Keine Engpässe bei der Streusalzlieferung
Winterdienst im Landkreis Stade: Salzvorräte trotz Dauerfrost gesichert

Im Landkreis Stade ist die Versorgung des Winterdienstes mit Streusalz gesichert | Foto: jd
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Der Winter hat Norddeutschland fest im Griff: Klirrender Frost, nächtliche Tiefstwerte weit bis in den Minusbereich hinein und tagsüber kaum Tauwetter – dazu immer wieder Schneefall. Die sibirische Kälte lässt Straßen und Gehwege im Landkreis Stade gefährlich glatt werden. Laut Wetterdienst bleibt uns das frostige Winterwetter auch bis in den Februar erhalten. Mancherorts wird bereits über leere Salzlager und Lieferengpässe berichtet – schließlich hat es seit mehr als zehn Jahren keinen derart langanhaltenden und strengen Winter mehr gegeben. Doch wie sieht es im Landkreis Stade aus? Müssen Autofahrerinnen und Autofahrer auch hier mit Glätte auf den Straßen rechnen? Die Antwort ist beruhigend: Der Winterdienst im Landkreis ist gut gerüstet – die Salzvorräte sind gesichert.

Salz wurde bereits nachgeordert
Im November 2025 hatte der Landkreis rund 1.600 Tonnen Auftausalz in seinen beiden Kreisstraßenmeistereien in Bliedersdorf und Drochtersen eingelagert. Vieles davon ist in den vergangenen Wochen bereits auf den Kreisstraßen verstreut worden. In Bliedersdorf lagern aktuell rund 800 Tonnen Salz. Mehr als 400 Tonnen wurden in diesem Winter bereits nachgeliefert, weitere 200 Tonnen sollen in der kommenden Woche eintreffen. Auch Drochtersen ist mit 350 Tonnen Salz und 60 Tonnen Lauge ausreichend versorgt.

Der Winterdienst sorgt für freie Fahrt im Landkreis Stade

Rahmenvertrag mit dem Lieferanten
"Die Lagerstandorte sind damit ausreichend befüllt, um den laufenden Winterdienst sicherzustellen", erklärt Landkreis-Pressesprecherin Nina Dede. Die Streusalzversorgung im Landkreis Stade sei gesichert. Man kontrolliere die Vorräte laufend und ergänze sie bei Bedarf. Der Landkreis Stade ist durch einen Rahmenvertrag mit der Deutschen-Straßendienst GmbH (DSD) flexibel und zuverlässig aufgestellt.

Nachbestellt wird je nach Wetterlage und Bedarf – im Regelfall wird laut Vertrag innerhalb von 48 Stunden geliefert. Nur in Ausnahmefällen erfolgt die Lieferung nicht kurzfristig - wie beispielsweise beim letzten heftigen Schneefall. Da kam es niedersachsenweit zu Lieferausfällen, da die Speditionen lieferbedingt nicht fahren konnten. Am Ende der Wintersaison, im April, werden die Lager der beiden Straßenmeistereien wieder vollständig aufgefüllt. 

Auch bei der Landesbehörde gibt es Nachschub
Auch bei der Straßenmeisterei Stade der Niedersächsichen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) gibt es hinsichtlich der Salzvorräte keine größeren Probleme. Dort musste wegen des ungewöhnlich strengen Winters zwar auch Streusalz nachbestellt werden, aber der Nachschub traf überwiegend zeitnah ein. Lediglich während der heftigen Schneefälle am zweiten Januarwochenende (Tief Elli) mussten kurzfristig 200 Tonnen Salz aus dem zentralen Salzlager des NLStBV herbeigeschafft werden. 

Verbrauch höher als in den Vorjahren
Zum Winterbeginn waren bei der Straßenmeisterei Stade 900 Tonnen Salz eingelagert, bis Ende Januar wurden wurden bereits 1.200 Tonnen verbraucht. Nach Angaben von Pressesprecherin Carolin Selle lag der Salz-Vebrauch in den beiden Vorjahren bei insgesamt 1.800 Tonnen. "Daran sieht man gut, dass dieser Winter stärker und länger ist als die Winter in den Vorjahren", sagt Selle. Die Stader Straßenmeisterei sowie externe Dienstleister kümmern sich mit sechs Räumfahrzeugen sowie acht Fahrzeugen im Räum- und Streudienst um rund 240 Kilometer Bundes- und Landesstraßen.

Gut eingespieltes Team
Trotz der frostigen Wetterlage gibt es im Landkreis Stade daher keinen Grund zur Sorge. Die Salzlager sind gut gefüllt, der Winterdienst ist eingespielt und einsatzbereit. Auch wenn bei extremen Minusgraden die Wirkung des Streusalzes nachlässt und Schneewehen nicht immer sofort beseitigt werden können – das Team des Winterdienstes ist täglich von frühmorgens bis abends im Einsatz, um die Straßen so sicher wie möglich zu halten.

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Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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