800 Kilometer Fahrt und eine spektakuläre Verfolgungsjagd

Täter wollte geheimnisvolle Sophie besuchen

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Landkreis Stade
Die geheimen Stadtgelüste in Stade

Willkommen bei "Angel": typischer Eingang zu einer Prostituiertenwohnung
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Panorama
Sie eröffneten offiziell den Wohnmobil-Stellplatz: Matthias Krohn (v. li., Verkehrsbehörde Stadt Buchholz), Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse und Sylvia Müller (Sweco GmbH vom Leader-Regionalmanagement) | Foto: sh
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Viel Komfort für Camper
Wohnmobilstellplatz für Buchholz

Drei Jahre nach der ersten Idee war es nun soweit: Als eine seiner letzten Amtshandlungen hat der Buchholzer Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse den Wohnmobilstellplatz am Holzweg eingeweiht. Direkt an der Nordheidehalle können zukünftig ein halbes Dutzend Wohnmobile stehen. "Wir haben lange nach einem geeigneten Standort gesucht, und haben ihn nun hier mit einer guten Infrastruktur gefunden", so Röhse. Das Schwimmbad ist nur wenige Meter entfernt, auch die Innenstadt ist schnell zu erreichen. Im...

Blaulicht
Es gab eine starke Rauchentwicklung | Foto: Feuerwehr Buchholz
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Buchholz
Starke Rauchentwicklung: Brennender Pkw auf Parkplatz

Am frühen Mittwoch-Nachmittag, 28. Oktober,  wurde die Ortsfeuerwehr Buchholz zu einem brennenden PKW in die Buchholzer Innenstadt gerufen. Auf dem Hinterhof eines Bürogebäudes in der Karlstraße hatte der Motorraum eines Autos Feuer gefangen. Der Fahrer wollte sein Fahrzeug auf dem Parkplatz am Gebäude einparken, als ihm Rauch aus dem Motorraum auffiel. Geistesgegenwärtig stellte der Fahrer das Fahrzeug mit Abstand zum Gebäude und weiteren geparkten Fahrzeugen ab und wählte den Notruf. Bei...

Panorama

Baustelle Seppenser Mühlenweg in Buchholz
Hausarrest für Anwohner?

Der Seppenser Mühlenweg wird seit Montag, 26. Oktober, und noch bis Montag, 9. November, in mehreren Abschnitten voll gesperrt, Grund sind Asphaltierungsarbeiten. Die Anwohner sowohl des Seppenser Mühlenweges als auch der angrenzenden Straßen wurden darüber in einem Schreiben informiert, dieses warf bei den Anwohnern aber Fragen auf und führten zu Unmut. "Wir können laut Schreiben 42 Stunden lang nicht mit dem Auto aus dem Habichtweg hinaus und wieder hineinfahren", erklärt Michael Oehlrich,...

Blaulicht
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Rund 100 Feuerwehrkräfte im Einsatz
Drei Schwerverletzte bei Explosion in Lauenbrück

Eine gewaltige Explosion, meterweit verstreute Trümmer und ein Mobilheim in Flammen: Im Mobilheimpark „Aukamp“ in Lauenbrück (Samtgemeinde Fintel) ist es am Dienstagnachmittag gegen 17.30 Uhr zu einem folgenschweren Unglück gekommen. Drei Menschen wurden schwer verletzt. Rund 100 Feuerwehrkräfte kämpften gegen den Brand und verhinderten, dass die Flammen auf weitere Mobilheime übergriffen. Bewohnerin bemerkt Gasgeruch Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte die 77-jährige Bewohnerin des...

Blaulicht

Täter wollte geheimnisvolle Sophie besuchen
Mit geklautem Linienbus von Baden-Württemburg nach Buxtehude

Ein gestohlener Bus, fast 800 Kilometer Fahrt und eine spektakuläre Verfolgungsjagd über die Autobahn: Ein junger Mann aus Baden-Württemberg wollte mit einem geklauten Linienbus eine Internetbekanntschaft in Buxtehude besuchen. Jetzt steht der 22-Jährige vor Gericht. Seine Verteidigerin präsentiert als Grund für die irrsinnige Tour eine abenteuerliche Geschichte, die sich um eine geheimnisvolle Sophie aus Buxtehude dreht.   Kennengelernt auf TikTokEs gibt Liebeserklärungen mit Blumen, Pralinen...

