Fast 8000 Kontrollen
Bundespolizei zieht Bilanz zum Fahndungstag in Norddeutschland
- Handschellen und Polizeiwagen (Symbolbild)
- Foto: KI generiert
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Mit einem umfangreichen Einsatz hat die Bundespolizei in Norddeutschland ihre Präsenz deutlich verstärkt. Ziel war es, Kriminalität einzudämmen und das Sicherheitsgefühl der Reisenden zu erhöhen.
Am Mittwoch, 22. April, führte die Bundespolizeidirektion Hannover einen direktionsübergreifenden Fahndungstag in Bremen, Niedersachsen und Hamburg durch. Im Fokus standen insbesondere Hauptbahnhöfe, Flughäfen sowie der Nah- und Fernverkehr. Auch der grenzüberschreitende Verkehr wurde verstärkt kontrolliert.
Mehr als 800 Einsatzkräfte im Einsatz
Zwischen 8 Uhr und 22 Uhr waren über 800 uniformierte und zivile Einsatzkräfte im Einsatz. Sie gingen gezielt gegen Gewalt- und Eigentumskriminalität sowie illegale Migration vor und überprüften auffällige Personen. Zusätzlich kamen sogenannte „Super-Recogniser“ zum Einsatz, die auf das Wiedererkennen von Tatverdächtigen spezialisiert sind.
Ein Schwerpunkt lag auf verstärkten Kontrollen in Zügen, um die Sicherheit für Fahrgäste sichtbar zu erhöhen. Direktionsweit wurden dafür zahlreiche Zugstreifen durchgeführt.
Fast 8000 Kontrollen – mehrere Haftbefehle vollstreckt
Die Einsatzbilanz zeigt den Umfang der Maßnahmen: Insgesamt wurden 7951 Personen und Gegenstände kontrolliert, vor allem an Flughäfen. Dabei stellten die Beamten 55 Aufenthaltsermittlungen fest und vollstreckten vier Haftbefehle. Zudem wurden zwölf Platzverweise ausgesprochen und fünf Verstöße gegen Allgemeinverfügungen festgestellt. Zwei Personen wurden an der deutsch-niederländischen Grenze zurückgewiesen.
Insgesamt leitete die Bundespolizei 75 Strafverfahren ein. Darunter befanden sich vier Fälle von Körperverletzung sowie 71 weitere Straftaten.
Festnahmen in Hannover und Braunschweig
Bei den Kontrollen kam es auch zu mehreren Festnahmen: Im Hauptbahnhof Hannover wurde eine 31-jährige Deutsche überprüft, gegen die ein Haftbefehl wegen Diebstahls vorlag. Da sie eine Geldstrafe in Höhe von 1000 Euro nicht bezahlen konnte, wurde sie für 22 Tage in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
In einem Regionalexpress zwischen Wolfsburg und Braunschweig kontrollierten Beamte einen 31-jährigen Mann, der zunächst nicht identifiziert werden konnte. Über Fingerabdrücke stellte sich heraus, dass auch gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Er wurde wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz zu einer Ersatzfreiheitsstrafe von 25 Tagen eingeliefert.
Ein weiterer Fall ereignete sich in einem ICE von Berlin nach Hannover: Ein 49-jähriger litauischer Staatsangehöriger wurde wegen Leistungserschleichung überprüft. Da er keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat und bereits mehrfach polizeilich aufgefallen war, ordnete die Staatsanwaltschaft Hannover seine vorläufige Festnahme an. Ein beschleunigtes Verfahren ist vorgesehen.
Bundespolizei sieht positives Signal
Der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Michael Schuol, zeigte sich zufrieden mit dem Einsatz: „Wir haben wieder ein deutliches Zeichen für mehr Sicherheit gesetzt.“ Zudem habe es positive Rückmeldungen von Reisenden zur verstärkten Präsenz gegeben.
Die Bundespolizei kündigte an, auch künftig verstärkt an Bahnhöfen, in Zügen und an Flughäfen präsent zu sein. Ziel bleibe es, Straftaten konsequent zu verfolgen und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung nachhaltig zu stärken.
Redakteur:Julia Paepcke aus Buchholz |
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