Winterwetter bremst die Müllabfuhr aus
Wegen Frost: Weiter Müll-Frust im Landkreis Stade
- Vor allem in schmalen Straßen werden die Abfalltonnen derzeit nicht geleert, weil die Müllafahrzeuge diese Straßen wegen der Glättegefahr nicht ansteuern
- Foto: jd
- hochgeladen von Jörg Dammann
Wenn der Winter in Norddeutschland ernst macht, zeigt sich schnell: Schnee und Eis haben hierzulande fast schon Katastrophenpotenzial – zumindest für die Infrastruktur. Straßen werden glatt, Nebenstraßen verwandeln sich in Rutschbahnen und selbst alltägliche Dinge wie die Müllabfuhr geraten ins Stocken. In den vergangenen Tagen wurden nicht überall Tonnen geleert und Gelbe Säcke mitgenommen.
Eisige Temperaturen und nicht geräumte Straßen machen den Müllwerkerinnen und Müllwerkern derzeit das Leben schwer. Besonders in Nebenstraßen, wo die Fahrbahnen wegen anhaltender Minusgrade noch immer vereist sind, geht aus Sicherheitsgründen oft nichts mehr. Das Amt für Abfall und Kreislaufwirtschaft des Landkreises Stade bittet daher um Verständnis – auch wenn der Blick auf die volle Tonne vor der Haustür verständlicherweise wenig romantische Wintergefühle weckt.
Bürger rufen beim Landkreis an
Beim Landkreis gehen derzeit täglich zahlreiche Anrufe von Bürgerinnen und Bürgern ein, die auf ihre ausgebliebene Müllabfuhr warten. Der beauftragte Entsorgungsdienstleister versuche zwar, die Touren so gut wie möglich aufrechtzuerhalten, erklärt die stellvtretende Amtsleiterin Katja Stelljes. Doch wechselnde Straßenverhältnisse, Schnee, Glätte und ungeräumte Gehwege setzen klare Grenzen. Sicherheit gehe vor – für Fußgänger, andere Verkehrsteilnehmer und nicht zuletzt für die Müllwerker selbst.
Müllwagen-Fahrer entscheiden selbst
Hinzu kommt: Vor Ort entscheiden die Fahrer der Müllwagen selbst, ob eine Straße befahrbar ist. Deshalb kann es passieren, dass die Nachbarstraße angefahren wird, die eigene aber nicht. Auch unterschiedliche Einschätzungen oder sich schnell ändernde Witterungsbedingungen spielen eine Rolle. So kann es vorkommen, dass Gelbe Säcke eingesammelt werden, die Hausmülltonne daneben aber stehen bleibt – was zwar irritierend wirkt, aber schlicht der Situation geschuldet ist.
Zusätzlichen Müllsack verwenden
Wer nun auf eine schnelle Nachholtour hofft, muss sich leider gedulden. Aufgrund der Wetterlage und begrenzter Kapazitäten sind verlässliche Zusatzfahrten nicht möglich. Liegt die Tonne also noch voll am Straßenrand, bleibt nur das Warten auf den nächsten regulären Abfuhrtermin. Immerhin: Bei der nächsten Hausmüllabfuhr dürfen zusätzliche Müllsäcke neben die Tonne gestellt werden – handelsübliche Säcke reichen aus. Das gilt aber nur für diejenigen, deren Mülltonne zuvor nicht geleert wurde.
Altpapier neben die Tonne stellen
Für Altpapier gibt es ebenfalls eine Notlösung. Beim nächsten Abfuhrtermin können Papier und Pappe gebündelt in einem Karton neben die Tonne gestellt werden. Der Karton darf aber nur so groß sein, dass er in eine Altpapiertonne hineinpasst. Gelbe Säcke sollten einfach beim nächsten Abfuhrtermin erneut bereitgelegt werden. Wer nicht warten möchte, kann sie auch kostenlos im Recycling-Zentrum Stade am Klarenstrecker Damm entsorgen.
Außerdem können die Bürgerinnen und Bürger zu einer reibungslosen Abfuhr beitragen, indem sie
ihre Behälter und Gelben Säcke an geräumten und befahrbaren Straßen zur Abfuhr bereitstellen.
Weitere Informationen gibt es online unter:
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Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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