800 Kilometer Fahrt und eine spektakuläre Verfolgungsjagd

Täter wollte geheimnisvolle Sophie besuchen

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Digitales Desaster: HVV Any-App eingestellt
Eine App, die keiner nutzte – und ein Verkehrsnetz am Limit: Hamburgs verpasste Chancen beim ÖPNV

Die Londoner Oyster Card war das große Vorbild für die Any-App in Hamburg. Doch das digitale Ticket-Projekt des HVV scheiterte jetzt | Foto: jd
  • Die Londoner Oyster Card war das große Vorbild für die Any-App in Hamburg. Doch das digitale Ticket-Projekt des HVV scheiterte jetzt
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Ein Metronom-Zug fährt über eines der Nadelöhre für den Hamburger Bahnverkehr: Die Bahnbrücken über die Norderelbe sind marode und müssen in den kommenden Jahren erneuert werden | Foto: Martin Elsen/nord-luftbilder.de
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Hamburgs Bahn-Nadelöhre werden Dauerbaustellen
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Die vierwöchige Sperrung der Bahnstrecke zwischen Harburg und Hamburg-Hauptbahnhof für sämtliche Regionalzüge ist womöglich nur ein Vorgeschmack darauf, was Pendlern und Bahnreisenden in den kommenden Jahren bevorsteht. Wer jetzt Mitte 50 ist und täglich mit dem Zug zur Arbeit nach Hamburg fährt, muss bis zu seiner Rente mit Streckensperrungen, Zugausfällen und erheblichen Verzögerungen bei der Fahrt in die City rechnen. Der rund elf Kilometer lange Schienenstrang vom Harburger Bahnhof bis zum...

Blaulicht

Täter wollte geheimnisvolle Sophie besuchen
Mit geklautem Linienbus von Baden-Württemburg nach Buxtehude

Ein gestohlener Bus, fast 800 Kilometer Fahrt und eine spektakuläre Verfolgungsjagd über die Autobahn: Ein junger Mann aus Baden-Württemberg wollte mit einem geklauten Linienbus eine Internetbekanntschaft in Buxtehude besuchen. Jetzt steht der 22-Jährige vor Gericht. Seine Verteidigerin präsentiert als Grund für die irrsinnige Tour eine abenteuerliche Geschichte, die sich um eine geheimnisvolle Sophie aus Buxtehude dreht.   Kennengelernt auf TikTokEs gibt Liebeserklärungen mit Blumen, Pralinen...

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Rund 100 Feuerwehrkräfte im Einsatz
Drei Schwerverletzte bei Explosion in Lauenbrück

Eine gewaltige Explosion, meterweit verstreute Trümmer und ein Mobilheim in Flammen: Im Mobilheimpark „Aukamp“ in Lauenbrück (Samtgemeinde Fintel) ist es am Dienstagnachmittag gegen 17.30 Uhr zu einem folgenschweren Unglück gekommen. Drei Menschen wurden schwer verletzt. Rund 100 Feuerwehrkräfte kämpften gegen den Brand und verhinderten, dass die Flammen auf weitere Mobilheime übergriffen. Bewohnerin bemerkt Gasgeruch Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte die 77-jährige Bewohnerin des...

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Am frühen Mittwoch-Nachmittag, 28. Oktober,  wurde die Ortsfeuerwehr Buchholz zu einem brennenden PKW in die Buchholzer Innenstadt gerufen. Auf dem Hinterhof eines Bürogebäudes in der Karlstraße hatte der Motorraum eines Autos Feuer gefangen. Der Fahrer wollte sein Fahrzeug auf dem Parkplatz am Gebäude einparken, als ihm Rauch aus dem Motorraum auffiel. Geistesgegenwärtig stellte der Fahrer das Fahrzeug mit Abstand zum Gebäude und weiteren geparkten Fahrzeugen ab und wählte den Notruf. Bei...

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Atommüll-Endlager: Zwei Gebiete in den Landkreisen Stade und Harburg stehen noch auf der Liste

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Sie eröffneten offiziell den Wohnmobil-Stellplatz: Matthias Krohn (v. li., Verkehrsbehörde Stadt Buchholz), Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse und Sylvia Müller (Sweco GmbH vom Leader-Regionalmanagement) | Foto: sh
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Wohnmobilstellplatz für Buchholz

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Achtung: Taschendiebe unterwegs! Am Dienstag, 27. Oktober, haben in der Zeit zwischen 10.30 Uhr und 10.50 Uhr, Diebe im Aldi-Markt am Altstadtring eine 73-jährige Frau bestohlen. Die Täter entwendeten während des Einkaufens die in der Jackentasche getragene Geldbörse und verließen damit unbemerkt das Geschäft. Mit der Geldbörse gelangten die Täter an mehrere hundert Euro Bargeld sowie Ausweise und eine EC-Karte. Mit dieser versuchen sie anschließend noch Geld vom Konto abzuheben. Gegen 11 Uhr...

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Drei neue Einsatzfahrzeuge erhielten die Feuerwehren in Bargstedt und Wangersen  | Foto: Feuerwehr
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Fahrzeugübergabe in Bargstedt und Wangersen
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Drei neue Feuerwehrfahrzeuge treten für die Freiwillige Feuerwehr Bargstedt und Wangersen in den Dienst und unterstützen die Helferinnen und Helfer bei ihren Einsätzen. Die Übergabe erfolgte durch Samtgemeindebürgermeisterin Ute Kück, Kreisbrandmeister Henning Klensang und Gemeindebrandmeister Heiko Wachlin. Im Zuge der Fahrzeugübergabe wurde auch der Umbau der ehemaligen DRK-Rettungswache in Bargstedt zum zusätzlichen Feuerwehrstandort gewürdigt. Die Feuerwehr Bargstedt erhielt - den von...