Blaulicht

Zeugenaufruf der Polizei
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Ungebetener Besuch in einem Wohnhaus an der Schulstraße in Todtglüsingen: Am Montag, gegen 15.45 Uhr, überraschte eine Bewohnerin einen unbekannten Mann, der sich offenbar durch eine offen stehende Hintertür Zutritt zum Haus verschafft hatte. Als die Frau vom Erdgeschoss ins Obergeschoss ging, stand ihr der Fremde plötzlich gegenüber. Dieser erklärte, er wolle angeblich ein Grundstück und hätte deshalb den Eigentümer gesucht. Anschließend flüchtete er. Nach ersten Erkenntnissen wurde nichts...

Panorama
Ein Metronom-Zug fährt über eines der Nadelöhre für den Hamburger Bahnverkehr: Die Bahnbrücken über die Norderelbe sind marode und müssen in den kommenden Jahren erneuert werden | Foto: Martin Elsen/nord-luftbilder.de
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Hamburgs Bahn-Nadelöhre werden Dauerbaustellen
Für Hamburg-Pendler kommt es noch dicker: Jahrelange Bauarbeiten an den Elbbrücken

Die vierwöchige Sperrung der Bahnstrecke zwischen Harburg und Hamburg-Hauptbahnhof für sämtliche Regionalzüge ist womöglich nur ein Vorgeschmack darauf, was Pendlern und Bahnreisenden in den kommenden Jahren bevorsteht. Wer jetzt Mitte 50 ist und täglich mit dem Zug zur Arbeit nach Hamburg fährt, muss bis zu seiner Rente mit Streckensperrungen, Zugausfällen und erheblichen Verzögerungen bei der Fahrt in die City rechnen. Der rund elf Kilometer lange Schienenstrang vom Harburger Bahnhof bis zum...

Blaulicht
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Neue Technik für die Feuerwehr, neuer Standort in Bargstedt

Drei neue Feuerwehrfahrzeuge treten für die Freiwillige Feuerwehr Bargstedt und Wangersen in den Dienst und unterstützen die Helferinnen und Helfer bei ihren Einsätzen. Die Übergabe erfolgte durch Samtgemeindebürgermeisterin Ute Kück, Kreisbrandmeister Henning Klensang und Gemeindebrandmeister Heiko Wachlin. Im Zuge der Fahrzeugübergabe wurde auch der Umbau der ehemaligen DRK-Rettungswache in Bargstedt zum zusätzlichen Feuerwehrstandort gewürdigt. Die Feuerwehr Bargstedt erhielt - den von...

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Winsen und Nenndorf
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Wohin mit dem deutschen Atommüll? Jetzt wurden die für ein Endlager infrage kommenden Flächen weiter eingegrenzt - auf nicht einmal fünf Prozent des Bundesgebietes (blau-türkise Flächen) | Foto: BGE/KI-generiert
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95 Prozent der Flächen aus dem Rennen
Atommüll-Endlager: Zwei Gebiete in den Landkreisen Stade und Harburg stehen noch auf der Liste

Die Suche nach einem Endlager für Deutschlands hochradioaktiven Atommüll geht in die entscheidende nächste Runde. Und für die Menschen in den Landkreisen Stade und Harburg gibt es eine wichtige Nachricht: Große Teile beider Landkreise sind bei der Suche nach einem möglichen Endlagerstandort jetzt aus dem Rennen. Nur noch zwei kleinere Flächen sollen weiter untersucht werden. Das geht aus den neuesten Karten hervor, die die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) am Dienstag (27. Oktober)...

