Landkreis Stade: Schutz für Tiere bei über 30 Grad
Veterinäramt gibt Tipps für Haus- und Nutztiere
- Die Sommerhitze belastet auch Tiere
- Foto: Chalabala/ Adobe Stock
- hochgeladen von Stefanie Schimanski
Mit den angekündigten Temperaturen von mehr als 30 Grad rückt auch das Wohl von Haus- und Nutztieren in den Fokus. Das Amt Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Stade appelliert an alle Tierhalterinnen und Tierhalter, ihre Tiere während der Hitzewelle besonders aufmerksam zu versorgen.
„Tiere sind bei Hitze genauso gefährdet wie wir Menschen. Sie können sich nicht selbst helfen – es liegt in unserer Verantwortung, sie zu schützen“, betont Amtsleiterin und Veterinärmedizinerin Dr. Mareke Claußen.
Besonders eindringlich warnt das Veterinäramt davor, Hunde oder andere Haustiere im Auto zurückzulassen. Bereits nach wenigen Minuten kann sich ein geparktes Fahrzeug auf mehr als 60 Grad aufheizen.
Selbst leicht geöffnete Fenster bieten keinen ausreichenden Schutz – für die Tiere besteht akute Lebensgefahr.
Damit Haustiere die heißen Tage möglichst gut überstehen, sollten ihnen jederzeit mehrere Stellen mit frischem Wasser zur Verfügung stehen. Spaziergänge verlegen Halter am besten in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Außerdem ist Vorsicht auf aufgeheiztem Asphalt geboten, da dieser schmerzhafte Verbrennungen an den Pfoten verursachen kann. Schattenplätze sowie kühle Rückzugsmöglichkeiten, etwa mit Ventilatoren oder feuchten Tüchern, helfen zusätzlich gegen die Hitze.
Auch in der Landwirtschaft stellen die hohen Temperaturen eine besondere Belastung dar. Rinder, Schweine, Schafe, Pferde und Geflügel reagieren empfindlich auf große Hitze und können schnell unter Hitzestress leiden.
Das Veterinäramt empfiehlt deshalb, die Wasserversorgung regelmäßig zu kontrollieren und Lüftungsanlagen in den Ställen auf ihre Funktion zu überprüfen. Weiden und Ausläufe sollten ausreichend beschattet sein. Fehlt dort Schatten, ist es sinnvoll, die Tiere tagsüber im kühleren Stall zu halten und sie erst nachts auf die Weide zu lassen.
Tiertransporte sollten möglichst in die kühlen Morgen- oder Abendstunden gelegt werden. Darüber hinaus raten die Fachleute zu einer intensiven Beobachtung der Tiere, damit Anzeichen wie Hecheln, Schwäche oder Fressunlust früh erkannt und bei Bedarf tierärztlich abgeklärt werden können.
Bei Fragen rund um die tiergerechte Haltung während der Sommerhitze berät das Amt Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Stade. Ansprechpartner sind per E-Mail unter veterinaerwesen@landkreis-stade.de erreichbar.
Redakteur:Stefanie Schimanski aus Buxtehude |
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