Baumkuchen, Geschichte und Gastfreundschaft:
Stader Delegation besucht polnische Partnerstadt Goldap
- Die Stader Delegation sendet herzliche Grüße aus dem polnischen Goldap
- Foto: Landkreis Stade
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Eine deutsch-polnische Freundschaft mit langer Geschichte, neuen Gesichtern und ganz viel Herzlichkeit: Eine Delegation aus dem Landkreis und der Hansestadt Stade hat kürzlich das polnische Goldap besucht – und kehrte mit eindrucksvollen Erlebnissen und gestärkten Beziehungen zurück.
- Herzlicher Empfang in Goldap (v. li.): Die Bürgermeister Konrad Kazaniecki (Goldap) und Sönke Hartlef (Stade) mit den Landräten Kai Seefried (Stade) und Krzysztof Kazaniecki (Goldap).
- Foto: Landkreis Stade
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Mit offenen Armen wurden Landrat Kai Seefried und Bürgermeister Sönke Hartlef in Goldap empfangen – von zwei Brüdern, die dort seit 2024 das politische Ruder übernommen haben: Landrat Krzysztof Kazaniecki und Bürgermeister Konrad Kazaniecki. Beim gemeinsamen Empfang im örtlichen Kinosaal war schnell klar: Diese Partnerschaft ist mehr als ein Protokoll. Sie lebt – und wird weiter mit Herzblut gepflegt.
- Symbolischer erster Spatenstich für den Bau eines Amphitheaters
- Foto: Landkreis Stade
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Feierlicher Spatenstich
Zwei Tage lang erlebte die Stader Delegation ein vielseitiges Programm: Besuche in Schulen, Bibliotheken und beim Sportzentrum gaben Einblicke in den Alltag der Region. Sport wird in Goldap großgeschrieben – bald sogar mit eigenem Fitnesszentrum. Besonders feierlich: der Spatenstich für ein neues Amphitheater am Goldaper See, begleitet von zwei angereisten Ministern aus Warschau und einem stimmungsvollen Konzert der lokalen Musikschule.
- Der Vorsitzende der Kreisgemeinschaft Goldap, Stephan Grigat, mit Landkreis-Vertretern vor dem Haus der Heimat.
- Foto: Landkreis Stade
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Blick in die Vergangenheit
Ein Höhepunkt war der Besuch im „Haus der Heimat“, betrieben von der Kreisgemeinschaft Goldap. Das zweisprachige Museum erzählt die Geschichte der Region – und verbindet die Gegenwart mit der ostpreußischen Vergangenheit. Emotional wurde es bei der Kranzniederlegung auf dem deutschen Friedhof und dem Mahnmal der Unabhängigkeit.
- Kranzniederlegung auf dem deutschen Friedhof und beim Unabhängigkeits-Mahnmal
- Foto: Landkreis Stade
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An der Grenze zu Russland
Bedrückend war der Abstecher zum Drei-Länder-Eck, wo die Grenzen von Polen, Litauen und Russland aneinanderstoßen. Auch die belarussische Grenze ist nicht weit. Aus Angst vor einer russischen Invasion ist die Nato-Außengrenze stark geschützt und streng bewacht. Ein Ranger führte die Reisegruppe aus Stade durch die Rominter Heide – ein riesiges, weitgehend der Natur überlassenes Gebiet, in dem Elche und Wölfe leben. Bei Gesprächen am Lagerfeuer ging der Tag zu Ende – und die Goldaper weihten die Stader in die Zubereitung des traditionellen polnischen Baumkuchens ein.
- Traditioneller polnischer Baumkuchen wird überm Feuer angeschnitten
- Foto: Landkreis Stade
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Kontakte wurden gefestigt
„Die Herzlichkeit des Empfangs hat mich sehr berührt“, sagte Landrat Kai Seefried. „Die bewegenden Eindrücke – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen Weltlage – und die vielen Kontakte werden noch lange nachwirken.“ Bürgermeister Hartlef ergänzte: „Ich finde es enorm wichtig, dass wir die gute polnisch-deutsche Nachbarschaft und damit auch den europäischen Gedanken durch diese Reise auch auf Städteebene festigen konnten“. Für das kommende Jahr haben Landrat und Bürgermeister ihre polnischen Partner nach Stade eingeladen.
Redakteur:Jörg Dammann aus Stade |
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