Corona
Schulen im Landkreis Stade sind gut auf den zweiten Lockdown vorbereitet

Allein im Klassenzimmer: Lehrer Peter Seifert
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jab. Landkreis. Das niedersächsische Kultusministerium setzt im zweiten Lockdown seit Beginn der Corona-Pandemie auf Distanzunterricht. Seit dieser Woche befinden sich Schüler, die nicht die Notbetreuung besuchen oder in eine Abschlussklasse gehen, zu Hause und lernen dort, statt in die Schule zu gehen. Das WOCHENBLATT hat bei den Schulen im Landkreis Stade nachgefragt, wie sie damit umgehen. Fühlen sie sich besser vorbereitet als noch während des ersten Lockdowns im vergangenen Frühjahr?

"Der Start war ruckelig", sagt die Schulleiterin des Aue-Geest-Gymnasiums in Harsefeld, Ute Appelkamp. Zunächst habe es die Information vom Ministerium gegeben, dass das Szenario B, also der Präsenzunterricht im Wechsel, greift. Doch dann sei es wieder anders gekommen. "Unsere Pläne wurden wieder über den Haufen geworfen."

Dazu kamen dann die Probleme mit dem Messenger, über den die Lehrer mit ihren Schülern kommunizieren und Aufgaben verteilen. "Da sind wir mittlerweile erprobt." Auch im ersten Lockdown habe es Probleme gegeben und seitdem verfügt die Einrichtung über einen vollständigen Mailverteiler, wodurch die Eltern schnell alle Informationen erhalten konnten. Ab Montag solle der Server wieder vernünftig funktionieren, sagt Appelkamp.

Ein Problem bleibt aber weiterhin die Internetverbindung. "Wir sind auf Glasfaserkabel angewiesen. Da ist die Schule ein Nadelöhr", sagt Appelkamp. Laptops zum Ausleihen an die Schüler brächten nichts, wenn die Internetverbindung nicht stark genug sei, um Daten für sie hochzuladen.

Die Pläne für das Szenario B standen am Gymnasium bereits und es musste kaum noch etwas daran gemacht werden. Die Notbetreuung für die fünften und sechsten Klassen werde kaum genutzt. In den 13. Klassen seien die Kurse in jeweils zwei Räume aufgeteilt worden, um die Abstände einhalten zu können, oder es wird auf große Räume ausgewichen.

Auch an der Integrierten Gesamtschule Stade war der Jahresbeginn holprig. "Die Ankündigung kam plötzlich, aber es war zu erwarten", sagt Schulleiter Jörg Moser-Kollenda. Inzwischen habe er mehr Erfahrung und sei auf vieles vorbereitet - vor allem besser als im ersten Lockdown. "Noch besser wären wir in zwei Monaten vorbereitet", sagt Moser-Kollenda. Denn dann sei für alle Schüler der fünften bis neunten Klasse ein iPad vorhanden. Bisher sei gerade einmal die Hälfte der vor langer Zeit bestellten Geräte geliefert worden.

Der zehnte und 13. Jahrgang verteile sich auf die große Schule und das klappe wunderbar. Wie auch in Harsefeld wird hier die Notbetreuung kaum nachgefragt.

Über einen Server stellt die Schule zu Beginn jeder Woche die Aufgaben online. Regelmäßig gebe es Videokonferenzen für zusätzliche Unterstützung. "Entscheidend ist, dass es irgendwie weitergeht, die Schule nicht liegen bleibt und die Schüler nicht allein gelassen werden", sagt der Schulleiter.

Bei den Jüngsten in der Grundschule Harburger Straße in Buxtehude mit rund 350 Schülerinnen und Schülern läuft der Distanzunterreicht eigentlich ganz gut, sagt Konrektorin Angela Witzheller. Sie sei froh, dass ihre Erstklässler schon ein halbes Jahr am Start sind und die Abläufe kennen. Die Verbindung zu ihren Schülern hält die Lehrerin per Telefon, ruft jeden einzeln an und lässt sich von den Kindern vorlesen. Die zweiten bis vierten Klassen werden per IServ mit Aufgaben versorgt. Bereits letzte Woche habe das Kollegium alles vorbereitet und Kontakt zu den Eltern aufgenommen, damit auch überall die Technik klappt.

Allein im Klassenzimmer: Lehrer Peter Seifert
Videokonferenz statt Präsenzunterricht: Peter Seifert sitzt vor dem Laptop
Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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