Wasserstoffzentrum für Luft- und Schifffahrt
24 Millionen Euro Fördermittel für den Forschungsstandort Stade

Die Projektbeteiligten kamen im CFK-Nord zum Auftakt-Workshop zusammen | Foto: Projektentwicklung Stade
  • Die Projektbeteiligten kamen im CFK-Nord zum Auftakt-Workshop zusammen
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Jetzt wird es konkret: Beim Stader Wasserstoff-Projekt H2AM steht nach einer europaweiten Ausschreibung fest, wer die Planung für das neue Innovationszentrum übernimmt: Die pbr planungs- und beratungsgesellschaft aus Osnabrück und Hamburg soll das Großprojekt umsetzen. Mit einem ersten gemeinsamen Workshop ist offiziell die Planungsphase gestartet.

Modernes Forschungszentrum 
Hinter dem Kürzel H2AM steckt der sperrige Name „Hanseatic Hydrogen Center for Aviation and Maritime“. Dabei handelt es sich um ein Zukunftsprojekt für klimafreundliche Mobilität. Vereinfacht gesagt: In Stade sollen künftig Technologien entwickelt und getestet werden, mit denen Flugzeuge und Schiffe später sauberer unterwegs sein können – mithilfe von Wasserstoff. Geplant ist dafür ein modernes Forschungszentrum im Stadtteil Ottenbeck – direkt neben dem CFK NORD. Vorgesehen sind Labore, Hallen, Büros und Projektflächen. Außerdem soll es ein sogenanntes „OpenLab“ geben, in dem auch Schülerinnen und Schüler an MINT-Themen herangeführt werden.

Kompetenter Partner 
„Wir haben mit pbr einen kompetenten Partner gefunden, um gemeinsam dieses zukunftsweisende Projekt umzusetzen“, sagt Thomas Friedrichs, Geschäftsführer der stadteigenen Gesellschaft Projektentwicklung Stade. Das Unternehmen pbr habe sich gegen acht Mitbewerber durchgesetzt. Friedrichs' Mitarbeiterin Jenne Wendt betont als Projektverantwortliche die Bedeutung des Bauvorhabens. Sie hebt die konstruktive Zusammenarbeit hervor. Seitens der Hansestadt Stade begleitet Saskia Deckenbach das Projekt von Anfang an. Sie freue sich, dass nun mit der Umsetzung begonnen werde. 

24 Millionen Euro Fördergeld fließen in Stades Wasserstoff-Zukunft

Nach vier Jahren kam die Förderzusage
Für Stade ist das Projekt ein Millionen-Schub: Insgesamt fließen rund 24 Millionen Euro Fördergelder des Bundes in die Hansestadt. Etwa neun Millionen Euro davon sind allein für den Neubau vorgesehen. Das H2AM gehört zu einem bundesweiten Netzwerk von Wasserstoff-Zentren. Bereits 2021 hatte sich Stade gemeinsam mit Hamburg sowie Bremen/Bremerhaven als Standort beworben. Nach zwischenzeitlichen Verzögerungen und einem vorübergehenden Förderstopp durch das Bundesverkehrsministerium erfolgte Anfang 2025 schließlich die endgültige Förderzusage.

Schwerpunkt Wasserstoff-Anwendungen
In Stade liegt der Schwerpunkt des Zentrums auf Wasserstoff-Anwendungen für Luft- und Schifffahrt. Entwickelt und getestet werden sollen unter anderem Speicher-, Verteil- und Antriebssysteme. Dabei setzt die Hansestadt auf ihre Nähe zum Hafen, zur Elbe und zur Luftfahrtindustrie rund um Airbus. Außerdem arbeitet das neue Zentrum eng mit dem bestehenden CFK Valley zusammen, in dem bereits an besonders leichten Materialien für Flugzeuge und andere Anwendungen geforscht wird.

Noch in diesem Herbst soll die Entwurfsplanung für das neue Gebäude vorliegen. Danach folgen europaweite Ausschreibungen für die weiteren Planungs- und Bauleistungen.

Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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