Winsen bekommt wieder einen Weihnachtsmarkt

Die Winsener können sich freuen: In diesem Jahr soll es wieder einen Weihnachtsmarkt geben -
diesmal auf dem Kirchplatz
  • Die Winsener können sich freuen: In diesem Jahr soll es wieder einen Weihnachtsmarkt geben -
    diesmal auf dem Kirchplatz
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  • hochgeladen von Thomas Lipinski

Allerdings ist noch völlig offen, wer ihn ausrichtet / Zwei Bewerber haben Konzepte vorgelegt

thl. Winsen. Die Stadt Winsen soll wieder einen Weihnachtsmarkt bekommen. Das Event soll auf dem Kirchplatz stattfinden. Diese Empfehlung gab der Finanzausschuss der Stadt jetzt einstimmig ab. Das letzte Wort in dieser Sache hat der nicht-öffentliche Verwaltungsausschuss.
Zwei Konzepte von zwei Betreibern lagen den Politikern vor. Ein Bewerber war Tomas Stana, Wirt des Weißes Rosses, der jetzt schon mit seinen Angeboten in der Vorweihnachtszeit die Massen anzieht. Der zweite Interessent ist Robert Paulsen aus Handorf, der u.a. auch den Weihnachtsmarkt am Hotel Bergstörm in Lüneburg ausrichtet.
Stanas Konzept sieht vor, dass auf dem Kirchplatz Buden, Bühne und Karussell aufgebaut werden, die im ersten Jahr kostenlos Hobbyhandwerkern, Vereinen und Kleinbetrieben zur Verfügung gestellt werden. Auch eine Vergabe für nur ein Wochenende sei möglich, was den hiesigen Vereinen und Interessengruppen sehr entgegenkomme, hieß es. Weiterhin sind kostenlose Angebote für Kinder, z.B. Plätzchenbacken und Märchenstunden sowie ein regelmäßiger "Familientag", geplant. Um auch einen Anreiz zum "Weihnachts-Shoppen" zu geben, sollen die Karussell-Chips in den Geschäften verteilt und beim Einkauf an die Kunden abgegeben werden. Damit solle das "Wir-Gefühl" in der Stadt angefeuert werden. Tomas Stana möchte dabei langfristig mit der Stadt zusammenarbeiten, erbittet jedoch zur Durchführung des Marktes einen Zuschuss von 10.000 Euro.
Auf einen Zuschuss würde Robert Paulsen verzichten. Sein Konzept, das er in Zusammenarbeit mit der Designagentur Tatjana Schönberg entwickelt hat, sieht einen Weihnachtsmarkt auf dem Kirchplatz mit täglicher Öffnung vom 1. Dezember bis 6. Januar vor. Geplant sind eine Budenstadt sowie eine Almhütte und eine Bühne mit wechselndem Programm. Auch die Einbeziehung ortsansässiger Akteure (Kirche, Kindergärten) ist vorgesehen.
"Die Frage ist, was wir wollen. Einen Winsener Gastronom für sein Engagement belohnen, das er jetzt schon zeigt, oder ihm einen Konkurrenten vor die Nase setzen?", fragte Michael Schulze (SPD). Eine Entscheidung für Paulsen fände Brigitte Netz (SPD) ebenfalls "pikant". Allerdings erkannte sie bei Stanas Bewerbung kein richtiges Konzept.
Für die Gruppe FDP gebe es ein klares Votum, machte Vorsitzender Nino Ruschmeyer deutlich. "Allerdings ist der Zuschuss von 10.000 Euro viel zu hoch", so der Liberale. Und auch Steffen Behr (CDU) warb für eine Vergabe an Tomas Stana. Anton Zeyn (CDU) unterstrich, dass "ein vierwöchiger Weihnachtsmarkt in Winsen nicht funktioniert" und er eine "Konkurrenzsituation vorm Weißen Ross und dem Kirchplatz für wenig sinnvoll" erachte.
Anders sah es bei der Gruppe Grüne/Linke aus. Man wisse, dass Konkurrenz das Geschäft belebe und es deshalb Tendenzen in Richtung Paulsen gebe, gab Norbert Benthack bekannt.
In der Märzsitzung des VA soll nun entschieden werden, wer den Zuschlag bekommt. Außerdem sollen dort die Rahmenbedingungen für einen Durchführungsvertrag geregelt werden. Zuvor sollen beide Bewerber ihre Konzepte noch einmal vorstellen. Wie das bei Tomas Stana funktionieren soll, ist allerdings noch unklar. Nach Auskunft der Stadtverwaltung ist er bis Ende März nicht in Winsen.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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