubschichten, Totholz, Reisighaufen, Stängel und Fruchtstände von Blühpflanzen sowie Steinformationen. Sie bieten Schutz vor Kälte und Fressfeinden.
Doch auch in Gärten mit weniger Struktur können Kleintiere unterstützt werden. „Gartenbesitzer können Reisighaufen, Schilfrohre, Hohlziegel und markhaltige Zweige auslegen oder Stängel von Brombeeren, Königskerzen und Disteln als Bündel anbieten, um Winterquartiere zu schaffen“, so Dr. Popp. Auch Nisthilfen für Wildbienen sind hilfreich – wichtig ist dabei ein geschützter Standort, der vor Regen und Wind schützt.
Weniger Licht ist mehr
Gerade in der Weihnachtszeit sollte künstliches Licht im Garten sparsam eingesetzt werden. Zu viel Beleuchtung stört die nächtliche Orientierung vieler Tiere. Warmweißes Licht ist dabei besser als grelles Licht. Dr. Lutz Popp rät: „Am schönsten ist es, den Blick nach oben gen Sternenhimmel zu richten und sich an dem natürlichen Lichtspektakel zu begeistern.“
Redakteur:WOCHENBLATT Praktikant aus Nordheide Wochenblatt |
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