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Zeugenaufruf der Polizei
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Ungebetener Besuch in einem Wohnhaus an der Schulstraße in Todtglüsingen: Am Montag, gegen 15.45 Uhr, überraschte eine Bewohnerin einen unbekannten Mann, der sich offenbar durch eine offen stehende Hintertür Zutritt zum Haus verschafft hatte. Als die Frau vom Erdgeschoss ins Obergeschoss ging, stand ihr der Fremde plötzlich gegenüber. Dieser erklärte, er wolle angeblich ein Grundstück und hätte deshalb den Eigentümer gesucht. Anschließend flüchtete er. Nach ersten Erkenntnissen wurde nichts...

Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) hat seine Any‑App quasi über Nacht abgeschaltet. Was man in der Hansestadt vor zweieinhalb Jahren als „Ticketrevolution“ im ÖPNV groß angekündigt hatte, wurde vor ein paar Tagen sang- und klanglos eingestellt. Bei dem gescheiterten Projekt einer digitalen Fahrkarte, die den Fahrpreis nach dem Vorbild der Londoner Oyster Card am Ende des Tages automatisch berechnet, wurden rund acht Millionen Euro Entwicklungskosten versenkt.

Einsteigen, losfahren, automatisch den besten Preis zahlen – das war das Versprechen. Möglich machen sollte das ein Netz aus 8.000 Bluetooth-Sendern („Beacons“), das für 6,7 Millionen Euro in Fahrzeugen und Haltestellen verbaut wurde. Doch die App, die das Ticket überflüssig machen wollte, war kaum jemandem eine Berührung wert. Nun wurde die App, die den HVV-Kunden den Ticketkauf abnehmen sollte, vom Netz genommen.

Londoner Erfolgsstory konnte nicht nachgeahmt werden
Damit ist der Hamburger Versuch komplett fehlgeschlagen, die Erfolgsstory der Londoner Oyster Card nachzuahmen. Die Oyster Card symbolisiert das, was man sich in Hamburg gern gewünscht hätte: moderne Mobilität. Wer mit dem Heathrow Express in die City fährt, kann mit der Oyster genauso zahlen wie für die Fähre auf der Themse oder den Bus zur Oxford Street – alles integriert, alles smart. Im Jahr 2023 kamen die HVV-Verantwortlichen auf die Idee, genau das zu kopieren. "HVV Any" hieß die digitale Antwort auf den Londoner Fortschritt – nur leider stimmten von vornherein die Rahmenbedingungen nicht.

Busfahren schwer gemacht

Die Einführung des 49-Euro-Tickets machte die neue App so gut wie sinnlos. Heute nutzt das Deutschlandticket jeder zweite Hamburger. Und die Any-App? Gerade mal ein Prozent aller Online-Tickets liefen darüber. Zuletzt nutzten gerade einmal 13.000 Menschen „HVV Any“ aktiv. In der Summe waren es rund 40.000 HVV-Kunden, die das System überhaupt ausprobierten. Wirtschaftlich war das nicht zu rechtfertigen.

London hat "Tube" kontinuierlich ausgebaut
Auch wenn sich Hamburg, das sich oft als Tor zur Welt bezeichnet, gern mit London vergleicht: Hinsichtlich des öffentlichen Personennahverkehrs spielt die Stadt an der Elbe nun einmal nicht in einer Liga wie die Zehn-Millionen-Metropole. London hat mit seiner "Tube" ein gut funktionierendes U-Bahn-System, das in den vergangenen Jahrzehnten weiter ausgebaut und durch neue Streckenabschnitte ergänzt wurde. Die Züge passieren die Themse durch mehrere Tunnel und über etliche Brücken, während die Elbe in Hamburg nach wie vor eine fast unüberwindliche Barriere für den Personentransport darstellt.

So viel sparen Hamburg-Pendler beim 49-Euro-Ticket

Nadelöhr auf dem Weg in die Hamburger City
Gerade die Pendler aus dem südlichen Umland, etwa aus dem Landkreis Stade, erleben den täglichen S- und U-Bahn-Frust: Im Gegensatz zu London mit seinen zahlreichen Verbindungen unter oder über die Themse hinweg quetscht sich in Hamburg der gesamte Bahnverkehr durch ein einziges Nadelöhr über die Elbbrücken. Der Abschnitt Harburg – Wilhelmsburg – Hammerbrook gilt bei vielen Bahnreisenden als reinste Horrorstrecke. Eine zweite Verbindung im Westen, etwa von Altona über die Elbe in Richtung Süden, hat Hamburg nie hinbekommen. Eine verpasste Infrastruktur-Chance, was sich seit Jahrzehnten rächt.

Dabei sind es gerade die ökologisch angehauchten Hamburger Politiker, die den Menschen dauernd predigen, sie sollen doch bitte vom Auto auf die Bahn umsteigen. Doch gleichzeitig vergessen diese umweltbewussten Hanseaten, dafür die Schienen, Züge, Taktungen und Verbindungen fit zu machen.

Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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