Französischer Ehrendienst für Stader Reservisten
Reservistenkameradschaft Stade im Kriegsgräberpflegeeinsatz in Frankreich
- hochgeladen von Markus Teichmann
Stade/Frankreich – Bei sommerlichen Temperaturen von zeitweise weit über 30 Grad hat die Reservistenkameradschaft (RK) Stade einen zehntägigen Kriegsgräberpflegeeinsatz in Frankreich erfolgreich gemeistert. Zehn Teilnehmer – darunter sechs Reservisten, zwei Förderer sowie zwei Kraftfahrer der Bundeswehr – leisteten auf den historischen Kriegsgräberstätten am Chemin des Dames in der Region Aisne einen wichtigen Beitrag zum Gedenken und zur Völkerverständigung.
Nach anfänglichen logistischen Hürden bei der Personal- und Fahrzeugbeschaffung bezog die Truppe ihr Quartier in der historischen Kaserne im französischen Sissonne. Vor Ort erwartete die Helfer auf den Friedhöfen in Pargny-Filain harte Handarbeit: Neben der aufwendigen Restaurierung schwerer Eingangstore wurden 113 Aluminium-Gusskreuze, zahlreiche Bodenplatten und jüdische Grabsteine in akribischer Handarbeit freigelegt, geschliffen, neu lackiert und versiegelt. Selbst bei brütender Hitze, bei der sich die Grabplatten extrem aufheizten, arbeitete die Gruppe ohne einen einzigen Ausfall mit hohem Tempo durch – ein Einsatz, der auch beim lokalen Friedhofsgärtner für große Anerkennung sorgte.
Um wertvolle Arbeitszeit zu sparen, verpflegte sich das Team direkt vor Ort auf den Friedhöfen. Das dafür genutzte Budget ermöglichte neben der Eigenversorgung auch gemeinsame Exkursionen in die geschichtsträchtige Region. Zum Rahmenprogramm zählten Besichtigungen des Chemin des Dames, unterirdischer Stollen, der Kathedralen von Laon und Reims sowie historischer Museen.
Den emotionalen Höhepunkt bildete eine würdige Gedenkveranstaltung am Ende des Einsatzes, bei der im Beisein der französischen Betreuer Kränze niedergelegt wurden. Das Fazit der Stader Reservisten fiel rundum positiv aus: Ein voller Erfolg für den Zusammenhalt und das grenzüberschreitende Gedenken, der in den kommenden Jahren gerne wiederholt werden soll.
Leserreporter:Markus Teichmann aus Fredenbeck |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.