Model-Wohnungen statt Sündenmeile: Rund 70 Prostituierte in Stade arbeiten in bürgerlicher Nachbarschaft / Wenig Kriminalität

tp. Stade. Kein Bordell weit und breit und auch keine sündige Meile im Bahnhofsviertel, nur hier und da ein rot blinkendes Herz im Fenster: Nach außen wirkt die Stadt Stade fast frei von Prostitution. Doch tatsächlich floriert an der Schwinge das Geschäft mit dem käuflichen Sex. Prostitutionsstätten seien in Stade im Vergleich zu anderen Städten gleicher Größe überdurchschnittlich häufig vertreten, sagt Polizei-Hauptkommissar Carsten Witt (47).

Die 70 registrierten Prostituierten der Stadt, die größtenteils aus dem ärmeren europäischen Ausland wie Rumänien oder Bulgarien stammen, und ihre Freier treffen sich fast ausschließlich in Model-Wohnungen: Meistens eingebettet in gutbürgerlicher Nachbarschaft, laden in Stade 18 Liebes-Appartements zum Tête-à-Tête. Zu dem gibt es zwei Wohnhäuser am Stadtrand an der Freiburger Straße und in Bützfleth-Schnee, in denen die Freuen ihrem Job nachgehen.
Zum Vergleich: In der Nachbarstadt Buxtehude, wo vor einigen Jahren das letzte Bordell dichtmachte, sind der Polizei nur knapp zehn Prostituierten-Wohnungen bekannt.

Den buchstäblich "starken Verkehr" führt Polizeisprecher Rainer Bohmbach auf die gute Schienenanbindung nach Hamburg zurück. Die Freier reisen also also mit der S-Bahn an. Auf das große, gut etablierte Sex-Angebot in Stade machen die Liebesdamen mit Kleinanzeigen in Zeitungen und auf Internetseiten wie http://www.stadtgelueste.de aufmerksam.

Als "auffällig unauffällig" bezeichnet Bohmbach das Milieu in der Kreisstadt. Die versteckte Rotlichtszene sei das Ergebnis eines jahrzehntelangen Anpassungsprozesses, der schon begann als Stade noch ein biederes Beamtennest und die Prostitution verboten war.

Wenngleich das älteste Gewerbe der Welt seit mehr als einem Jahrzehnt legal ist, haben Polizist Carsten Witt und sein Kollege, Oberkommissar Torben Schulze, die Szene dauerhaft scharf im Visier. Die beiden "Prostitutionsbeauftragten" gehören dem Ersten Fachkommissariat an, dessen Hauptgebiet "Mord und Totschlag" ist. Denn ein knappes Dutzend Mal im Jahr ereignen sich in den Model-Wohnungen handfeste Verbrechen: Diebstahl, Brandstiftung im Treppenhaus - und durchschnittlich drei Mal jährlich Menschenhandel.

"Nicht immer gehen die Frauen dem horizontalen Gewerbe freiwillig nach", sagt Carsten Witt. Solche Fälle aufzudecken und den Betroffenen ein "Freund und Helfer" zu sein, sieht er als seine Hauptaufgabe. Rund drei Mal jährlich retten die Stader Polizisten Frauen aus der "Sklaverei" eines Zuhälters. In Kooperation mit Frauenhäusern und der Organisation "Kobra - Zentrale Koordinierungs- und Beratungsstelle für Opfer von Menschenhandel" bringen sie die Betroffenen zurück in ihre Heimat.

Carsten Witt weiß, dass es sich mitunter um eine Sisyphusarbeit handelt, da sich der Markt auch in Stade schnell mit neuem "Frischfleisch" füllt: Nach seiner Kenntnis gibt es in kleinen osteuropäischen Dörfern Zuhälter, die darauf spezialisiert sind, Frauen in Deutschland auf den Strich zu schicken und umgehend für Nachschub sorgen. Überdies würden die Prostituierten von Zuhälter-Ringen aus Großstädten wie Hamburg und Bremen aufs platte Land "durchgereicht" - auch nach Stade.

Willkommen bei "Angel": typischer Eingang zu einer Prostituiertenwohnung
Aufreizende Reklame an der Wand des Treppenhauses
Haben die versteckte Rotlicht-Szene im Visier: die Polizisten Carsten Witt und Rainer Bohmbach (re.)
Neutrales Ambiente: Wohnblock mit Model-Appartements in Stade
Redakteur:

Thorsten Penz aus Stade

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